Mehr Zuschauer denn je bei der Deutschland Tour: Teilnahme von Florian Lipowitz war gelungener PR-Coup
Die neue deutsche Radsport-Hoffnung Florian Lipowitz hat die Massen an die Strecke der Deutschland Tour geführt. Möglicherweise nächstes Jahr auch wieder in der Region.

Florian Lipowitz wirkt in Interviews nach wie vor so, als ob er selbst nicht recht versteht, warum plötzlich alles was er sagt und macht von öffentlichem Interesse ist. In dieser Hinsicht gleicht der 24-Jährige seinem Vorgänger in den Annalen der deutschen Radsport-Helden: Jan Ullrich. Als der sich 1996 bei der Tour de France ins Rampenlicht fuhr, wirkte er vor den Kameras immer wie ein waidwundes Rehlein.
Lipowitz hat sich bei der Tour de France in die Herzen der Deutschen gefahren
Dass es dem Sportlichen Leiter Fabian Wegmann gelungen ist, den Tour-Dritten Lipowitz zur Teilnahme an der diesjährigen Deutschland Tour zu bewegen, war ein gelungener PR-Coup. Der bescheidene Schwabe hatte sich erst im Juli in die Herzen der Deutschen gefahren – und da nutzten viele die unmittelbare Gelegenheit, die neue Radsport-Hoffnung mal leibhaftig zu sehen.
Selbst ohne sportliche Erfolge erfüllt Lipowitz die Rolle als Zugpferd
Dass schon vor dem Start in Essen klar war, dass Lipowitz aufgrund des Profils der einzigen Rundfahrt auf deutschem Boden weder als Etappen- noch als Gesamtsieger in Erscheinung treten würde, spielte keine Rolle. Als Zugpferd funktionierte der frühere Biathlet bestens, schrieb brav Autogramme und posierte für Selfies. Sollte Lipo seine Leistungen bei der Frankreich-Rundfahrt 2026 bestätigen, dürfte sich der Hype um seine Person nächstes Jahr auch im ersten Etappen-Zielort der D-Tour – in Schwäbisch Hall – fortsetzen.

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