SC Eppingen entledigt sich mit optimaler Ausbeute aller Abstiegssorgen
Gegen den SV Walldorf, die OSG Baden-Baden II und den TSV Schönaich holt der SC Eppingen sechs Punkte. Rechnerisch kann der Schach-Zweitligist nicht mehr auf einen Abstiegsplatz abrutschen und setzt sich nun neue Ziele.

Zwei Punkte hatte sich Christopher Noe für seinen SC Eppingen von dem Dreier-Einsatz der Kraichgauer an diesem Wochenende in der 2. Bundesliga gewünscht. Vier wären für den SCE-Großmeister schon top gewesen. Am Ende ist sogar die optimale Ausbeute von sechs Zählern herausgesprungen. „Wir haben wesentlich mehr Punkte geholt, als wir erwartet hatten“, berichtet Noe. Die Eppinger bezwangen am Freitag den SV Walldorf mit 5,0:3,0, am Samstag den Meisterschaftsanwärter OSG Baden-Baden II mit 5,5:2,5 sowie am Sonntag den TSV Schönaich ebenfalls mit 5,5:2,5.
Durch die sechs Zähler verdoppelten die Kraichgauer ihre bisherige Punkte-Ausbeute allein an diesem Wochenende und kletterten auf den fünften Tabellenplatz. Mit nun zwölf Zählern auf dem Konto haben sie sich auch aller Abstiegssorgen entledigt. Die Eppinger können nicht mehr auf einen der letzten drei Ränge abrutschen.
Eppingens Christopher Noe schielt auf die Podiumsplätze
Für Noe ist damit die Marschroute für die letzten beiden Runden in dieser Saison klar. „Da wir unser Saisonziel erreicht haben, gilt es jetzt, aus dem Mittelfeld rauszukommen. Mein Ziel ist immer, auf die Podiumsplätze zu kommen“, erklärt der SCE-Großmeister. „Es liegt aber nicht in unserer Hand. Die Teams vor uns müssten patzen.“
Am Wochenende lief alles für die Eppinger – selbst gegen den Tabellendritten Baden-Baden II. „Irgendetwas müssen wir richtig gemacht haben, was bei Baden-Baden nicht lief“, erklärt Noe. „Ein Faktor war, dass ein Spieler der OSG den Spielsaal nicht gefunden hatte, weil wir ausnahmsweise in Mühlbach gespielt haben. Dadurch hatten wir von Beginn an einen kampflosen Punkt. Das hat unterbewusst geholfen. Aber auch in den Partien waren wir überall am Drücker. Wir haben sogar ein paar Brettpunkte liegen gelassen.“
Ein Baden-Badener Großmeister findet Spiellokal nicht
Bilel Bellahcene, an Brett drei Gegner von Agoston Juhasz, stand wohl in Eppingen vor verschlossenen Türen und konnte niemanden mehr erreichen, weil alle ihre Telefone zumindest stumm geschaltet hatten. Am Sonntag zum Duell der Baden-Badener gegen Walldorf war er im Einsatz.
Gegen Walldorf am Freitag mussten die Eppinger sogar mehr kämpfen als gegen die OSG-Reserve. „Wir tun uns schon seit Jahren mit Walldorf schwer. Es sah lange relativ ausgeglichen aus“, erzählt Noe. Der SCE musste allerdings auch Ersatz stellen. Für Jonas Hacker, der bis Freitag in Ungarn weilte, kam Arndt Miltner zum Einsatz. „Er hat sich schwer getan und musste auch die Segel streichen“, berichtet Noe. „Erst, als Agoston Juhasz am dritten Brett gewonnen hat, ging es in unsere Richtung. Der Sieg war letztlich verdient, aber es war relativ knapp und umkämpft.“
Gegen Schönaich wird Eppingen seiner Favoritenrolle gerecht
Zum Abschluss des Wochenendes wurden die Eppinger ihrer Favoritenrolle gegen Schönaich gerecht. „Die Schönaicher waren relativ schwach angetreten. Sie hatten sich wohl für dieses Wochenende überhaupt nichts ausgerechnet“, erzählt Noe. „Wenn man die Elo-Zahlen in Prozentquoten umrechnen würde, hatten wir an den hinteren Brettern eine 95-prozentige Siegchance.“
Und so kam es auch. Durch die Siege von Zoltan Medvegy gegen Christian Beyer, Christian Mann gegen Moritz Reck, Danijel Gibicar gegen Nils Stukenbrok und Veaceslav Cofmann gegen Yunqi Li führte der SCE mit 4:0. „Dann braucht man nicht mehr viel, um den Teamerfolg einzufahren“, sagt Noe.
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