Riesiger Knall bei Audi in der Formel 1: Teamchef Wheatley tritt zurück
Jonathan Wheatley ist nicht mehr Formel-1-Teamchef von Audi. Nach nur zwei Rennen gehen der Autobauer und der 58-Jährige getrennte Wege. Das sind die Hintergründe.
Nach vier Jahren Vorbereitungszeit hat das neue Werksteam von Audi vor zwei Wochen in Melbourne (Australien) sein erstes Rennen in der Formel 1 bestritten. Gleich bei der Premiere sammelte Gabriel Bortoleto die ersten beiden WM-Punkte.
Auch eine Woche später beim Grand Prix von China zeigte sich: Audi ist auf Anhieb im Mittelfeld unterwegs.
Plötzlicher Rücktritt von Teamchef Jonathan Wheatley sorgt für Unruhe im Audi-Projekt
Doch nun der große Knall: „Jonathan Wheatley wird das Team aus persönlichen Gründen mit sofortiger Wirkung verlassen. Wir danken ihm für seine Arbeit und wünschen ihm alles Gute für seine Zukunft“, heißt es in einer offiziellen Mitteilung des Teams. Der 58-Jährige ist ein alter Hase in der Königsklasse und fungierte als Teamchef. Seine Aufgaben übernimmt vorerst Mattia Binotto, der das Formel-1-Projekt bei Audi leitet.
Audi-Vorstandschef Gernot Döllner am Freitag beim Team in Hinwil
„Mattia Binotto und das Team werden den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen. Unsere Ausrichtung bleibt unverändert: Wir konzentrieren uns mit aller Kraft darauf, ein Hochleistungsteam aufzubauen, das ab 2030 um Weltmeisterschaften in der Formel 1 fährt“, sagte Audi-Chef Gernot Döllner in einer ersten Stellungnahme.

Nach Informationen der Heilbronner Stimme ist Döllner am vergangenen Freitag (20. März) zum Team nach Hinwil in die Schweiz gereist, um die Mannschaft persönlich zu informieren. Der plötzliche Abgang von Wheatley kommt für viele überaschend, nicht nur bei Audi, sondern innerhalb der gesamten Motorsportszene.
Audi: Eheemaliger Teamchef wird mit Aston Martin in Verbindung gebracht
Nun kursieren natürlich viele Gerüchte. „Es ist eine Mischung aus viele Dingen“, berichtet ein Insider unserer Zeitung. „Zwischen Binotto und Wheatley hat die Chemie von Anfang an nicht gepasst. Zuletzt hat es ziemlich geknallt.“
Zudem wird Wheatley als neuer Teamchef von Aston Martin gehandelt. Dort soll sich Adrian Newey dann wieder mehr auf die Technik konzentrieren. Allerdings, so berichtet der Insider, habe Wheatley eine Wettbewerbssperre in seinem Vertrag, die ihn an einem sofortigen Wechsel zu einem anderen Team hindert. Es ist also fraglich, ob der Brite in diesem Jahr überhaupt noch einen neuen Job antreten kann.

Stimme.de