TSV Heinsheim: Gabriel Marinov (Körpergewicht: 68,0 kg) 163 Relativpunkte (Reißen 125 kg / Stoßen 165 kg), Deniz Daniv (62,3 kg) 161 KP (119 kg / 154 kg), Natalie Fein (52,8 kg) 83 KP (51 kg / 67 kg), Patrick Carvalho (70,2 kg) 81 KP (100 kg / 117 kg), Roi Tayler Pfister (67,5 kg) 75 KP (93 kg / 109 kg), Christian Martens (86,8 kg) 52,2 KP (- / 139 kg), Janick Kahse (50,50 kg) 31,5 KP (66 kg / -).
TSV Heinsheim erreicht bei Niederlage gegen Böbingen beinahe Saisonbestleistung
Vor 14 Tagen lagen bei den Relativpunkten noch Welten zwischen dem TSV Heinsheim und dem SGV Böbingen. Doch im direkten Duell setzten die Bad Rappenauer den Spitzenreiter der Zweitliga-Gruppe gehörig unter Druck. Der legte aber einen fast perfekten Wettkampf hin, weshalb die Heinsheimer viel Risiko gehen müssen.

Mit erhobenem Haupt konnten die Gewichtheber des TSV Heinsheim die Bühne trotz der 0:3-Niederlage gegen den SGV Böbingen verlassen. Bei dem einen oder anderen huschte direkt nach dem Zweitliga-Wettkampf sogar ein Lächeln übers Gesicht. „Wir haben es im Reißen spannend gemacht und im Stoßen unser Bestes gegeben“, bringt es Natalie Fein bei der Verabschiedung auf den Punkt. „Letztlich haben die Böbinger aber verdient gewonnen“, die mit ihren 693,0 Relativpunkten Saisonrekord in der Josef-Müller-Halle gestemmt haben.
Doch auch die Gastgeber kamen vor rund 270 Zuschauern, die die Josef-Müller-Halle wieder zu einem Hexenkessel machten, nahe an ihre Bestmarke in dieser Runde heran. Ihre 646,7 Zähler lagen nicht mal drei Relativpunkte unter ihrer besten Leistung, die sie Mitte Oktober beim A-Team Lifting in Augsburg aufgestellt haben. „Ich bin sehr zufrieden, es war eine gute Leistung von uns“, berichtet Trainer Ralf Fein.
Gabriel Marinov und Deniz Danev mit neuen persönlichen Bestleistungen
Die beiden Bulgaren, Gabriel Marinov mit 163,0 Relativpunkten sowie Deniz Danev mit 161 Relativpunkten, haben persönliche Bestleistungen aufgestellt. Und Patrick Carvalho hat im Reißen mit 100 Kilogramm seine Saisonbestleistung eingestellt.
Der eine oder andere Fehlversuch zu viel im Reißen hat einen Punktgewinn der Heinsheimer in der ersten Teildisziplin verhindert, in der sie sich viel ausgerechnet hatten. Nach dem ersten Durchgang in der zweiten Gruppe waren sie auf 237,0:240,0 Relativpunkte herangekommen. „Hätten wir einen perfekten Wettkampf absolviert, hätte es im Reißen mit dem Punktgewinn gereicht“, berichtet Ralf Fein.
Viel Risiko: TSV Heinsheim schrammt im Reißen am anvisierten Punkt vorbei
Er schränkt aber direkt wieder ein: „Die Böbinger hätten mit Oskar Olubek immer das letzte Wort gehabt. Man weiß ja nie, was Olubek mit seinem letzten Versuch gemacht hätte, hätten wir den einen oder anderen Versuch mehr gültig gehabt und die Böbinger dadurch mehr unter Druck gesetzt.“
In der ersten Gruppe ließen Natalie Fein und wohl auch Carvalho sowie Kahse und in der zweiten Marinov und Danev den einen oder anderen Punkt liegen. „Wir mussten aber ein bisschen mehr Risiko gehen“, sagt Ralf Fein. Denn der Spitzenreiter der 2. Bundesliga Gruppe B aus dem Rems-Murr-Kreis hat einen perfekten Wettkampf im Reißen hingelegt – neun Versuche, alle gültig.
Im Stoßen war für die Heinsheimer dann nicht viel zu holen. „Wir wussten, dass die Böbinger in dieser Disziplin stärker sind“, erklärt Ralf Fein. Zumal die Gäste auch hier zumindest in den ersten beiden Versuchen einen perfekten Wettkampf auf die Bühne der Josef-Müller-Halle zauberten. Erst, als der Sieg schon feststand, schwächelten sie etwas. Dennoch lobt Fabian Kluge seine Teamkameraden bei der Verabschiedung. „Das war eine absolute Teamleistung. Es hat jeder für jeden alles gegeben“, sagt der SGV- Mannschaftskapitän.
Fast perfekte Heimsaisonpremiere des 16-jährigen Janick Kahse für TSV Heinsheim
Eine fast perfekte Heimsaisonpremiere feierte Janick Kahse. Der 16-Jährige warf zwar seinen ersten Versuch im Reißen mit 62 Kilogramm weg. „Ich war sehr aufgeregt. Ich war gestern auch erst spät eingeschlafen“, erzählt er. Nach einem Mittagsschlaf sei er aber fit gewesen.
Sein Missgeschick im ersten Versuch hat ihn allerdings nicht aus der Bahn geworfen. „Die anderen haben mich beruhigt, mir gesagt, dass das immer mal passieren kann“, berichtet er. Denn dann blieb der Nachwuchsheber des TSV mit 66 Kilogramm nur 100 Gramm unter seiner Bestmarke. „Wir mussten ihn sogar einbremsen. Er wollte mit einem höheren Gewicht starten“, berichtet Ralf Fein.
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