FIFA beschließt Trainerinnen-Quote für Frauen-Turniere
Unter anderem bei der WM 2027 der Fußballerinnen müssen Chefcoach oder Assistenz weiblich sein. Das schreibt die FIFA nun vor. Auch im medizinischen Stab und auf der Bank gelten neue Vorgaben.

Der Fußball-Weltverband FIFA führt eine Trainerinnen-Quote für seine Frauen-Turniere ein. So muss schon bei der nächsten Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien entweder der Chefcoach oder dessen Assistenz weiblich sein, wie der FIFA-Rat beschloss. Die Regelung gilt auch für den Nachwuchsbereich. Erstmals umgesetzt werden soll die neue Richtlinie bei der WM der U20-Juniorinnen im September in Polen.
Die FIFA schreibt auch vor, dass künftig mindestens ein Mitglied der medizinischen Abteilung weiblich sein muss. Zudem müssen auf der Bank mindestens zwei Frauen als Mitglieder des offiziellen Stabs sitzen. Der Vorstoß soll laut FIFA unter anderem dazu führen, dass mehr Trainerinnen in Führungspositionen kommen. Bei der Frauen-WM 2023 waren lediglich zwölf der 32 Teamchefs weiblich.
Infantino: Neue Vorgaben «das absolute Minimum»
Die neuen Vorgaben seien für ihn «das absolute Minimum», sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino. «Wenn es nach mir ginge, wäre ich noch weiter gegangen. Aber es ist natürlich ein sehr, sehr wichtiger, konkreter Schritt, um die Präsenz von Frauen bei Wettbewerben im Frauenfußball zu stärken.»
Beim Deutschen Fußball-Bund hat die Entscheidung für die höchste sportliche Ebene keine unmittelbaren Folgen. Bundestrainer Christian Wück assistieren derzeit die beiden Ex-Nationalspielerinnen Maren Meinert und Saskia Bartusiak. Auch in der weiteren sportlichen Leitung und im medizinischen Stab würde der Verband die geforderten Quoten aktuell erfüllen.
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