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Erstliga-Frauen der NSU beim Schlusslicht

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Die Neckarsulmer Sport-Union steht in der Bundesliga vor dem Kellerderby beim noch punktlosen Schlusslicht HC Rödertal und kann mit einem Sieg die letzten Zweifel am Klassenerhalt aus dem Weg räumen. Allerdings gibt es bei einer Personalfrage keine guten Neuigkeiten.

Von Dominik Knobloch
Hat die Nase voll: Linda Mack möchte ihr Handball-Glück nach einer durchwachsenen Saison in Neckarsulm bei einem anderen Club suchen.
Foto: Andreas Veigel
Hat die Nase voll: Linda Mack möchte ihr Handball-Glück nach einer durchwachsenen Saison in Neckarsulm bei einem anderen Club suchen. Foto: Andreas Veigel  Foto: Veigel, Andreas

Echte Abstiegssorgen? Die muss sich die Sport-Union in dieser Bundesliga-Saison nur sehr bedingt machen. Das liegt nicht an der Neckarsulmer Leistung, sondern viel mehr an den Umständen. Zum einem will aus der zweiten Liga nur ein Team ins Oberhaus. Zum anderen scheint der einzige Absteiger aus der Beletage mit dem punktlosen Schlusslicht HC Rödertal bereits festzustehen. Es sei denn, die schwankende Sport-Union verleiht den Rödertalbienen an diesem Samstag ab 17.30 Uhr Flügel.

Sieben Zähler haben die Neckarsulmerinnen in 20 Spielen bislang gesammelt. Den bis dato letzten mit einem Remis Ende Januar gegen Göppingen. Auf einen neuerlichen Sieg ihrer Sport-Union warten die Fans schon seit Weihnachten. Einen Tag vor Heiligabend ließ damals ausgerechnet Rödertal das Zwei-Punkte-Geschenk in Neckarsulm. Schafft die Sport-Union erneut einen Erfolg gegen den Aufsteiger, ist auch die letzte Mini-Bedrohung so gut wie beseitigt. "Klar hat Rödertal null Punkte, aber auch wir kommen aus einem Tal mit vielen Niederlagen", warnt NSU-Spielmacherin Maike Daniels allerdings.

Linda Mack mit Verletzungspech

Zu viel war die unbefriedigende Saison für Zugang Linda Mack, die im Sommer auch schon wieder den Abgang macht. Die 26-Jährige hat die Option in ihrem Vertrag gezogen und wird nach einem Jahr in Neckarsulm eine neue Herausforderung suchen, wie der Verein am Donnerstag mitteilte. Das Ziel der Linkshänderin ist bislang noch unbekannt.

Mack war von ihrem Heimatverein Bietigheim mit großen Vorschusslorbeeren ins Unterland gekommen, verletzte sich aber bereits in der Vorbereitung bei einem Turnier in Ludwigsburg und verpasste dadurch den Saisonstart. Nach der Schwangerschaft von Alena Vojtiskova bekam sie auf der rechten Rückraumposition Unterstützung von Mia Møldrup und spielte mit Luisa Gerber zusätzlich auf Rechtsaußen.

Erst Anfang des Jahres fand Linda Mack langsam ihre Form, verletzte sich allerdings zuletzt beim Auswärtsspiel in Bensheim erneut an ihrem rechten Knie. Gegen Ende der Partie musste sie verletzt vom Feld und wurde inzwischen am gerissenen Innenmeniskus operiert. Ob sie noch einmal im Trikot der Sport-Union auflaufen kann, ist unklar. Ihr Fazit zur Zeit in Neckarsulm nicht: "Für mich hat es hier leider einfach sportlich nicht zu hundert Prozent gepasst, weshalb ich meine Option im Vertrag gezogen habe. Ich möchte mich nach dem Jahr in Neckarsulm noch einmal anderweitig orientieren und muss noch schauen, wo es mich hinverschlägt."

Schlechte Tordifferenz 

Wohin es die Neckarsulmer Nothelferin Tanja Logvin nach dieser Runde verschlägt, ist hingegen bekannt. Bevor sich die 43-Jährige Richtung SV Union Halle-Neustadt verabschiedet stehen für sie noch sechs Partien auf der NSU-Bank bevor. Ihr Debüt beim jüngsten 28:34 gegen den Dritten aus Buxtehude darf durchaus etwas Hoffnung machen. Die Neue scheint in Neckarsulm den richtigen Ton zu treffen. "Wir haben als Mannschaft besser zusammengehalten und sind nicht auseinander gefallen", sagt Maike Daniels.

Trotzdem "haben wir wieder zu viele Gegentore bekommen". Die 618 Buden, die sich Neckarsulm bislang gefangen hat, sind Negativwert des Klassements. Zumindest in der Tordifferenz ist das angriffsschwache Rödertal aber noch schlechter. Trotzdem scheiterte das Schlusslicht zuletzt immer wieder nur knapp. Im jüngsten Duell mit Oldenburg fehlten beim 19:22 nur drei Treffer.

"Umso wichtiger ist es jetzt, dass wir am Samstag entschlossen auftreten und uns endlich für die kontinuierlich gute Arbeit belohnen. Wir waren in dieser Saison etliche Male nah dran und müssen nur noch diesen einen letzten Schritt gehen um Erfolg zu haben", sagt Bienen-Trainer Maximilian Busch, der auf die Langzeitverletzten Grete Neustadt und Lisa-Marie Ostwald verzichten muss. Ebenso nicht dabei sind Izabella Nagy, Tammy Kreibich und Jurgita Markeviciute.

 

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