Risi verabschiedet sich in München mit Sieg
Der Schweizer Radprofi Bruno Risi hat beim Münchner Sechstagerennen einen perfekten Abschied gefeiert.

Zusammen mit seinem Partner Franco Marvulli fing der 41-jährige Risi, der nach dieser Hallensaison seine Karriere beendet, in der Münchner Olympiahalle noch die zum Auftakt der letzten Nacht führenden Dänen Alex Rasmussen und Michael Morkov ab und fuhr vor 7900 Zuschauern den umjubelten Erfolg heraus. Für Risi/Marvulli war es der erste Sixdays-Sieg seit Juli 2008 in Turin. Leif Lampater/Christian Grasmann (Schwaikheim/Irschenberg) fuhren auf den dritten Rang.
Erst in der vorletzten Nacht hatten die Dänen Rasmussen/Morkov die Führung erobert, mussten diese am spannenden Abschlussabend aber wieder an Publikumsliebling Risi abgeben. Der Schweizer verabschiedete sich überschwänglich von den Münchner Radsport-Fans. «Das ist ein unheimlich emotionaler Moment für mich», sagte Risi. «Was ich hier in München erleben durfte, war einfach großartig.»
Wie schon in den beiden Jahren davor entpuppte sich die 46. Austragung des Münchner Sechstagerennens erneut als Minusgeschäft. Anstatt der erhofften 64 000 Zuschauer zog es nur 52 100 in die Olympiahalle - das ist im Vergleich zu 2008 ein Minus von 8000. «Wir haben unser Ziel verfehlt, das ist ganz klar», sagte Veranstalter Klaus Cyron. Trotz allem soll das Rad-Ereignis in womöglich verkürzter Form am Leben erhalten werden. «Wir werden alles versuchen, diese Traditionsveranstaltung in irgendeiner Weise fortführen zu können», sagte Olympiapark-Chef Ralph Huber.





Stimme.de