Waldenburg zeigt Herz, holt aber nur einen Punkt
Die SG Sportschule Waldenburg ist in der Verbandsliga weiter mitten im Abstiegskampf. Team hat gegen Bad Mergentheim ordentlich gespielt, aber im Tiebreak verloren.

Die Volleyballer der SG Sportschule Waldenburg haben im Kampf um den Verbandsliga-Klassenerhalt alles auf dem Feld gelassen. Am Ende stand gegen den Tabellenvierten Bad Mergentheim aber eine bittere 2:3 (23:25, 25:21, 21:25, 25:11, 12:15)-Niederlage, die weh tat – und trotzdem Mut machte. Denn die Leistung der Waldenburger zeigte, dass die Mannschaft lebt und bereit ist, den Abstiegskampf anzunehmen.
Für Trainer Sebastian Schwiertz war das Spiel „brutal“
„Eieiei – natürlich ist so ein Spiel erst einmal brutal“, sagte Trainer Sebastian Schwiertz. „Aber gegen den Vierten so aufzutreten, das war alles andere als schlecht.“ Waldenburg trat mit voller Besetzung an, hoch motiviert und sich der enormen Bedeutung jedes einzelnen Punktes bewusst. In der extrem engen Tabellenkonstellation kämpft aktuell nahezu jede Mannschaft um den Klassenerhalt.
Der Auftakt verlief dennoch unglücklich. Den ersten Satz gaben die Waldenburger vor allem durch eine hohe Anzahl an Aufschlagsfehlern aus der Hand. „Bad Mergentheim hat uns weniger geschlagen, wir haben sie ins Spiel gelassen“, ärgerte sich Schwiertz. Ganz anders präsentierte sich sein Team im zweiten Durchgang. Viel stabiler. Mit einer soliden Blockarbeit, verbesserter Feldabwehr und einer risikoärmeren, aber präziseren Aufschlagtaktik fand Waldenburg zu seinem Spiel und glich verdient aus. Durch „Standard-Volleyball“ eben, wie Schwiertz fand. Aber das reichte zum verdienten Satzausgleich.
Nach furiosem Beginn den Rhythmus verloren
Auch der dritte Satz begann furios, doch nach einer Führung verlor die Sportschule plötzlich den Rhythmus. „Da ging uns der Kopf aus“, beschrieb der Trainer die Phase, in der einfache Punkte abgegeben wurden. Schwiertz reagierte mit mehreren Wechseln, versuchte seine Mannschaft wieder wachzurütteln. Trotz aller Bemühungen ging der Satz knapp verloren.
„Da haben wir uns zu viele unnötige Punkte nehmen lassen“, ärgerte sich der Coach.Die Antwort folgte eindrucksvoll. Im vierten Satz spielte Waldenburg wie entfesselt. Block und Feldabwehr funktionierten hervorragend, die Körpersprache stimmte – früh setzte sich die Sportschule deutlich ab und erzwang souverän mit 25:11 den Tiebreak. „Das war heute allgemein richtig stark, vor allem in der Abwehr“, lobte Schwiertz.
Waldenburg verliert die Nervenschlacht
Der fünfte Satz wurde dann zur Nervenschlacht. Bis zum Seitenwechsel blieb alles offen, doch in der entscheidenden Phase schlichen sich erneut Fehler ein. „Wir waren zu ungeduldig, haben zu oft direkt in den Block geschlagen“, so die Analyse von Schwiertz. Bad Mergentheim nutzte das konsequent aus und entschied den Tiebreak mit 15:12 für sich.Trotz der Enttäuschung überwog bei Schwiertz der Stolz. „Das war eine richtig gute Mannschaftsleistung. Ein, intensives, ein geiles Spiel, das hat gefetzt.“ Nun wartet jedoch ein knallhartes Programm: Heimspiele gegen Ludwigsburg III und Spitzenreiter Ellwangen sowie direkte Duelle gegen Fellbach und Eislingen. „Jetzt ist richtig Druck drauf – aber das liegt an uns. Wenn wir so auftreten, können wir uns da rauskämpfen.“ mars
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare