Wie TSV Heinsheim gegen SGV Böbingen knapp 90 Relativpunkte aufholen will
Der Spitzenreiter der 2. Bundesliga Gruppe B, der SGV Böbingen, scheint aktuell zu stark für den TSV Heinsheim. Im vergangenen Wettkampf trennten beide Teams knapp 90 Relativpunkte. Dennoch wollen die Bad Rappenauer dem Team aus dem Rems-Murr-Kreis Paroli bieten.

Rund 50 bis 60 Zähler müssten die Gewichtheber des TSV Heinsheim im Vergleich zu ihrem vergangenen Wettkampf beim Thüringer Athletenteam Suhl-Schleusingen zulegen, rechnet Martina Dosquet vor, um den SGV Böbingen an diesem Samstag (20 Uhr) unter Druck setzen zu können. Dann kämen die Bad Rappenauer auf 640, vielleicht sogar 650 Relativpunkte. Denn der Zweitliga-Spitzenreiter kam zuletzt auf auf knapp 685 Zähler. Für die Heinsheimer Abteilungsleiterin aber praktisch ein Ding der Unmöglichkeit, so einen Sprung hinzulegen. „Es ist im 14-Tage-Rhythmus, in dem zurzeit die Wettkämpfe stattfinden, relativ wenig möglich. Ein Formaufbau beim Gewichtheben dauert mal mindestens sechs Wochen, um sich entscheidend zu verbessern“, erklärt Dosquet.
Gabriel Marinov kommt wieder zum Einsatz - zusammen mit Deniz Danev
Die Heinsheimer werden aber nichts unversucht lassen, um den Gästen aus dem Rems-Murr-Kreis Paroli zu bieten. Zum einen kommt wieder Gabriel Marinov auf einer der beiden Ausländerpositionen anstelle von Dzhan Zarkov zum Einsatz – zusammen mit Deniz Danev. „Er macht in der Regel zehn bis 15 Punkte mehr als Dzhan“, berichtet Dosquet.
Auch bei Natalie Fein dürfte der eine oder andere Zähler mehr drin sein als zuletzt, obwohl sich die Abiturientin seit Anfang des Jahres erst mit einem grippalen Infekt und kurz darauf mit Magen-Darm-Problemen rumgeschlagen hat. „Sie ist zwar nicht in Topform. Sonst würde sie von den 90 Punkten, die sie Anfang der Saison gehoben hat, auf die 100 zumarschieren. Doch über ihre Routine sollte sie hinkommen, in den hohen 80ers zu landen“, sagt Dosquet.
Janick Kahse ersetzt beim TSV Heinsheim Christian Martens im Reißen
Und auch Janick Kahse, der im Reißen für Christian Martens übernimmt, wird in dieser Teildisziplin noch mal ein paar Pünktchen mehr draufpacken als Martens, der zum einen im Training in Konstanz keine Überprüfung durch einen Trainer hat, wodurch sich Unsauberkeiten einschleichen, und zum anderen derzeit in der Prüfungsphase in seinem Studium steckt. „Wir sprechen da eigentlich nur von Millimeter-Entscheidungen. Aber es ist essentiell, ob ich die Hantel einen halben Zentimeter vor dem Kopf oder hinter ihm habe. Und solche Unsauberkeiten zeigen sich zuallererst in der technischen Disziplin, dem Reißen“, erzählt Dosquet. „Außerdem hat Chris in den letzten 14 Tagen gar nicht mehr trainiert.“
Die erwartbare Niederlage gegen Böbingen wird den Heinsheimern aus zwei Gründen besonders weh tun. Zum einen müssen sich die Bad Rappenauer vom Maximum ihres Saisonziels verabschieden. Platz zwei ist – egal, ob es ein 1:2 oder ein 0:3 gegen den SGV geben wird – bei einer Pleite außer Reichweite. Denn die Heinsheimer hätten dann mindestens vier Minuspunkte auf dem Konto. Der ärgste Konkurrent um die Vizemeisterschaft, der SV Gräfenroda, erst drei. „Und ich sehe nicht, wo der SVG noch stolpern könnte“, erklärt Dosquet.
Für TSV Heinsheim gibt es einen besonderen Anreiz zu siegen
Zum anderen gönnen die Heinsheimer den Böbingern den Sieg nicht unbedingt. „Bei der Niederlage gegen Gräfenroda war das Loch von Roi Tayler Pfister sehr ärgerlich. Aber uns fiel es eigentlich nicht schwer, den Gästen zu gratulieren“, erzählt Dosquet. „Doch bei Böbingen sehen wir das nicht ganz so entspannt.“ Schon alleine das ist Anreiz genug.
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