Zurück nach Verletzung: Gelungenes Debüt von Milan Hosseini
Der 23-Jährige aus Flein zeigt sich beim Bundesliga-Auftakt mit Meister KTV Straubenhardt erleichtert. So geht es für den Nationalmannschaftsturner weiter.

Einen makellosen Auftritt hat der KTV Straubenhardt beim 55:18-Heimerfolg zum Auftakt der Bundesliga-Saison gegen Aufsteiger MTV Ludwigsburg gezeigt. Nach seinem Wechsel vom Liga-Konkurrenten TuS Vinnhorst zum deutschen Mannschaftsmeister ist der aus Flein stammende Milan Hosseini erstmals im Trikot des KTV angetreten – und das gleich an vier Geräten.
Bestnote am Lieblingsgerät Boden
Mit der Bestnote von 13,35 Punkten an seinem Lieblingsgerät Boden hat der 23-Jährige auch einen Scorepunkt gegen den für Ludwigsburger startenden Diego Vazzola (13,20) beigesteuert. Nach einem Abgang am Pferd (10,90), einem soliden Sprung (13,20) folgen am Reck (12,00) gegen seinen Nationalmannschaftskollegen Timo Eder noch zwei weitere Scorepunkte in der gut gefüllten Straubenhardthalle.
Hosseini: Bin noch nicht in Topform
Über die Rückkehr nach seiner Nackenverletzung, die er sich vor dem Weltcupstart in Cottbus im Training zugezogen hat, sagt Milan Hosseini: „Drei Geräte erstmal ohne einen großen Fehler, das ist ganz solide. Natürlich bin ich noch nicht in Topform, aber froh überhaupt wieder zu turnen.“ In den vergangenen zweieinhalb Wochen hat der zweimalige Unterländer Sportler des Jahres mit Wohnsitz Berlin mit seinem Trainer Brian Gladow, der zugleich auch Coach in Straubenhardt ist, „echt gut und mit relativ wenig Problemen“ trainiert, dabei die Belastung vorsichtig gesteigert. „Ich bin auf einem ganz guten Weg und erstmal zufrieden mit dem Nacken“, sagt Milan Hosseini und hat den Plan, diese Woche nochmals intensiv zu nutzen.
Am Ostermontag gilt`s
Denn: Am Ostermontag steht im olympischen Trainingszentrum im brandenburgischen Kienbaum bereits die erste von insgesamt zwei Qualifikationen für die Heim-Europameisterschaft in Leipzig vom 26. bis 31. Mai im Rahmen des Deutschen Turnfests an, wo Bundestrainer Jens Milbradt seine Besten sucht. „Natürlich ist es schade, dass ich durch die Verletzung etwas mehr als drei Wochen im Training verloren habe, weil ich nichts machen konnte“, sagt der EM-Dritte von 2023 in Antalya, „aber ich hoffe, dass es jetzt so weiter geht, dann bin ich guter Dinge.“ Zumal bis zur zweiten Qualifikation, die ebenfalls in Kienbaum ausgetragen wird, noch etwas Zeit ist. Um so schnell wie möglich wieder fit zu werden, ist Milan Hosseini unter anderem von Berlin nach München gereist, um sich intensiv von Cyrus Salehi, dem Physiotherapeuten der Männer-Nationalmannschaft, behandeln zu lassen.
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