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Kommentar zum Löw-Abschied: Chance und Risiko

  
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Nun besteht Klarheit darüber, dass Joachim Löw nach der EM im Sommer 2021 als Bundestrainer aufhört. Die frühzeitige Ankündigung bedeutet Chance und Risiko zugleich, findet unser Kollege, der bereits einen Nachfolger im Blick nach.

2021 wird als das Jahr der großen Veränderungen in die deutsche Geschichte eingehen. Die zwei wichtigsten Bundesämter werden neu besetzt. Bundeskanzlerin Angela Merkel geht im September, Bundestrainer Joachim Löw nach der EM im Juli. 

Es passt zum Schwarzwälder Löw, dass er sich frühzeitig positioniert, noch vor seinem letzten Turnier selbstbestimmt Fakten schafft und sich nicht abhängig macht vom Verlauf der EM. Klar ist: Löw hat rückblickend die Chance verpasst, 2014 nach dem WM-Triumph auf dem Höhepunkt zurückzutreten. Als WM-Versager 2018 wollte er dies nicht tun. Damals fehlte es zudem an Nachfolge-Optionen. 

Seine Rückzugs-Ankündigung ist Chance und Risiko zugleich. Chance, weil sie Kräfte bei den Nationalspielern freisetzen kann, um Joachim Löw den bestmöglichen Abschied zu ermöglichen. Sie kann aber auch den gegenteiligen Effekt haben, wenn Löw zur lahmen Ente wird. Für den von Löw in den vergangenen Jahren knallhart vorangetriebenen Neuaufbau der DFB-Elf könnte es das Ende bedeuten, je nachdem, wer auf Löw folgt.  

Die DFB-Spitze muss nun alles dafür tun, den in Liverpool in der Krise steckenden Jürgen Klopp für die Löw-Nachfolge zu begeistern. Klappt das nicht, wäre vielleicht ein Trainerimpuls aus dem Ausland sinnvoll. 

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