Antholz (dpa)
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Biathletin Grotian über Olympia: «Anders vorgestellt»

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Biathletin Selina Grotian hatte sich enorm auf Olympia gefreut. Mit der Nominierung ging ein Kindheitstraum in Erfüllung. Warum die 21-Jährige nun ziemlich enttäuscht wieder abreist.

Selina Grotian war erstmals bei Olympia dabei.
Selina Grotian war erstmals bei Olympia dabei.  Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Für Biathletin Selina Grotian waren die ersten Olympischen Winterspiele ihrer Karriere in Italien eine große Enttäuschung. «Die Magie der Ringe, das Zusammenkommen der Athleten, der Geist... Das hat mich nie wirklich erreicht», schrieb die 21-Jährige bei Instagram: «Es fühlte sich eher wie eine sehr lange Weltmeisterschaft mit mehr Medienrummel an.»

«Nicht die Erfahrung, von der ich geträumt hatte»

Sie habe sich die Olympischen Spiele «anders vorgestellt», schrieb die Skijägerin und resümierte auch nach sportlich wenig überzeugenden Auftritten: «Nicht die Erfahrung, von der ich geträumt hatte – aber trotzdem Teil des Weges. Ich werde daraus lernen und stärker zurückkommen.»

Grotian kam bei den Biathlonrennen in Antholz in drei Wettbewerben zum Einsatz. Die deutsche Mannschaft wohnte unweit des Stadions außerhalb eines improvisierten olympischen Dorfes. Richtiges Olympia-Flair kam in dieser Atmosphäre ohne viel Kontakt mit anderen Athletinnen und Athleten nicht auf. Aufgrund der großen Distanzen war es Biathletinnen und Biathleten auch nicht realistisch möglich, andere Wettkämpfe zu besuchen. Cortina d'Ampezzo war als nächster Austragungsort über eine Stunde Fahrzeit entfernt.

Olympia sportlich und persönlich enttäuschend

«Meine ersten Olympischen Spiele sind vorbei – und ehrlich gesagt waren sie sowohl sportlich als auch persönlich enttäuschend für mich», schrieb Grotian zu einigen Fotos aus Südtirol. Die Plätze 55 (Einzel), 52 (Sprint) und 41 (Verfolgung) waren für die hochtalentierte Bayerin viel zu wenig.

«Ich suche ehrlich gesagt nach Antworten», schrieb Grotian, die im Saisonverlauf aufgrund einer Corona-Infektion eine Zwangspause einlegen musste. «Hat mich die Höhe nach Covid stärker beeinträchtigt als erwartet?», schrieb die mehrmalige Junioren-Weltmeisterin. Und auch am Schießstand «lief nichts wie sonst». 

Bei ihren drei Starts schoss sie immer mindestens drei Fehler und wurde so auch nicht in der Frauenstaffel berücksichtigt. Diese will am Mittwoch (14.45 Uhr/ZDF und Eurosport) nach einer Medaille greifen. Für den abschließenden Massenstart am Samstag qualifizierte sich Grotian aufgrund ihrer schwachen Resultate nicht.

Grotians Rennen liefen nicht so, wie sie sich das gewünscht hatte.
Grotians Rennen liefen nicht so, wie sie sich das gewünscht hatte.  Foto: Hendrik Schmidt/dpa
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