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Aufstieg in die zweite Liga? Tischtennis-Drittligist Neckarsulm hofft auf Relegation

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Für die Neckarsulmer Drittliga-Männer entscheidet sich am Wochenende, wie der Weg in die zweite Bundesliga im Tischtennis aussieht. Der Abteilungsleiter jedenfalls ist sehr optimistisch.

Voller Fokus: Aleksa Gacev ist einer der besten Spieler der 3. Liga Nord und verstärkt ab dem Sommer die Sport-Union Neckarsulm.
Voller Fokus: Aleksa Gacev ist einer der besten Spieler der 3. Liga Nord und verstärkt ab dem Sommer die Sport-Union Neckarsulm.  Foto: IMAGO/Thorsten Gutschalk

Da spielen die Männer der Sport-Union Neckarsulm am Samstag (14 Uhr) in der 3. Liga als Zweiter beim Ersten 1. FC Saarbrücken II, erwarten 24 Stunden später in der Neckarsulmer Ballei den Dritten aus Kaiserslautern zu einem weiteren Tischtennis-Spitzenspiel - und trotzdem hat das wichtigste Ereignis am Wochenende so gar nichts mit dem Ausgang der beiden Drittligaduelle zu tun. Das hat viel mit der Ausgangslage zu tun. Rang zwei ist für Neckarsulm nach hinten abgesichert, Rang eins unrealistisch. "Am wichtigsten ist für uns am Wochenende, ob es eine Relegation gibt", sagt Julian Mohr.

Denn dann liegen nach dem Meldeschluss am Freitag die Mannschaftsmeldungen zur zweiten Bundesliga für die Saison 2024/25 beim Verband vor. Von ihnen hängt ab, ob und wie Neckarsulm via Relegation noch aufsteigen kann. "Zu 90 Prozent gibt es eine Relegation", sagt der bestens vernetzte Julian Mohr.

Aleksa Gacev wechselt nach Neckarsulm

Die neue Mannschaft für die nächste Spielzeit nimmt bereits Kontur an. Noch unabhängig von der Liga-Zugehörigkeit. In Aleksa Gacev wechselt die Nummer eins des aktuellen Tabellenführers der Nordstaffel der 3. Liga nach Neckarsulm. Gacev hat gerade mit Serbien an der WM in Südkorea teilgenommen, ist mit einer 16:4-Bilanz zweitbester Spieler der 3. Liga Nord.

Wie überzeugt man den Spitzenspieler eines sicheren Zweitliga-Aufsteigers zu einem möglichen Zweitliga-Aufsteiger zu wechseln? "Bei uns spielt er künftig auch 2. Bundesliga", ist sich Julian Mohr sicher. Neckarsulm kann Sprungbrett sein, so wie bei Florian Bluhm und nun auch Albert Vilardell, der mit Mainz künftig 2. Bundesliga spielen wird. "Wir wollen die Mannschaft so aufstellen, dass wir auch in der 2. Liga eine gute Rolle spielen. Helfen soll dabei der 24-jährige Gacev. Als "sehr aggressiven Spieler, der feste Bälle schlägt" und "absoluten Kämpfer, der nie aufgibt", beschreibt Julian Mohr den künftigen Neckarsulmer.

Verhandlungen mit Stammspieler für das vordere Paarkreuz sind weit gediehen

Gacev trainiert übrigens gemeinsam in Grünwettersbach mit Albert Vilardell, den er quasi ersetzt. "Albert wird ihm nur Gutes erzählt haben", sagt Julian Mohr und lacht. Kurioserweise nimmt sich der Tischtennis-Abteilungsleiter mit jedem seiner Transfers mehr aus der künftigen Startaufstellung. Denn ein neuer Stammspieler fürs vordere Paarkreuz wird noch kommen. "Wir sind schon sehr weit", sagt Mohr. Ein fünfter Mann für besondere Anlässe, so wie in dieser Spielzeit der Inder Ronit Banjha ist zudem eingeplant. Klar ist hingegen: Vladimir Anca verlässt Neckarsulm in noch unbekannte Richtung.

Am Samstag bei Spitzenreiter 1. FC Saarbrücken ist der Inder Ronit Bhanja mit dabei, Anca dadurch nur Ersatz. Seit Dienstag ist die indische Nummer zwei in Deutschland, um sich zu akklimatisieren. Neckarsulm will den haushohen Favoriten ein bisschen ärgern. "Mit ihrer Aufstellung hätten die Saarbrücker auch eines der besten Zweitliga-Teams", sagt Julian Mohr.

Letztes Heimspiel für die Frauen am Sonntag

Für die Neckarsulmer Frauen steht am Sonntag (14 Uhr) gegen den Zweiten SSV Schönmünzach bereits das finale Saison-Heimspiel und damit auch nach vier Jahren der letzte Auftritt von Simona Horvathova im Sport-Union-Trikot an.

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