Mario Estasi mahnt beim SGV Freiberg: Weniger Großaspach, mehr Steinbach
Der SGV Freiberg hat die Tabellenführung in der Regionalliga Südwest abgegeben. Das sagt der Sportliche Leiter Mario Estasi zur veränderten Situation.

Nur zu gerne würde der SGV Freiberg im Sommer als Drittligist seine neue Heimat im Heilbronner Frankenstadion beziehen. Doch der Regionalliga-Aufstiegsanwärter strauchelt auf der Zielgeraden. Sechs Spieltage vor Saisonende hat der SGV durch das 1:2 beim FC Homburg die Tabellenführung an die punktgleiche SG Sonnenhof Großaspach abgegeben.
Der Gejagte ist wieder zum Jäger geworden
Schon das Hinspiel gegen das Team von Ex-Trainer Roland Seitz ging mit 1:2 verloren – auch Großaspach musste gegen Homburg eine Niederlage einstecken. „Natürlich ist das bitter, aber kein Weltuntergang“, sagte Torschütze Paul Polauke im Gespräch mit der Nachrichtenseite „Ludwigsburg24.de“.
Aus den Freibergern ist so nach langer Zeit wieder der Jäger geworden. Seit dem dritten Spieltag führte das Team von Trainer Kushtrim Lushtaku die Tabelle der Regionalliga Südwest an. Am Samstag, 25 Spieltage später, gab der Sport- und Gesangsverein den ersten Platz an Großaspach ab.
Der Druck auf Freiberg hat wieder zugenommen
Der Druck auf die aufstiegswilligen Freiberger ist dadurch wieder deutlich angewachsen. „Wir haben alles noch selbst in der Hand“, sagt der Sportliche Leiter Mario Estasi. „Von dem her ist es so, wie es ist. Druck hatten wir auch schon vorher.“
Zusätzliche Brisanz kommt dadurch ins direkte Duell der beiden Aufstiegskonkurrenten, dass der Führungswechsel kurz vor diesem Spiel zustande gekommen ist. „Wir müssen jetzt schauen, dass wir erstmal Steinbach schlagen, bevor wir an Großaspach denken“, mahnt aber Estasi.
Gipfeltreffer zwischen Freiberg und Großaspach am 22. April
Das Gipfeltreffen der beiden besten Regionalligateams findet am Mittwoch, 22. April, um 19 Uhr in Großaspach statt. Dabei trifft die beste Offensive der Liga (Großaspach) auf die stabilste Defensive.
Dazwischen steht für die Freiberger aber eben am nächsten Samstag um 14 Uhr noch die Heimpartie gegen den TSV Steinbach Haiger (Tabellenelfter). Die SG Sonnenhof spielt beim FC Bayern Alzenau (15.).
Es wird zu viel über Großaspach geredet - Freiberger Fokus liegt auf Steinbach Haiger
„Es nervt mich, dass wir zu viel über Großaspach reden, denn jeder Gegner ist schwer. Deswegen kommt erstmal Steinbach, dann kommt lange, lange nichts und dann kommt vielleicht Großaspach“, sagt Estasi. „Unsere Geger können momentan befreit aufspielen. Dass das ein Vorteil sein kann, haben wir im letzten Jahr auch gespürt, als wir wussten, dass wir nicht aufsteigen, aber eine gute Rolle spielen können. Da spielt man anders Fußball, mit anderem Kopf. Aber auch das ist eine Sache, mit der die Spieler zurechtkommen müssen.“
Keine Laufkundschaft
Die Liga ist viel zu ausgeglichen, um sich nur auf das Gipfeltreffen fokussieren zu können. Zwar haben die Homburger, die sich auf Platz drei schoben, bereits zehn Punkte weniger als das Spitzenduo, doch leichte Gegner gebe es in der Regionalliga nicht, ist sich Estasi sicher.
„Die Jungs, sie haben Ziele, da muss man auch solche Phasen meistern.“
Mario Estasi
Und die Freiberger haben auf dem Weg zur Ziellinie noch zwei harte Brocken liegen. Nach der Partie gegen Großaspach kommt der Tabellenfünfte 1. FSV Mainz 05 II ins Wasenstadion, dann geht es zum -siebten SG Barockstadt Fulda-Lehnerz. Auch der SV Sandhausen ist alles andere als Laufkunschaft – auch wenn die Saison für die Badener keineswegs nach Plan verlief. Allerdings sieht das Programm der Großaspacher ähnlich aus.
Überhaupt nimmt Estasi die Spieler in die Pflicht: „Die Jungs haben Ziele, da muss man auch solche Phasen meistern. Dafür spielt man Fußball. Man arbeitet darauf hin, dass man so eine Situation bekommt.“ Seit Samstag haben die Freiberger nichts mehr zu verlieren. Nun ist es Großaspach, das den Druck hat, Platz eins verteidigen zu müssen.
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