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Wasserfreunde Gemmingen tanzen in dieser Saison auf drei Hochzeiten

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Nach Abstieg: Wasserfreunde Gemmingen peilen in der Baden-Liga den Wiederaufstieg an. Um Spielpraxis zu sammeln, haben die Wasserballer auch im Baden-Pokal und außer Konkurrenz in der württembergischen Bezirksliga Mittlerer Neckar gemeldet.

Center Nils Feidengruber (rechts) war in der vergangenen Verbandsliga-Saison der erfolgreichste Torschütze der Wasserfreunde Gemmingen.
Center Nils Feidengruber (rechts) war in der vergangenen Verbandsliga-Saison der erfolgreichste Torschütze der Wasserfreunde Gemmingen.  Foto: Krüger, Klaus

Eine Seuchensaison liegt hinter den Wasserfreunden Gemmingen. Ganz knapp schrammten sie an einer sieglosen Spielzeit in der Verbandsliga Baden-Württemberg vorbei. Erst am vorletzten Spieltag gelang ein 10:8-Erfolg in Kirchheim unter Teck – der einzige in der gesamten Runde. Am Ende mussten die Gemminger den Gang in die Bezirksliga antreten.

Nun richtet sich der Blick nach vorne. Dabei tanzen die Kraichgauer Wasserballer sogar auf drei Hochzeiten. In der Baden-Liga, der Bezirksliga Baden, geht es für die Gemminger um den Wiederaufstieg in die Verbandsliga. Dazu haben sie die große Chance, im Baden-Pokal einen Titel zu holen. Denn es haben nur insgesamt vier Mannschaften gemeldet. Darüber hinaus nehmen die Kraichgauer auch außer Konkurrenz in der württembergischen Bezirksliga Mittlerer Neckar teil.

Am Samstag geht es beim SV Bietigheim II erstmals in dieser Saison um Punkte

In dieser Klasse wird es am Wochenende ernst. Am Samstag (20.20 Uhr) geht es im Campusbad Ludwigsburg erstmals in dieser Saison gegen den SV Bietigheim II um Punkte. Weitere Gegner in der Vorrunde sind die SSG Heilbronn II, der SV Ludwigsburg III, der SSV Zuffenhausen II und die SG Schwaben Stuttgart II, bevor die ersten Drei jeder der beiden Staffeln in einer Meisterrunde den Aufsteiger ausspielen. Für den Rest geht es nur noch um die Platzierung.

„In der Baden-Liga sind mit uns nur fünf Mannschaften gemeldet. Das wären relativ wenige Spiele. Deshalb haben wir beschlossen, außer Konkurrenz auch in der Bezirksliga Mittlerer Neckar zu starten. In Württemberg geht es aber rein darum, Spielpraxis zu sammeln“, berichtet Stephan Kölmel, der Sportliche Leiter der Wasserfreunde.

Das Ziel Wiederaufstieg ist bei den Wasserfreunden kein Muss, aber angestrebt

Um die Rückkehr in die Verbandsliga Baden-Württemberg geht es in der Baden-Liga, in der für die Gemminger am 28. Februar beim SSV Freiburg II das erste Pflichtspiel ansteht. „Das Ziel ist, um den Aufstieg mitzuspielen“, sagt Kölmel. Sollte es mit dem Sprung aus dem Bezirk heraus nicht direkt klappen, „geht die Welt in Gemmingen nicht unter“, fügt der 57-Jährige hinzu. „Der Sprung von der Bezirksliga in die Verbandsliga ist groß. Die Bezirksliga ist noch Breitensport, in der Verbandsliga geht es langsam über in den Leistungssport.“

Dennoch warnt der Sportliche Leiter der Wasserfreunde davor, die Baden-Liga auf die leichte Schulter zu nehmen. „Man darf das nicht unterschätzen. Dort spielen viele ehemalige Verbandsliga-Spieler, die in fortgeschrittenem Alter einfach nicht mehr so viele Begegnungen machen und sich so plagen wollen wie in der Verbandsliga“, erklärt Kölmel.

In der Baden-Liga gehen viele Spieler mit reichlich Verbandsliga-Erfahrung ins Wasser

Von der Erfahrung der Spieler profitieren vor allem die SSG Weil am Rhein und der SV Nikar Heidelberg. „Weil am Rhein wird ein richtig harter Brocken. Das war früher in der Verbandsliga eine Schlacht gegen sie – und das sind immer noch die gleichen Leute“, erzählt Kölmel, der die SSG als den Topfavoriten ansieht. Um den Aufstieg könnte auch die SGW Durlach/Ettlingen II ein Wörtchen mitreden. „Die erste Mannschaft der SGW spielt in der Oberliga. Wenn die Reserve auf die Spieler zurückgreifen kann, die nicht als Stammspieler oben gemeldet sind, dann wird es auch ein richtig harter Brocken“, erklärt der Sportliche Leiter.

Auf reichlich Erfahrung können allerdings auch die Gemminger zurückgreifen. Alle erfahrenen Spieler der Wasserfreunde, die mit dem Gedanken gespielt haben, mit dem Abstieg kürzer zu treten, sind weiter an Bord. „Sie haben alle zugesagt, die Saison zu spielen“, berichtet Kölmel. Gleichzeitig muss der Umbruch vorangetrieben werden. Vor allem sollen die fünf Spieler, die nach dem Gemminger Gerümpelturnier im Sommer 2024 hängen geblieben sind, eingebaut und langsam an den Wettkampfbetrieb herangeführt werden. 

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