Triumph im Zweierbob: Deutsche Teams holen alle Medaillen
Im Zweierbob haben Johannes Lochner und Georg Fleischhauer den ersten Platz bei den Olympischen Winterspielen in Italien erreicht. Außerdem landen auch zwei weitere deutsches Team auf dem Treppchen.
Bei den Olympischen Winterspielen hat es weitere Medaillen für die deutschen Sportler gegeben. Johannes Lochner und Georg Fleischhauer holen im Zweierbob Gold. Auf Platz zwei landet ebenfalls ein deutsches Team mit Francesco Friedrich und Alexander Schuller. Bronze geht an Adam Ammour und Alexander Schaller aus Deutschland.
Johannes Lochner und Georg Fleischhauer holen Gold im Zweierbob bei Olympischen Spielen
Nach Lauf drei standen die drei deutschen Teams ganz oben in der Tabelle – in derselben Reihenfolge wie später auf dem Treppchen: Adam Ammour und Alexander Schaller, Francesco Friedrich und Alexander Schuller sowie auf Platz 1 Johannes Lochner und Georg Fleischhauer.

Der Eiskanal im italienischen Cortina hat den deutschen Athleten Glück gebracht. Drei Gold-Medaillen, fünf Silber-Medaillen und vier Bronze-Medaillen ergatterten sich die Sportler allein in den Sportarten Skeleton, Bobsport und Rennrodeln. Unter anderem ging Gold an das Mixed Team der Rennrodler, von denen alle Athleten bereits zuvor Medaillen in anderen Kategorien erreicht hatten.
Lochner bei Kufenwahl und Fahrlinie besser
Da die Deutschen allesamt mit dem FES-Schlitten der Baunummer 211 unterwegs sind, kam es am Ende auf Kufenwahl und Fahrlinie an. Zwar vermutete Friedrich, dass sein Dauerrivale "am Set-up irgendwas gefunden hat, was wahnsinnig gut läuft". Doch der Bayer konterte prompt: "Das mag er gerne glauben." Im gleichen Atemzug verwies er auf seine Fahrlinie. "Wenn man genau hinschaut, sieht man schon, dass ich ein bisschen anders fahre als die anderen. Das ist einfach das Geheimnis hier auf der Bahn", sagte Lochner.
Mit seinem Können an den Lenkseilen ging ihm "die Bahn total gut von der Hand. Ich habe mich von Anfang an wohlgefühlt. Es sind minimalste Lenkbewegungen genau an der richtigen Stelle", analysierte Lochner und ergänzte, "dass Francesco an vielen Stellen mehr zu kämpfen hat, mehr lenkt".
Das summiere sich. Bei den großen Abständen spiele die Kufenwahl dann eher eine untergeordnete Rolle. Nach dpa-Informationen fuhr Lochner wie auch Friedrich eigens präparierte Kufen. Auffällig ist auch: Der Bayer fährt mit Spoiler am Helm, der Sachse ohne.
Lochner und Fleischhauer setzten Dominanz aus dem Weltcup fort
Die Dominanz im neu gebauten Cortina Sliding Centre deutete sich schon im Weltcup an. Lochner gewann mit Fleischhauer sechs von sieben Rennen. Nur einmal war er hinter Friedrich, als er ausgerechnet in Sigulda mit dessen Ex-Anschieber Thorsten Margis an den Start ging. "Wir machen genauso weiter, so wie die ganze Saison schon. Das sind optimierte Abläufe", sagte Modellathlet Fleischhauer. Der Anschieber präsentiert seinen gestählten Körper auch auf der Erotik-Plattform OnlyFans.
Friedrich, der mit seiner fünften Goldmedaille im Viererbob zum erfolgreichsten Bob-Piloten bei Winterspielen aufsteigen könnte, hatte diesmal auch nicht den gewohnten Startvorsprung. Die Arbeit im Team Lochner mit Athletik-Trainer Kevin Kuske, der einst André Lange zu vier Olympiasiegen schob, hat sich ausgezahlt.
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