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Hamburg (dpa)

Michaels-Beerbaum reitet in Hamburg zum Sieg

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Mit einem Favoritensieg durch Meredith Michaels-Beerbaum ist das Mercedes-Championat von Hamburg zum Auftakt des 80. Deutschen Spring-Derbys zu Ende gegangen.

Roger-Yves Bost überspringt 2008 mit seinem Pferd ein Hindernis.
Roger-Yves Bost überspringt 2008 mit seinem Pferd ein Hindernis.

Die dreimalige Weltcup-Gewinnerin aus Thedinghausen setzte sich im Stechen mit ihrer Hannoveraner Stute Checkmate mit dem schnellsten fehlerfreien Ritt von 43,01 Sekunden vor der 28-jährigen Hamburgerin Janne Friederike Meyer mit Lambrasco (44,89) durch. Für ihren Sieg erhielt Michaels-Beerbaum eine 35 000 Euro teure Luxuslimousine.

In der ersten Qualifikation zum Deutschen Spring-Derby behauptete sich der 38 Jahre alte Mecklenburger Heiko Schmidt (Neu Benthen) mit Coverlady in fehlerfreien 91,35 Sekunden vor dem Belgier Patrick Mc Entee mit Calva Mury Marais, der Dänin Tina Lund mit Zamiro und dem brasilianischen Olympiasieger von 2004, Rodrigo Pessoa mit Champ. Einen starken Tag hatten die Mecklenburger Reiter. Sie brachten in der ersten Derby-Qualifikation in Heiko Schmidt, Thomas Kleis (Gadebusch/5.), dem vorjährigen Derbysieger André Thieme (Plau am See/6.) und Matthias Granzow (Passin/9.) gleich vier unter die ersten Zehn.

Das Stechen in der Qualifikation zum Großen Preis von Hamburg wurde zum Triumph der derzeit stärksten deutschen Springreiterinnen. Diese ließen auch dem Hamburger Derby-Favoriten Carsten-Otto Nagel (Wedel) mit seiner Holsteiner Stute Corradina (45,11), der lange wie der sichere Sieger ausgesehen hatte, keine Chance. Meredith Michaels-Beerbaum und Janne Friederike Meyer waren mit ihrem Tempo eine Klasse für sich.

Die beiden in der jüngsten Vergangenheit durch eine Doping-Affäre bzw. umstrittene Medikationen an ihren Pferden in die Diskussion geratenen deutschen Nationen-Preis-Reiter Christian Ahlmann (Marl) und Marco Kutscher (Hörstel), die ebenfalls das Stechen erreicht hatten, mussten mit den Plätzen vier und fünf zufrieden sein.

Zu den nun schon Monate währenden Diskussionen um Doping im deutschen Pferdesport sagte der neue Bundestrainer Otto Becker: «Solange der internationale Verband keine Entscheidung oder kein Urteil gefällt hat, habe ich keine Absicht, auf Marco Kutscher bei der Europameisterschaft in Windsor zu verzichten. Solange offiziell nichts gegen ihn vorliegt, gibt es für mich keine Zweifel, dass ich Marco Kutscher für die Europameisterschaft nominieren kann, wenn er sich sportlich qualifiziert.»

Das Eröffnungsspringen konnte Roger Yves Bost für sich entscheiden. Der Routinier aus Frankreich absolvierte mit seinem zwölfjährigen Wallach Jovis de Ravel in 59,00 Sekunden den schnellsten fehlerfreien Ritt. Bost verwies damit den Olympiasieger von 2004, Rodrigo Pessoa aus Brasilien, mit der Holsteiner Stute Cantate (60,17) und Cassio Rivetti aus der Ukraine mit Sandy (60,82) auf die Plätze. Bester Deutscher wurde auf Rang vier der Holsteiner Andre Schröder aus Lentföhrden mit Ontario (61,23).

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