Hohe Hürden auf dem Weg zu Olympia in Deutschland
Die Deutschen haben Lust auf Olympia, wie nach München auch das zweite positive Votum von Nordrhein-Westfalen für Olympische und Paralympische Spiele zwischen 2036 und 2044 zeigt. Doch der Weg bis zum Zuschlag durch das IOC ist noch sehr lang und dornenreich.

Nach München haben nun auch die Bürger in Nordrhein-Westfalen – mit gutem Zustimmungswert, aber bei geringer Wahlbeteiligung – ihr „Ja“ zu Olympischen und Paralympischen Spielen zwischen 2036 und 2044 gegeben. Das zeigt, dass die Deutschen Lust auf Olympia haben und auch die Entscheider mehr Ernsthaftigkeit an den Tag legen.
Gute Zustimmungswert, aber geringe Wahlbeteiligung
Das ist eine gute Nachricht, aber nicht mehr. Auch wenn die Politik das Votum feiert, als habe sie bereits den Zuschlag des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) erhalten. Bis dahin ist es noch ein verdammt langer Weg, denn der internationale Wettbewerb ist ein ganz anderes Kaliber als der erste Schritt zur nationalen Ausscheidung – einer mit weit höheren (sport-)politischen Hürden.
Der internationale Wettbewerb ist ein anderes Kaliber
Dafür braucht es einen starken Deutschen Olympischen Sportbund, der im engen Schulterschluss mit der Politik und Wirtschaft weltweit Networking und Lobbyarbeit betreibt. Bisher fällt der träge Tanker DOSB jedoch eher durch zähe Prozesse und einem schwachen Präsidenten auf. Es braucht weit mehr Power. Der starke Mann ist ohnehin ein anderer: Präsidiumsmitglied Michael Mronz, seit 2023 IOC-Mitglied und von Präsidentin Kirsty Coventry im September in die Arbeitsgruppe kommerzielle Partnerschaften und Marketing berufen. Er zieht die Strippen, hat als Sportmanager eigene Ziele und Visionen.

Stimme.de