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Transfer-Hammer: Luzumova wechselt nach Neckarsulm

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Vom deutschen Serienmeister Thüringer HC zum Bundesliga-Neuling Neckarsulm: Die Sport-Union verpflichtet für die nächste Saison die Kapitänin der tschechischen Nationalmannschaft Iveta Luzumova. Mit der 27-Jährigen soll das Team weiter reifen.

Von Dominik Knobloch
Iveta Luzumova im weißen Trikot des Thüringer HC. In der neuen Saison wird sie das blaue Dress der Neckarsulmer Sport-Union tragen. Foto: dpa
Iveta Luzumova im weißen Trikot des Thüringer HC. In der neuen Saison wird sie das blaue Dress der Neckarsulmer Sport-Union tragen. Foto: dpa

Eine Personalie wie ein Paukenschlag. Die Neckarsulmer Bundesliga-Frauen dürfen sich auf hochkarätige Verstärkung freuen. Den NSU-Verantwortlichen um Trainer Emir Hadzimuhamedovic ist es gelungen, die Tschechin Iveta Luzumova nach Neckarsulm zu locken. Die laufende Runde wird die Mitte-Spielerin noch beim amtierenden deutschen Meister Thüringer HC beenden, um dann nach ihrem vierten Jahr beim Abonnement-Champion aus dem Osten zur Sport-Union zu stoßen.

Kontakt kam über Landsfrau zustande

„Wir hatten seit dreieinhalb Monaten intensiven Kontakt, sie wollte unbedingt nochmal was anderes in ihrer Karriere machen“, sagt Hadzimuhamedovic. Dass die Wahl der 1,76 Meter großen Nationalspielerin dabei ausgerechnet auf Neckarsulm fiel, ist auch einer zweiten Tschechin zu verdanken, wie der NSU-Coach verrät: „Der Kontakt ist auch ein bisschen über Alla Vojtiskova entstanden.“ Die Halbrechte der Sport-Union machte ihrer Landsfrau den Aufsteiger schmackhaft, erzählte ihr immer wieder von ihrem Club, der euphorischen Kulisse in der Halle und dem Projekt nachhaltiger Bundesliga-Handball.

Ohnehin habe Neckarsulm mittlerweile „nicht den schlechtesten Ruf“, sagt Emir Hadzimuhamedovic. Was auch an der Wirtschaftskraft der Region liege: „Sie ist mit 27 jetzt in ihrem besten Handball-Alter. Sie will hier Fuß fassen.“ Nach ihrer Sport-Karriere könne sie dann beruflich deutlich besser zurecht kommen als im Osten. Überzeugt hat die 76-fache Nationalspielerin aber auch das sportliche Konzept in Neckarsulm, wo sie zunächst für zwei Jahre unterschrieben hat. „Die Mannschaft zu führen, ihre internationale Erfahrung weiterzugeben, findet sie reizvoll“, erklärt der NSU-Trainer, den Luzumova spielerisch schon immer begeistert hat.

Echte Verstärkungen sind nötig

Fast ausschließlich mit dem Zweitliga-Kader spielte die Sport-Union in den jüngsten Partien. Die Verstärkungen haben sich beim Aufsteiger bislang kaum als solche präsentiert. Daraus macht auch Emir Hadzimuhamedovic keinen Hehl:  „Wir brauchen tatsächlich jetzt mal jemanden, der über gewisse Qualitäten verfügt, damit auch die anderen Spielerinnen den Schritt nach vorne machen können. Mit so jemanden lässt sich dieses Vorhaben mit Sicherheit gut umsetzen.“

Um zweite Liga zu spielen, kommt Iveta Luzumova aber sicher nicht nach Neckarsulm. Mehr Motivation für den Klassenerhalt geht aber kaum.   

 

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