TicketsKarten für den Bad Rappenauer Neckar-Cup gibt es unter www.neckarcup.com
Schnaitter/Wallner glückt in München, was beim Neckar-Cup nicht geklappt hat
Das Tennis-Doppel Jakob Schnaitter und Mark Wallner, Finalisten beim Neckar-Cup 2024 und 2025, gewinnt die BMW Open. Warum für die beiden Bayern das Turnier in Bad Rappenau von 31. Mai bis 7. Juni 2026 nicht die erste Wahl ist.

Auf den ersten Blick liegt das deutsche Tennis am Boden: Die Frauen sind gerade im Billie-Jean-King-Cup, dem ehemaligen Fed-Cup, in die dritte Liga abgestiegen, bei den Männern jagt Alexander Zverev (28 Jahre/Neckar-Cup-Sieger 2015) verzweifelt seinem Traum vom ersten Sieg bei einem Grand-Salm-Turnier nach – in den Top 100 ist Schwarz-Rot-Gold darüber hinaus nur noch vertreten mit Daniel Altmaier (27/Nummer 55/Neckar-Cup-Sieger 2022), Yannick Hanfmann (34/Nummer 60) und Jan-Lennard Struff (35/Nummer 81/Neckar-Cup-Sieger 2014).
Aber es gibt sie, die deutschen Erfolgsgeschichten, aller guten Dinge sind zwei, Stichwort Doppel: Der überraschende Sieg von Jakob Schnaitter und Mark Wallner am Sonntag beim ATP-Turnier in München hat auch in der Region für gute Laune gesorgt. „Es freut uns sehr, dass die beiden endlich ein großes Turnier gewonnen haben, nachdem sie bei uns zweimal knapp im Finale unterlegen waren“, sagt Mine Cebeci, Turnierdirektorin des Bad Rappenauer Neckar-Cups. „Das macht uns als Organisatoren wie auch alle Helfer stolz.“
Neckar-Cup-Finalisten Jakob Schnaitter und Mark Wallner glänzen in München
Der 30-jährige Jakob Schnaitter und der 26-jährige Mark Wallner lieben den Neckar-Cup. 2024 bei der letzten Auflage des Challengers in Heilbronn und 2025 bei der Premiere in Bad Rappenau wurden „SchnaWall“, so der Spitzname des bayerischen Duos, jeweils erst im Finale geschlagen – beide Male im Match-Tiebreak.
Im „Finale dahoam“, Mark Wallner ist Münchner, klappte es mit dem ersten Titel auf der ATP-Tour, wurde es ein knappes 6:4, 6:7, 12:10 gegen Theo Arribage und Albano Olivetti – die Franzosen sind Siebter in der Jahreswertung. Bei den ruhmreichen BMW Open hatte es zuvor nur drei siegreiche deutsche Doppel gegeben: Udo Riglewski/Michael Stich (1990), Michael Berrer/Rainer Schüttler (2008) und Kevin Krawietz/Andreas Mies (2022/Neckar-Cup-Sieger 2019).

Über die Qualifikation ins Hauptfeld zum ersten ATP-Turniersieg
„Wir können es noch gar nicht glauben. Für uns geht ein Traum in Erfüllung. Es ist eine unglaubliche Story“, wiederholte das Duo, das sich über die Qualifikation ins Hauptfeld gespielt hatte, immer wieder in den Interviews. Es war ein perfekter Tag – auch, weil Fußball-Fan Mark Wallner nach dem Finale in die Allianz-Arena düste, „um die Meisterschaft des FC Bayern zu feiern“.
Und weil es für den Sieg beim 500er-Turnier 157.320 Euro Siegprämie gab und Schnaitter/Wallner in der Doppel-Weltrangliste nun auf Platz 36 stehen – so gut wie noch nie. In der Doppel-Jahreswertung belegen sie Rang 13. Mine Cebeci sagt: „Mal schauen, ob wir die beiden wieder begrüßen dürfen“, wenn auf der Anlage des TC Blau-Gelb Bad Rappenau von 31. Mai bis 7. Juni die zwölfte Turnierauflage ansteht.

Schnaitter/Wallner kommen gerne wieder - aber ...
Klarer Fall, der Neckar-Cup ist die zweite Wahl des erstklassigen Doppels. „Wir kommen schon gerne wieder“, sagte Mark Wallner beim Neckar-Cup 2025 zögerlich. „Aber wir hoffen natürlich, in Bad Rappenau nicht spielen zu können, weil wir noch in der zweiten Turnierwoche bei den French Open dabei sein dürfen“, ergänzte Jakob Wallner entschuldigend.
Aber falls SchnaWall wieder in Bad Rappenau aufschlagen sollten, gibt es nur ein Ziel: den Turniersieg. Denn auch für Doppel sind aller guten Dinge (eigentlich) drei.

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