Es braucht einen Kompromiss

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Die Olympischen Winterspiele in Norditalien können der deutschen Bevölkerung Ängste nehmen. Egal, welche deutsche Stadt oder Region sich bewirbt, wer Nachhaltigkeit lebt, kommt um weitere Wege nicht umhin.

Zum Start der Olympische Winterspiele hat es in Cortina geschneit. In weit entfernten Mailand hingegen war zuletzt eher Regenwetter.
Zum Start der Olympische Winterspiele hat es in Cortina geschneit. In weit entfernten Mailand hingegen war zuletzt eher Regenwetter.  Foto: Michael Kappeler

Es sind besondere Olympische Spiele in Mailand und Cortina. Weil sie in schwierigen politischen Zeiten stattfinden. Weil es die 25. Winterspiele sind, die nach einer 20-jährigen Reise zu ihren Ursprüngen zurückkehren. Weil es die ersten Spiele unter der Präsidentschaft einer Frau sind. Weil es für 122 der 185 Athletinnen und Athleten aus Deutschland der erste Auftritt auf der größten Bühne des Sports ist. Weil in Deutschland, wo eine Bewerbung für Olympische und Paralympische Sommerspiele beschlossene Sache und politisch gewollt ist, besonders hingeschaut wird: Können die Spiele in schmalen norditalienischen Tälern, traditionellen Wintersportorten bis in die Millionenstadt Mailand begeistern?

Die Entfernungen sind ein Mangel, aber keine verkehrte Idee

Dass die Wettkampfstätten so weitläufig verteilt liegen, ist ein Mangel. Aber keine verkehrte Idee: So können weitestgehend bestehende Anlagen genutzt, Ressourcen geschont werden. Diesen Kompromiss muss man akzeptieren, gerade bei Winterspielen. Das Internationale Olympische Komitee um Kirsty Coventry wünscht das. Und das sollte auch der deutschen Bevölkerung Ängste vor exorbitanten Investitionen nehmen. Egal, ob Berlin, Hamburg, München oder Köln-Rhein-Ruhr im September Deutschland im internationalen Bewerbungsprozess um eine Kandidatur für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 vertreten wird, da wie dort wird das Großereignis den Sportstätten, der Struktur, der gesamten Bevölkerung zugutekommen. Sport hält in Bewegung. Bewegung hält gesund.

Die Olympische Bewegung hat nach wie vor eine spürbare Kraft

Olympia ist groß. Dabei ist nicht alles Gold, Silber und Bronze, was glänzt. Aber die Olympische Bewegung hat nach wie vor Kraft. Das ist schon seit Tagen in der Ringe-Region zu spüren. Trotz der riesigen Entfernungen zwischen den Wettkampfstätten. Der flüchtige und der detaillierte Blick auf die Olympischen Spiele 2026 lohnt. Selten war er so facettenreich.

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