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Hamburg (dpa)

Speere - seit der Steinzeit im Einsatz

  
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Speerwerfen hat in Deutschland Tradition. Wie weit sie zurückreicht, erregte nicht nur unter Wissenschaftlern Aufsehen: rund 400 000 Jahre.

Der Bewegungsablauf beim Speerwerfen.
Der Bewegungsablauf beim Speerwerfen.

In Niedersachsen wurden 1995 bei Grabungen im Schöninger Tagebau Holzspeere aus der Altsteinzeit gefunden, die ältesten vollständig erhaltenen Wurfspeere der Welt. Der Fund veränderte das Bild des Urmenschen nachhaltig. Die mit großem Geschick bearbeiteten Holzspeere von Schöningen machten den Urzeitmenschen Homo erectus für die Wissenschaft zum gut organisierten Großwildjäger. Die Fichtenholzwaffen bewiesen, dass er kein sprachloser Aasfresser war.

Mit einem Gewicht von etwa 600 Gramm und einer durchschnittlichen Länge von rund 2,20 Meter entsprechen die Steinzeitwaffen in etwa heutigen Damenspeeren. Als Sportwissenschaftler Nachbauten der Schöninger Speere von Spitzenathleten testen ließen, kamen sie zu einem erstaunlichen Ergebnis - die Wurfeigenschaften waren denen heutiger Sportgeräte durchaus ebenbürtig.

Auch in der Antike waren Speere beliebt. So verwendeten die Griechen sie nicht nur auf der Suche nach sportlichen Erfolgen, sondern auch militärisch zum schnöden Durchbohren der Feinde. Speere und Lanzen waren auch bei Römern und Germanen beliebte Waffen.

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