Sebastian Heymann wechselt: Hier will der Nationalspieler aus Horkheim den nächsten Karriereschritt machen
Nun herrscht Klarheit beim aus Horkheim stammenden 46-maligen Handball-Nationalspieler Sebastian Heymann. Nach zwei Jahren bei den Rhein-Neckar Löwen verlässt der Silbermedaillengewinner von Paris vorzeitig den Verein und schließt sich einem Bundesliga-Hochkaräter an. Das sagt der 28-jährige Unterländer Sportler des Jahres 2024 zu seinem Wechsel.

Die Rhein-Neckar Löwen und Sebastian Heymann gehen nach zwei Jahren vorzeitig getrennte Wege. Der Rückraumspieler aus Horkheim verlässt den Verein, obwohl er noch bis zum Sommer 2027 einen Vertrag bei den Löwen gehabt hätte. In einem engen und vertrauensvollen Austausch haben sich jedoch beide Seiten auf diesen Schritt geeinigt. Der Grund: Der 28-jährige Heymann sucht eine neue sportliche Perspektive. In einem „engen und vertrauensvollen Austausch“, wie es in einer Mitteilung der Rhein-Neckar Löwen heißt, hat der Bundesligist daher mit dem 46-maligen Nationalspieler eine entsprechende Lösung erarbeitet.
Gute Lösung für den 46-maligen Nationalspieler Heymann erarbeitet

Löwen-Geschäftsführer Holger Bachert sagt: „Basti ist vor zwei Jahren zu uns gekommen und hat sich mit seiner menschlichen Art sowie seiner Spielweise direkt als Fan-Liebling etabliert. Für uns war es in den Gesprächen wichtig, verantwortungsvoll mit seiner Situation umzugehen und eine gute Lösung zu finden. Das ist uns in einer sehr offenen und wertschätzenden Atmosphäre gelungen. Wir danken ihm für seinen Einsatz und wünschen ihm für seinen weiteren Weg alles erdenklich Gute.“
Lobende Worte von Löwen-Cheftrainer Maik Machulla: „Alles eingebracht, was ihn auszeichnet“
Auch Cheftrainer Maik Machulla findet zum nahenden Abschied lobende Worte für Sebastian Heymann, den alle nur „Basti“ nennen. Und das, obwohl er im Rückraum in dieser Saison allen voran auf Haukur Thrastarson setzt, der im Schnitt auf 40:39 Einsatz-Minuten kommt, Heymann hingegen schafft es nur auf knapp 18 Minuten. Das hat der 1,98 Meter große Mann mit dem bärenstarken Wurfarm auch zuletzt bemängelt und klar angesprochen.
Machulla sagt: „Basti hat sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt und alles eingebracht, was ihn auszeichnet. Trotz einiger Rückschläge hat er sich immer wieder zurück gekämpft. Das war sicher in der Vergangenheit nicht immer einfach. Basti kam mit dem Wunsch auf uns zu, sich ab Sommer zu verändern, auch mit Blick auf seine sportliche Perspektive. Ich danke Basti sehr für die vertrauensvolle und tolle Zusammenarbeit.“
Heymann ist dankbar für die zwei Jahre im Löwen-Trikot

Auch Sebastian Heymann betont: „Es steht außer Frage, dass ich mich bei den Löwen sehr wohlgefühlt habe. Für die Zeit hier bin ich extrem dankbar. Um meine persönlichen Ziele zu erreichen, ist es für mich aber wichtig, wieder mehr Spielanteile in der Bundesliga zu bekommen.“ Dennoch freut sich der Unterländer Sportler des Jahres 2024, der mit den Löwen in der Saison 2024/25 das Final4 erreicht hat, noch auf den Saisonendspurt im Löwen-Trikot, ehe er seine neue Herausforderung angeht.
Diese ist mit einem Umzug verbunden, denn erstmals verlässt Sebastian Heymann, der bereits mit 18 Jahren bei Frisch Auf Göppingen sein Debüt in der Bundesliga gegeben hat, die Grenzen Baden-Württembergs und wechselt zum Liga-Konkurrenten TSV Hannover-Burgdorf. Aktuell stehen die Niedersachsen auf Position zehn in der Tabelle.

Umzug und Wechsel zum TSV Hannover-Burgdorf
Bei den „Recken“ hat Heymann nach Angaben des Vereins einen Dreijahresvertrag bis 2030 unterschrieben und soll im linken Rückraum eingesetzt werden. „Er ist ein vielseitiger Spieler, der unsere Rückraumreihe komplettiert und uns in der Abwehr als auch im Angriff insbesondere mit seinen Distanzwürfen weiterhelfen wird“, sagte TSV-Trainer Juan Carlos Pastor. Er erhofft sich dank Heymann noch mehr Qualität, aber auch zusätzliche Durchschlagskraft und Variabilität. Mit seiner Erfahrung auf nationaler wie internationaler Ebene soll der Unterländer ein wichtiger Baustein für die sportliche Weiterentwicklung der Hannoveraner sein.
„Wir freuen uns sehr, dass sich Basti für uns entschieden hat. Er befindet sich im besten Handballer-Alter und verfügt gleichzeitig über weiteres Entwicklungspotenzial. Mit seiner Erfahrung und seiner Spielstärke ist er eine wertvolle Verstärkung für unsere Mannschaft“, sagt der Sportliche Leiter Sven-Sören Christophersen über Heymann.
Heymann als „wertvolle Verstärkung“ mit Entwicklungspotenzial
Der gebürtige Horkheimer, der mit Ehefrau Anna zuletzt in Walldorf gewohnt hat, sagt zu seinem Wechsel: „Smöre und Pastor haben sich sehr um mich bemüht. Ich freue mich auf die Mannschaft, auf einige bekannte Gesichter, die ich bereits seit mehreren Jahren kenne, aber ebenso auf viele neue Teamkollegen.“ Allein aus dem Nationalteam kennt Heymann Justus Fischer und Renars Uscins. Darüber hinaus meint Heymann: „Das Gesamtpaket sowie das Vertrauen, welches mir die Verantwortlichen entgegengebracht haben, haben mir diese Entscheidung sehr leicht gemacht. Meine persönlichen Ziele für die Zukunft stimmen mit denen des Vereins überein.“
Schwere Verletzungen haben Horkheimer immer wieder ausgebremst

Auch wenn der Rückraum-Riese, der in der Spielzeit 2015/16 beim TSB Horkheim sein Debüt in der 3. Liga gegeben und direkt mit 86 Toren in 18 Spielen überzeugt hat, in seiner Karriere immer wieder von schweren Verletzungen zurückgeworfen worden ist, hat sich Sebastian Heymann stets zurück gekämpft. Mit seiner Präsenz und Erfahrung hat der ehemalige EHF-Pokalsieger in der vergangenen Saison 47 Tore erzielt.
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