Sven Schlüsselburg stellt sich mit seinem Springreitturnier gegen den Trend
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Nationenpreisreiter Sven Schlüsselburg lädt erstmals zu den Engelsberg Classics ein und vergrößert das Turnierangebot in der Region. Prominente Schirmherrin.
Reitet immer gerne beim Turnier des RV Ilsfeld (hier 2025 mit Chaccateur) und macht jetzt sein eigenes Turnier oberhalb von Ilsfed: Sven Schlüsselburg.
Foto: Seidel, Ralf
Sven Schlüsselburg spricht von einer „Herzensangelegenheit“: Der Berufsreiter geht mit seiner Frau Romina einen neuen Schritt, die beiden veranstalten an diesem Wochenende auf ihrer Anlage auf dem Engelsberg oberhalb von Ilsfeld ein Springturnier. Und setzen so ein Zeichen gegen den Trend. „In Deutschland werden es leider immer weniger Turniere“, hat Otto Becker, Bundestrainer der Springreiter, Anfang des Jahres gesagt.
„Es ist mir eine Ehre, was für die Region zu tun, zu helfen, dass Turniere nicht aussterben.“
Sven Schlüsselburg
Der 67-Jährige bezog sich damit vor allem auf die großen Turniere. Doch auch an der Basis gibt es massive Veränderungen. Deshalb sei es Sven Schlüsselburg „eine Ehre, was für die Region zu tun, zu helfen, dass Turniere nicht aussterben“. Durch die Premierenveranstaltung des Pferdeleistungszentrums Engelsberg erhöht sich die Zahl der Turniere im Pferdesportkreis (PSK) Franken auf 19.
Bei den Engelsberg Classics von Sven Schlüsselburg sind 370 Pferde gemeldet
„Selbstverständlich ist das für unseren Sport gut“, sagt Frank Uhde, Vorsitzender des PSK, und lobt: „Sven Schlüsselburg ist einer, bei dem man sich darauf verlassen kann, dass alles Hand und Fuß hat.“ Denn der 44-jährige Nationenpreisreiter weiß, was seiner Kundschaft, seinen Unterstützern und seinen Kolleginnen und Kollegen wichtig ist.
Und nachdem er vergangenes Jahr den Allwetterplatz auf seiner Anlage sanierte und erweiterte, konnte die „über Jahre entwickelte Idee“ nun wahr werden: 370 Pferde mit 460 Starts sind gemeldet für die elf Prüfungen von Samstag, 8 Uhr, bis zum Höhepunkt am Sonntag, 15.30 Uhr, einer Springprüfung der Klasse M** mit Stechen und 32 Nennungen.
Erfreuliche Zahlen bei der Premiere des PLZ Engelsberg
„Die Zahlen freuen uns sehr“, sagt Sven Schlüsselburg über seine „Engelsberg Classics“. Der Name signalisiert, dass dieses Turnier keine Eintagsfliege sein, sondern ein Klassiker werden soll. „Jetzt lassen wir es mal die zwei Tage laufen“, sagt der Turnierleiter, der selber satteln wird, „und schauen, wie es wird.“
Veränderte Turnierlandschaft in der Region
Wie gewohnt bilden die Turniere in Schwaigern (7.-10. 5.), Leingarten (14.- 17.5.) und Nordheim (23.-25.5.) in der Region ein starkes Trio. Das einst größte Turnier im PSK Franken in Ilsfeld findet 2026 nur an zwei Tagen statt (27./28.6.). Spektakulär aufgestockt hat Öhringen (12.-14. Juni), wo die erste von vier Qualifikationen für das BW-Bank-Hallenchampionat stattfindet und später ein Dressurturnier angeboten wird (31.7.-2.8.). Schwere Prüfungen sind in Güglingen (10.-12.7.) geplant. Die Dressur steht in Bad Friedrichshall (18./19.7.) im Vordergrund, die Regionsmeisterschaften finden in Schwaigern (10.-13.9.) statt.
Geht es nach der Schirmherrin, dann wird das Turnier gut: „Gerade junge Reiterinnen und Reiter brauchen Turniere, die Qualität, Wertschätzung und Perspektiven bieten. Regionale Veranstaltungen wie diese sind das Fundament unseres Sports – hier entsteht Zukunft“, wird Alessandra Prinzessin von Thurn und Taxis Ende Januar in einer Pressemitteilung zitiert. Sven Schlüsselburg erzählt: „Wir haben seit Jahren sehr guten freundschaftlichen Kontakt. Sie trainiert ab und zu bei mir.“
Weniger Starter aufgrund der sprunghaft gestiegenen Spritpreise
Mit seiner Ausschreibung wolle der Stilist „die Jugend fördern, dass die Amateure Spaß haben und die Profis ihre Pferde auf die Freilandsaison vorbereiten können“. Angekündigt haben sich unter anderem Verena Kölz (SV Leingarten), ihr Schwager Markus Kölz vom Burkhardshof in Winnenden und Jan Müller (RV Ilsfeld). Das klingt gut. Das klingt nach mehr. Doch durch die politischen Spannungen beobachtet Frank Uhde ein Weniger.
„An den vergangenen Wochenenden gab es einige Reiter, die aufgrund der hohen Spritpreise den zweiten Turniertag weggelassen haben.“
Frank Uhde
„An den vergangenen Wochenenden gab es einige Reiter, die aufgrund der hohen Spritpreise den zweiten Turniertag weggelassen haben“, sagt der bereiste Richter. „Ja, das Thema Spritpreise trifft uns alle hart“, weiß Schlüsselburg. Umso wichtiger sei es, „gemeinsam durch schwere Zeiten zu gehen“. Wer ein Turnier veranstalte, habe gewaltig hohe Kosten: „Mit dem Turnier ist kein Geld verdient.“
Kostensteigerungen für Turnierveranstalter von bis zu 100 Prozent
Das Turniersterben in Deutschland habe sich durch die Coronaphase beschleunigt, hat Volker Wulff, viele Jahre Deutschlands größter Turnierveranstalter, zu Jahresbeginn gesagt: „Veranstaltungen in Deutschland sind sehr teuer.“ Die Kostensteigerungen seit 2020 lägen in einigen Bereichen bei bis zu 100 Prozent.
Trotzdem wollte Sven Schlüsselburg Turnierveranstalter werden. Denn: „Die Nachfrage ist nach wie vor da, Turnierreiter gibt es genug. Es braucht Leute, die anpacken, sich nicht unterkriegen lassen.“ Es ist ihm ganz einfach eine Herzensangelegenheit.
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