Hafjell (dpa)
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Nach Olympia-Drama: Norweger McGrath holt Kugel im Slalom

  
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Über einen Monat nach dem Drama bei den Olympischen Spielen weint der Norweger Atle Lie McGrath erneut. Diesmal aus Freude. Linus Straßer verpasst das Podest im Saisonfinale deutlich.

Atle Lie McGrath gewinnt den Slalom-Gesamtweltcup. (Archivbild)
Atle Lie McGrath gewinnt den Slalom-Gesamtweltcup. (Archivbild)  Foto: Giovanni Auletta/AP/dpa

Über einem Monat nach seinem sportlichen Drama bei den Olympischen Winterspielen hat der norwegische Skirennfahrer Atle Lie McGrath die kleine Kristallkugel in der Slalomwertung gewonnen. Dem 25-Jährigen reichte im letzten Rennen in Hafjell Platz acht, um seine Führung zu verteidigen. Der Sieg im Saisonfinale ging an den Norweger Timon Haugan, Zweiter wurde Loic Meillard aus der Schweiz vor dem Finnen Eduard Hallberg.

McGraths größer Konkurrent um den Sieg in der Disziplinenwertung war der für Brasilien startende Lucas Pinheiro Braathen. Der gebürtige Norweger schied aber nach einem Fahrfehler im zweiten Durchgang aus. Im Zieleinlauf weinte McGrath und fiel seinem guten Freund in die Arme.

Bei den Olympischen Spielen in Italien war McGrath auf Gold-Kurs nach einem Fahrfehler ausgeschieden. Nachdem er seine Skistöcke weggeworfen hatte, stapfte er zu Fuß Richtung Wald und ließ sich völlig niedergeschlagen in den Schnee fallen. Am Tag der Eröffnungsfeier war sein Großvater gestorben.

Enttäuschende Saison für Straßer

Als einziger deutscher Slalomfahrer hatte sich Linus Straßer für das Saisonfinale qualifiziert. Der Athlet vom TSV 1860 München wurde Neunter und verpasste damit erneut einen Podestplatz. Nach einem Materialwechsel blieb Straßer in dieser Saison hinter den Erwartungen zurück. Nur einmal - beim Weltcup in Kitzbühel - fuhr der 33-Jährige als Dritter aufs Podest. Bei Olympia hatte der Oberbayer nichts mit den Medaillenentscheidungen zu tun.

Linus Straßer verpasst das Podest im letzten Saisonrennen deutlich.
Linus Straßer verpasst das Podest im letzten Saisonrennen deutlich.  Foto: Marco Trovati/AP/dpa
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