Ariane Friedrich Zweite - Spank bangt um Olympia
Ariane Friedrich hat den erhofften ersten deutschen Frauen-Sieg beim internationalen Hochsprung-Meeting in Eberstadt verpasst, der Dresdner Raul Spank muss weiter auf sein Olympia-Ticket warten.

Mit ihrem zweiten Platz hinter Olympiasiegerin Jelena Slesarenko (Russland) sorgte die Saison-Überfliegerin aus Frankfurt/Main aber zumindest für das beste Ergebnis aus nationaler Sicht. Die 24-Jährige übersprang bei der 30. Auflage der Traditionsveranstaltung 2,00 Meter. Slesarenko schaffte jedoch 2,02 Meter und feierte im Weindorf ihren ersten Sieg. Rang drei teilten sich Ruth Beitia (Spanien) und Vita Palamar (Ukraine/beide 1,95).
Bei den Männern gab es den ersten Doppelsieg der Meeting-Geschichte. Der Kubaner Victor Moya und der britische Newcomer Martin Bernard teilten sich vor 1500 Zuschauern den ersten Platz mit angesichts des Weltklassefeldes eher enttäuschenden 2,30 Metern vor dem höhengleichen Polen Michal Bieniek auf Rang drei. Als einer von insgesamt sechs 2,30-Meter-Springern wurde Olympiasieger Stefan Holm (Schweden) nur Fünfter.
Spank belegte mit einer Höhe von nur 2,27 Metern als bester Deutscher den achten Platz. Der 19-Jährige hat damit bei den deutschen Meisterschaften in Nürnberg seine letzte Chance, die Olympia-Norm von 2,30 Metern zum zweiten Mal zu erfüllen und sich das Ticket für Peking zu sichern. «Die Kulisse hat mich mitgerissen, deshalb war ich bei 2,30 Meter etwas übermotiviert», sagte Spank. Eike Onnen (Hannover) hatte wegen einer Knieverletzung kurzfristig abgesagt.
Bei den Frauen hatte Favoritin Slesarenko bis zum Schluss um ihren Erfolg bangen müssen, ehe Friedrich beim Versuch einer neuen persönlichen Bestleistung von 2,04 Metern scheiterte. «Ich bin schon ein bisschen traurig, denn ich war so nahe am Sieg dran», sagte Friedrich. «Aber gegen eine Olympiasiegerin zu verlieren, ist ja keine Schande.»
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