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Going (dpa)

Meira wechselt vom VfB zu Galatasaray Istanbul

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Mit dem Verkauf von Fernando Meira an Galatasaray Istanbul hat der VfB Stuttgart eine weitere offene Personalie zu den Akten gelegt.

Fernando Meira spielt künftig für Galatasaray Istanbul.
Fernando Meira spielt künftig für Galatasaray Istanbul.

Nachdem sich beide Vereine über die Bedingungen des Wechsels geeinigt hatten, löste der Portugiese am Mittwoch seinen bis Juni 2010 laufenden Kontrakt beim VfB persönlich auf. «Er hat sich noch vom Präsidium und den Mitarbeitern in der Geschäftsstelle verabschiedet. Es soll sehr emotional gewesen sein», sagte VfB-Sportdirektor Horst Heldt im Trainingslager der Schwaben im österreichischen Going.

Beim von Michael Skibbe trainierten türkischen Meister, der Fernando Meira schon am späten Dienstagabend als Neuzugang vorgestellt hatte, unterschrieb der 30-Jährige einen Vierjahresvertrag. Über die Transfersumme bewahrten die Vereine Stillschweigen. Sie soll jedoch bei rund fünf Millionen Euro liegen und damit etwa die gleiche Summe betragen, die sich der VfB die Verpflichtung des niederländischen Nationalverteidigers Khalid Boulahrouz vom FC Chelsea kosten ließ. «Ich denke, alle Seiten können zufrieden sein und dann ist es doch immer am besten», sagte Heldt. «Fernando wird immer ein Stück Geschichte des Vereins bleiben.»

Meira stand seit Januar 2002 in Diensten der Stuttgarter und führte das Team 2007 als Kapitän zur deutschen Meisterschaft. Wegen seiner Wechsel-Absichten hatte Trainer Armin Veh ihn jedoch zuletzt als Spielführer abgesetzt. «Ich war von Veh enttäuscht, dass er es mir nicht persönlich gesagt hat», kritisierte der Verteidiger via «Sport Bild» den VfB-Coach. Leicht sei ihm die Entscheidung dennoch nicht gefallen. «Der Schritt fällt mir schwer. Es ist ein Stück Wehmut dabei, dass ich nun gehe», erklärte Meira, dem angeblich auch Angebote von Tottenham Hotspur und Panathinaikos Athen vorlagen. Am Bosporus sucht er nun eine neue Herausforderung: «Ich weiß, dass Galatasaray nicht nur in der Türkei, sondern auch in Europa erfolgreich spielen will.»

Spätestens mit der Verpflichtung von Boulahrouz zu Beginn dieser Woche war der Abschied von Meira aus Sicht der Stuttgarter offensichtlich beschlossene Sache. Veh hatte die Akte Meira jedenfalls schnell geschlossen. Mit dem deutschen Nationalspieler Thomas Hitzlsperger hat er Meiras Nachfolger als Kapitän bereits ernannt. Und auf Meiras Weggang angesprochen, redete der Coach im Trainingslager bereits lieber über seinen neuen Innenverteidiger. «Für mich war wichtig, dass Boulahrouz da ist, denn den wollte ich unbedingt», sagte der 47-Jährige.

Dass sein «Wunschspieler» anders als die anderen beiden EM- Nachzügler Mario Gomez und Hitzlsperger im österreichischen Nieselregen schon an seinem zweiten Tag das volle Trainingsprogramm absolvierte, hatte aber sogar Veh etwas überrascht. «Das war eigentlich nicht vorgesehen, aber er hat sich gut gefühlt», sagte Veh. Ein Einsatz von Boulahrouz im wichtigen Heimspiel der dritten UI-Cup-Runde am Sonntag gegen Saturn Ramenskoje (Hinspiel 0:1) sei aber «im Normalfall kein Thema».

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