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Eishockey-Baden-Württemberg-Liga
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Thomas Gödtel von den Eisbären Heilbronn für anderthalb Jahre gesperrt

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Der 10:3-Heimsieg der Eisbären Heilbronn gegen die Baden Rhinos hat für Heilbronns 41 Jahre alten Verteidiger Thomas Gödtel ein unangenehmes Nachspiel. Das sind die Gründe.

Marco Haas (links) trifft gegen die Baden Rhinos zweimal, verpasst hier aber einen weiteren Treffer knapp.
Marco Haas (links) trifft gegen die Baden Rhinos zweimal, verpasst hier aber einen weiteren Treffer knapp.  Foto: Seidel, Ralf

Kai Sellers ist auch eine halbe Woche nach dem 10:3-Sieg der Eisbären Heilbronn in der Meisterrunde der Baden-Württemberg-Liga gegen die Baden Rhinos aus Hügelsheim fassungslos. 16 Sekunden vor dem Ende kam es zu einer Massenschlägerei auf dem Eis – mit dem Resultat, dass Heilbronns Thomas Gödtel wegen einer Tätlichkeit gegen einen Offiziellen für anderthalb Jahre gesperrt wurde und Hügelsheims Denis Majewski für acht Spiele. „Das hätte nicht sein müssen bei dem Ergebnis. Wir hatten die Rhinos im Griff“, berichtet Eisbären-Trainer Sellers.

Eisbären Heilbronn gegen Baden Rhinos: Gödtel sieht nach Angriff von Denis Majewski Rot

Doch was war passiert? Nach einem Wortgefecht und Gerangel zwischen Gödtel und Mirco Majewski, das die beiden aber schnell geklärt hatten – auch das Schiedsrichtergespann hatte die Streithähne bereits im Griff –, kam Denis Majewski und landete in Gödtels Gesicht einen sogenannten Suckerpunch, mit dem er dem Heilbronner Verteidiger die Nase brach.

Daraufhin sah der 41-Jährige „Rot“, wie es Sellers nennt, und riss sich vom Schiedsrichter los, der davongeschleudert wurde und ging auf Denis Majewski los. Das Losreißen wurde vom Sportgericht nun als Tätlichkeit gegen einen Offiziellen gewertet. „Ich war davon ausgegangen, dass es vielleicht zehn Spiele werden. Aber eine Sperre von anderthalb Jahren ist starker Tobak“, sagt Sellers konsterniert.

Von einem Einspruch gegen das Urteil sehen die Eisbären-Verantwortlichen allerdings voraussichtlich ab. „Ein Einspruch kostet viel Geld. Und vielversprechend ist er nicht. Denn wir können nicht verleugnen, dass sich Thommy Gödtel vom Schiedsrichter losgerissen hat“, erklärt Sellers. Darüber hinaus schlug Hügelsheims Goalie Riku Törnqvist auf dem Weg in die Kabine auf die Glastür der Gästeumkleide, die daraufhin zu Bruch ging.

Souveräner Heimsieg der Eisbären Heilbronn im "El Clasico" gegen Baden Rhinos

Eishockey wurde im „El Clasico“ der Baden-Württemberg-Liga auch gespielt. Obwohl die Rhinos ersatzgeschwächt in die Kätchenstadt gereist waren, waren „die zwölf Spieler, die da waren, gut“, zollt Sellers den Hügelsheimern Respekt. Die Gäste hatten auch die ersten beiden Gelegenheiten. Die Tore machten aber die Eisbären. Henry Wagner (6. Minute), Marco Haas (7.) und Nico Horter (10.) sorgten für die 3:0-Führung für Heilbronn. Eine Überzahl ermöglichte den Gästen den Anschlusstreffer durch Maxim Engel (12.).

Doch noch vor der Drittelpause stellte Thomas Callaghan den alten Abstand wieder her (20.). Im zweiten Drittel legte Stefano Rupp das 5:1 nach (25.), ehe Engel (28.) und Denis Majewski (29.) auf 3:5 verkürzten. Das Spiel schien zu kippen. Doch Philip Spechtenhauser sorgte mit dem 6:3 dafür (36.), dass das Momentum endgültig bei den Eisbären lag. Haas (46.), Wagner (58.), Callaghan (59.) und Kevin Dibrox (60.) sorgten im letzten Abschnitt dafür, dass die Torausbeute des HEC auch im vierten Spiel der Meisterrunde zweistellig wurde. 

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