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Rudis Riesencoup: Molleker jubelt beim Neckar-Cup

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Der 17-jährige Tennisprofi schlägt im Finale des Challenger-Turniers von Heilbronn Jiri Vesely und klettert in der Weltranglistenpunkte um etwa 200 Plätze nach oben.

Von Stefanie Wahl

 

Im Moment des größten Glücks geht Rudolf Molleker in die Knie. Der Sieger der Herzen ist der 17-Jährige schon längst, doch am Pfingstsonntag ist er auch der sportliche Gewinner des 5. Neckar-Cup. Das Supertalent aus Oranienburg schlägt im Finale den an Nummer zwei gesetzten Tschechen Jiri Vesely mit 4:6, 6:4 und 7:5, schreit seine Freude in den Himmel und macht die Säge. „Eine geile Woche für dich Rudi, du hast eine ganz große Zukunft“, sagt der 24-jährige Vesely, der zu Juniorenzeiten für den TC Lauffen aufgeschlagen hat.

Jüngster Challenger-Sieger seit Zverev

Molleker, der von Turnierdirektor Metehan Cebeci eine Wildcard für das Hauptfeld erhält, ist der Mann der Woche. Mit Erfolgen über Enrique Lopez Perez, Yannick Hanfmann, Alexej Vatutin und Juan Ignacio Londero spielt er sich ins Finale – und gewinnt sein erstes Challenger. Obendrein ist er nach Alexander Zverev 2014 in Braunschweig der Jüngste, der bei einem Challenger jubelt. Das muss der Blondschopf erst einmal verarbeiten. Mit freiem Oberkörper steht er hernach in der Tennishalle am Trappensee, ballt immer wieder die Faust und herzt seine Eltern, die ihm die Daumen gedrückt haben. Vor ihnen auf dem Tisch steht der silberne Pokal. „Die Gefühle sind unbeschreiblich“, sagt Molleker, „und dann auch noch zu Hause in Deutschland.“

 


 

Im ersten Satz hat Rudi Molleker noch zu viele Fehler gemacht, früh ein Break kassiert. „Ich wusste, dass ich kämpfen muss und Jiri ein harter Brocken wird, aber mein Trainer kennt ihn gut und hat mir ein paar Tipps gegeben“, meint der junge Profi, der Basketball liebt. Die Ratschläge nutzt Molleker, der im Tennis-Internat in Hannover arbeitet, puscht sich nach jedem seiner elf Asse und beißt sich durch. Nach 1.50 Stunden hat er es geschafft und krönt sich zum würdigen Nachfolger von Filip Krajinovic. Der Serbe ist inzwischen zur Nummer 33 der Welt aufgestiegen.

Perfekte Woche für Doppel-Duo

Zuvor hat das australisch-niederländische Duo Rameez Junaid/David Pel gegen Kevin Krawietz und Andreas Mies 6:2, 2:6 und 10:7 gewonnen. Mit einem lauten Schrei verwandelte das neu zusammengestellte Doppel den ersten Matchball und feierte das Ende einer perfekten Woche mit dem Turniersieg. „Vielleicht hat uns in manchen Situationen die Lockerheit gefehlt, weil wir den Erfolg zu sehr wollten“, sagt Andreas Mies und gratuliert fair seinen ehemaligen Partnern. 

 

Der Neckar-Cup im Internet

www.neckarcup.de

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