Stimme+
Inline-Skaterhockey
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Wie sich die Ex-Falken-Spieler Freddy Cabana und Malte Krenzlin fit halten

   | 
Lesezeit  2 Min
Erfolgreich kopiert!

Von der Kufe auf die Rolle: Freddy Cabana und Malte Krenzlin, bis vor kurzem für die Heilbronner Falken auf dem Eis, spielen bei den REV Heilbronn Dragons.

Inline-Skaterhockey wird nicht mit einem Puck, sondern mit Ball gespielt: Eishockey-Verteidiger Malte Krenzlin (rechst) hat sich in den ersten Trainings gut angestellt.
Inline-Skaterhockey wird nicht mit einem Puck, sondern mit Ball gespielt: Eishockey-Verteidiger Malte Krenzlin (rechst) hat sich in den ersten Trainings gut angestellt.  Foto: Lina Bihr

Eigentlich würden die Heilbronner Falken derzeit in den Playoffs um den Titel in der Eishockey-Oberliga kämpfen. An diesem Freitag beginnen die Viertelfinalserien. Doch aufgrund der Insolvenz der Falken GmbH & Co. KG haben die Falken-Spieler aktuell sehr viel Freizeit. Deshalb tauscht Freddy Cabana die Schlittschuhe gegen Inline-Skates. Er spielt zusammen mit Malte Krenzlin in diesem Sommer für die REV Heilbronn Dragons in der 2. Bundesliga Inline-Skaterhockey.

„Jetzt mit der längeren Sommerpause habe ich gedacht, warum nicht“, erklärt der 39-jährige Deutsch-Kanadier. Mit seinem Wechsel auf Inline-Skates schlägt Cabana zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen bleibt er sportlich fit, zum anderen kann er an individuellen Fähigkeiten arbeiten, die ihn auch auf Schlittschuhen weiterbringen.

Cabana und Krenzlin feilen beim Inline-Skaterhockey weiter an ihrer Technik

Schon in den vergangenen Jahren hat der Falken-Kapitän im Sommer auf Inline-Skates „für mich selbst an meiner Stocktechnik oder manche Bewegungen auf einem Basketballplatz trainiert“, erzählt der 39-Jährige. Nun hofft Cabana, dass er vom Training mit einer Inline-Skaterhockey-Mannschaft noch mehr profitiert. Denn „es ist fast genauso wie Eishockey, auch wenn es Unterschiede gibt. Es macht Spaß, auch auf Inlinern mit dem Schläger spielen zu können“, berichtet der Deutsch-Kanadier.

„Wenn man Schlittschuhlaufen kann, kann man auch mit Inline-Skates fahren.“

Freddy Cabana

Dennoch sei es erst einmal eine Umstellung, nicht auf Kufen auf dem Eis, sondern mit Rollen auf festem Untergrund zu stehen, erzählt Freddy Cabana. „Wenn man Schlittschuhlaufen kann, kann man auch mit Inline-Skates fahren. Aber das Gefühl von Rollen statt Eis unter den Füßen“ sei doch ein anderes.

Dragons-Spieler können besser bremsen und sind trickreicher

„Man kann nicht die gleichen Bewegungen machen – das fängt schon beim Bremsen an. Da haben die langjährigen Dragons-Spieler erst mal einen Vorteil gegenüber uns Eishockeycracks. Sie sind deutlich besser im schnellen Bremsen oder bei kleinen Tricks. Das müssen wir alles erst noch lernen an.“ Bei der Spielübersicht, dem Passen und Schießen gebe es aber kaum Unterschiede zwischen beiden Sportarten, so Cabana.

„Nicht jeder Eishockeyspieler ist sofort ein Skaterhockeyspieler.“

Michel Uhlig

Das sieht auch Michel Uhlig so. „Nicht jeder Eishockeyspieler ist sofort ein Skaterhockeyspieler“, sagt der frisch gewählte REV-Vorsitzende und Inline-Skaterhockey-Abteilungsleiter. „Aber als Eishockeyspieler hat man das Bewegungstalent. Und als Profis bringen Freddy und Malte einfach eine überragende Spielübersicht und Erfahrung mit.“

Cabana: Die Dragons sind eine ganz gute Truppe

Ganz Neuland ist Inline-Skaterhockey für Cabana nicht. „In meiner Jugend habe ich in meiner Heimat Sherbrooke in Quebec mit Freunden in einer Liga gespielt“, erzählt der Deutsch-Kanadier. „Das hat immer sehr viel Spaß gemacht.“ Diesen Spaß hat der 39-Jährige auch mit den Dragons. „Das ist eine ganz gute Truppe von Jungs. Jedes Training macht richtig Spaß“, berichtet Cabana. „Ich freue mich schon auf die ersten Spiele.“ 

„In meiner Jugend habe ich in meiner Heimat Sherbrooke in Quebec mit Freunden in einer Liga gespielt“, sagt der Deutsch-Kanadier Freddy Cabana, der sich aber erst noch wieder an die Inline-Skates gewöhnen muss.
„In meiner Jugend habe ich in meiner Heimat Sherbrooke in Quebec mit Freunden in einer Liga gespielt“, sagt der Deutsch-Kanadier Freddy Cabana, der sich aber erst noch wieder an die Inline-Skates gewöhnen muss.  Foto: Lina Bihr

Sein Debüt feiert er an diesem Samstag bei der Heimpremiere des REV Heilbronn in der 2. Bundesliga Süd. Um 18.30 Uhr empfangen die Dragons die Badgers Spaichingen im Landesleistungszentrum für Rollsport am Europaplatz. Die ersten beiden Auswärtsspiele bei den SG Langenfeld Devils (3:5) und bei den Düsseldorf Rams II (3:9) am vergangenen Wochenende setzte Cabana noch aus.

Das Ziel des Zweitligisten ist der Klassenerhalt

„Ich wollte erst noch ein paar Trainingseinheiten mehr absolvieren, wollte wieder reinkommen auf Inlinern“, erklärt  der 39-jährige Freddy Cabana. „Vor diesen beiden Spielen stand ich nur zwei Mal auf Inlinern.“ Das Saisonziel des Aufsteigers ist klar: Klassenerhalt. „Der ist nicht unmöglich, aber eine Herkulesaufgabe“, sagt Michel Uhlig.

Die Schwierigkeit sei beim Aufstieg bewusst gewesen, so Uhlig. „Wir wollten unseren jungen Spielern aber die Chance bieten, in der zweiten Liga zu spielen.“ Denn an Aufgaben wachse man auch. Mut machen die ersten Ergebnisse. „Im Skaterhockey verliert man schnell auch mal 1:15. Es hätte also ganz anders laufen können“, erklärt der REV-Chef. „Außerdem wurden alle Einzelziele, die sich die Jungs für jedes Drittel gesetzt haben, mit wenigen Ausnahmen erfüllt.“ 

In der Probephase

Malte Krenzlin stand im Gegensatz zu Freddy Cabana noch nie im Wettkampf auf Inline-Skates. „Malte ist noch in der Probephase, hat erst zwei Trainingseinheiten im Inline-Skaterhockey absolviert“, berichtet der 39-jährige Deutsch-Kanadier. „Aber ich gehe davon aus, dass er auch die Saison spielen wird.“ Denn der 22 Jahre alte Falken-Verteidiger habe sich gut angestellt. „Die ersten zehn Minuten habe es sich komisch angefühlt, hat er selbst gesagt. Aber Malte hat sich sehr gut geschlagen“, erzählt Cabana.

Nach oben  Nach oben