Weltklasseschwimmerin Celine Rieder von der Sport-Union Neckarsulm ist Unterländer Sportlerin des Jahres
In Singapur ist die 25-jährige Freiwasserschwimmerin mit der Mixed-Staffel erstmals Weltmeisterin geworden. Für diesen goldigen Lohn hat sich die Athletin der Sport-Union extrem geschunden und sogar ihr Studium hintenan gestellt.

Siebzig Kilometer in der Woche mit dem Auto – lächerlich. Siebzig Kilometer mit dem Rad – keine große Sache. Aber siebzig Kilometer die Woche schwimmen – das ist mehr als beachtlich. Celine Rieder lacht nur und sagt: „Im Trainingslager werden es sogar mehr als hundert Kilometer die Woche. Man gewöhnt sich an alles, aber es ist hart.“
Umso schöner ist es zu sehen, dass sich die tägliche Schinderei lohnt. Die Langstreckenschwimmerin, die in der vergangenen Saison ins Freiwasser gewechselt ist, sieht es täglich. Denn die Goldmedaille aus Singapur liegt in ihrer Magdeburger Wohnung, wo die 25-Jährige seit 2021 lebt und in der internationalen Weltklassegruppe um die Olympiasieger Florian Wellbrock und Lukas Märtens bei Langstrecken-Bundestrainer Bernd Berkhahn trainiert. Im Juli ist Celine Rieder am Palawan Beach Weltmeisterin mit der Mixed-Staffel über 4 x 1,5 Kilometer geworden.
Viel Zeit, Arbeit und Energie in die WM investiert
Dafür hat die Frau von der Sport-Union Neckarsulm extrem viel investiert. An Zeit. An Arbeit. An Energie. Und gleichermaßen auf extrem viel verzichtet. Auch ihr Masters-Studium in Wirtschaftsingenieurwesen ist etwas zu kurz gekommen. Doch Celine Rieder sagt: „Mir war mein akademischer Weg schon immer wichtig. Und ich brauche etwas, womit ich meinen Kopf vom Schwimmen ablenken kann.“
Daher hat die Vizeeuropameisterin von 2024 ihr Trainingspensum nach der WM reduziert, um den Fokus auf die Uni zu legen. Über ihre Wahl zur Unterländer Sportlerin des Jahres sagt Rieder: „Das freut mich riesig und ist eine große Ehre.“
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