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„Haben uns bei den Stuttgarter Kickers Neid erarbeitet“ -  Freibergs Sportchef kontert Spruchband 

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SGV Freiberg erwartet die Stuttgarter Kickers am Montag zu einem Regionalliga-Duell mit brisanter Vorgeschichte, die nicht nur rein sportlicher Natur ist. 

Schnelles Wiedersehen: Freibergs Meghon Valpoort (rechts) und der Stuttgarter David Udogu (links) sind erst im WFV-Pokal aufeinander getroffen.
Schnelles Wiedersehen: Freibergs Meghon Valpoort (rechts) und der Stuttgarter David Udogu (links) sind erst im WFV-Pokal aufeinander getroffen.  Foto: IMAGO/DROFITSCH/EIBNER

Ein stimmungsvoller Rahmen ist gewiss, wenn an diesem Ostermontag (14 Uhr) die Stuttgarter Kickers im Freiberger Wasenstadion gastieren. Etwa 2500 Zuschauer werden erwartet. „Das hat die Partie verdient. Für uns ist ein Spiel gegen die Stuttgarter Kickers immer ein Highlight“, sagt Mario Estasi, der Sportliche Leiter des Regionalligisten SGV Freiberg.

Zum letzten Mal fungiert das Derby als S-Bahn-Duell, die S 4 verbindet beide Städte. Ganz unabhängig davon, ob der Sport- und Gesangsverein nun in der nächsten Saison in der 3. Liga spielt oder doch in der Spielzeit 2026/27 in der Regionalliga antritt und dann erneut auf die Kickers trifft, die aktuell als Tabellensechster stattliche 13 Punkte hinter dem SGV Freiberg liegen. Eine S-Bahn von Stuttgart nach Heilbronn, wo der neue SGV Heilbronn-Freiberg künftig im Frankenstadion kickt, existiert nicht. Und große Sympathien für die kleinen Freiberger, die gibt es aus dem großen Stuttgart ebenfalls nicht.

Beleidigungen sind auch eine Form vor Wertschätzung 

Beim WFV-Pokalduell vor kurzem war im Kickers-Fanblock ein geschmackloses Spruchband gegenüber SGV-Präsident Emir Cerkez zu lesen. Fotos davon liegen der Redaktion vor. „Ich habe es kurz gelesen. Es war innerhalb der Kabine aber kein großes Thema. Wir wissen, dass wir uns bei den Stuttgarter Kickers einen gewissen Neid erarbeitet haben. Das ist ja auch ein Lob für uns“, sagt Mario Estasi: „Ich sehe es eher als Wertschätzung. Wenn sich die Kickers über den kleinen SGV so äußern müssen, dann haben sie irgendwas falsch gemacht.“ Die Kickers-Verantwortlichen um Vereinspräsident Rainer Lorz sollen sich dafür entschuldigt haben. Ob es erneut zu Beleidigungen kommt? Ungewiss.

Sicher sind hingegen die sportlichen Freiberger Revanchegelüste für die jüngste 1:3-Niederlage im WFV-Pokal-Viertelfinale in Degerloch, wodurch der Traum vom Titel-Double und einem DFB-Pokalspiel in Heilbronn platzte. Die Kickers waren zudem in der Hinrunde das erste Team, das den Freibergern nach neun Siegen in Serie einen Zähler abluchste. „Das hat sich damals überhaupt nicht negativ angefühlt“, sagt Mario Estasi.

Großaspach ist in Sandhausen gefordert

Am Samstaggeht der Freiberger Blick zunächst nach Sandhausen, wo Aufstiegskonkurrent SG Sonnenhof Großaspach im Meisterkampf vorlegen kann. Mit einem Auswärtsdreier könnte der Sonnenhof gleichziehen, bei einer Aspacher Auswärtsniederlage hätte Freiberg die Chance, auf sechs Punkte davonzuziehen. „Wenn uns jemand in der Winterpause gesagt hätte, dass wir jetzt drei Punkte Vorsprung haben, dann hätten wir das wahrscheinlich unterschrieben“, sagt Mario Estasi.

Der Regionalliga-Aufsteiger Großaspach reist mit WFV-Pokal-Rückenwind – Halbfinaleinzug durch das 2:1 gegen Drittligist Ulm – zu Drittliga-Absteiger SV Sandhausen, der sich in dieser Woche von Trainer Olaf Janssen getrennt hat. Statt die sofortige Rückkehr in Liga drei mit dem langjährigen Zweitligisten zu schaffen, steckt der SVS im Niemandsland von Liga vier fest. 

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