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SG Waldenburg holt vier Punkte gegen zwei Spitzenteams

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Die SG Sportschule Waldenburg sendet ein Signal im Abstiegskampf der Verbandsliga. SG überzeugt gegen Tabellenführer und -zweiten.

Der Waldenburger Kevin Wulf nimmt Maß. Die SG gewann gegen erst gegen Ludwigsburg, verlor dann aber gegen Ellwangen.
Foto: Herbert Schmerbeck
Der Waldenburger Kevin Wulf nimmt Maß. Die SG gewann gegen erst gegen Ludwigsburg, verlor dann aber gegen Ellwangen. Foto: Herbert Schmerbeck  Foto: Herbert Schmerbeck

Es war ein erfolgreicher Kraftakt der SG Sportschule Waldenburg am Sonntagmittag. Gegen den Verbandsliga-Zweiten Barock Volleys MTV Ludwigsburg III gewannen die Gastgeber in der heimischen Mehrzweckhalle mit 3:1 (20:25, 25:19, 25:21, 25:20).

Im zweiten Spiel gegen den Spitzenreiter TSV Ellwangen holte das Team von Trainer Sebastian Schwiertz beim 2:3 (17:25, 25:19, 22:25, 25:17, 8:15) immerhin einen Punkt. Der Coach zeigte sich entsprechend zufrieden. „Im Großen und Ganzen kann ich einfach nur stolz auf meine Jungs sein“, sagte er.

SG Sportschule Waldenburg dreht ab dem zweiten Satz auf

Im ersten Spiel gegen die dritte Mannschaft aus Ludwigsburg – gespickt mit talentierten Nachwuchsspielern – tat sich Waldenburg zunächst schwer. Vor allem in der Annahme wackelte es, der Gegner setzte die Gastgeber mit druckvollen Aufschlägen unter Druck. „Da konnten wir unseren Angriff nicht richtig aufbauen“, sagte Sebastian Schwiertz.

Doch ab dem zweiten Satz drehte die SG auf. Mit stabiler Annahme, variablerem Angriffsspiel und einer zwischenzeitlich deutlichen Führung brachte Waldenburg die Partie unter Kontrolle. Auch personell rotierte der Trainer, brachte unter anderem Nils Schmidt und Timo Karnold, um Spielpraxis zu verteilen. Der Spielfluss litt darunter nicht. „Wir haben mutig gespielt“, meinte Karnold.

Gelungener Heimspieltag der Waldenburger

Besonders hervor hob Schwiertz die Leistungen von Hendrik Klopfer sowie Außenangreifer Imanuel Schlimm, der „eine absolute Bank“ gewesen sei.

„Wir hätten nicht gedacht, dass wir so auftreten, wie wir aufgetreten sind“, meinte Schlimm. „Ich würde sagen, das war ein gelungenes Heimspiel. Und das zweite Spiel, würde ich sogar sagen, war eigentlich noch besser. Leider hatte es ein unglückliches Ende. Aber wir haben über unserem normalen Niveau gespielt – da kann man bei dem 2:3 eigentlich zufrieden sein.“ Gegen Ellwangen entwickelte sich von Beginn an eine intensive Partie. Den ersten Satz gab Waldenburg ab, weil unter anderem in der Feldabwehr zu wenig gelang. „Wir haben versucht, frei aufzuspielen“, meinte Kevin Wulf. Wir haben richtig gekämpft und konnten sie ganz gut ärgern.“

SG Sportschule zeigt Moral 

Doch die SG zeigte Moral, glich mit einem starken zweiten Durchgang aus und kämpfte sich in die Partie. Nach wechselhaften Sätzen ging es in den Tiebreak. Dort geriet Waldenburg früh deutlich ins Hintertreffen. Beim Seitenwechsel lag das Team bereits 1:8 zurück. „Da hat am Anfang einfach gar nichts funktioniert – viele Eigenfehler“, sagte Schwiertz. Der Rückstand war nicht mehr aufzuholen, Ellwangen entschied den fünften Satz für sich. „Da hat uns etwas die Konzentration gefehlt“, meinte Wulf.

Trotz der knappen Niederlage überwog beim Waldenburger Coach das Positive: „Vier Punkte gegen den Ersten und Zweiten – das ist absolut genial. Natürlich geht immer mehr, aber wir müssen die Kirche im Dorf lassen.“

Kurioses Saisonfinale für Waldenburg

Die Ausgangslage vor den letzten vier Saisonspielen ist brisant. Waldenburg trifft jeweils zweimal auf Ludwigsburg IV und Eislingen – gegen beide Teams hat die SG in dieser Spielzeit noch nicht gespielt, da frühere Spieltage verlegt werden mussten. „So ein Saisonfinale habe ich in 30 Jahren noch nicht erlebt“, sagt Schwiertz. Klar ist: Mit einem erfolgreichen Heimspieltag am kommenden Wochenende könnte Waldenburg einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen und sich vom Relegationsplatz absetzen.

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