Richard Wienold als WM-Fünfter zur DM
Snooker-Ass des Bundesligisten TSG Heilbronn spekuliert mit einer Medaille. Im Fall eines Titelgewinns wäre der 27-Jähjrige deutscher Rekordmeister.

Er zählt zu den besten Snooker-Amateuren – und das nicht nur auf nationaler Ebene. Richard Wienold ist Ende der vergangenen Woche als Fünftplatzierter der Weltmeisterschaft im 15-Reds Snooker aus Doha/Katar zurückgekehrt. Zeit, um sich auf seinen sportlichen Lorbeeren auszuruhen, hat der Bundesliga-Spieler der TSG Heilbronn jedoch nicht. An diesem Donnerstag ist der 27-Jährige bereits wieder bei den deutschen Meisterschaften gefordert. In Bad Wildungen hat er noch eine Rechnung offen, war dort vergangenes Jahr als Titelverteidiger angereist, aber dann bereits im Viertelfinale ausgeschieden.
Am Wochenende haderte Richard Wienold noch mit seiner glatten 0:4-Pleite im WM-Viertelfinale gegen den katarischen Lokalmatador Ali Alobaidli. „Im ersten Frame hatte ich noch gute Chancen, doch danach hat er mich komplett kalt gestellt und aus dem Spiel genommen“, sagt Wienold. Er hatte nicht seinen besten Tag erwischt, war letztlich mit Platz fünf aber trotzdem zufrieden, da er sein persönliches Ziel Achtelfinale übertroffen hatte. Bei Weltmeisterschaften in der 6-Reds-Variante hatte der TSG-Spieler 2021 und 2024 jeweils die Bronze gewonnen.
Richard Wienold kann erster Spieler mit vier deutschen Titeln werden
Doch nach der Weltmeisterschaft ist vor den nationalen Titelkämpfen. Wienold startet hochmotiviert, hoch sind auch seine Erwartungen. „Schaue ich auf die vergangenen drei Jahre zurück, habe ich das Turnier zweimal gewonnen. 2024 war ich mit dem Aus im Viertelfinale definitiv nicht zufrieden“, sagt Wienold und legt den Fokus wieder auf ein erfolgreicheres Abschneiden. „Ich will es nicht aussprechen, aber ich wünsche mir schon eine Medaille“, sagt Richard Wienold und hofft insgeheim auf die goldene und damit den Titelgewinn. Es wäre nach 2017, 2022 und 2023 bereits sein vierter Erfolg bei den Männern im herkömmlichen Snooker mit 15 roten Kugeln – dieses Vierfach-Kunststück hätte zuvor noch kein Spieler geschafft.
„Ich wäre dann deutscher Rekordmeister“, sagt Richard Wienold ohne voreilig sein zu wollen. Auch in der Variante 6-Reds triumphierte Wienold bei nationalen Meisterschaften bereits dreimal – 2017, 2024 und in diesem Jahr. Neben dem in Leonberg lebenden Unterländer treten mit Manuel Ederer und Soner Sari zwei weitere Akteure aus der Heilbronner Bundesliga-Mannschaft in diesem Wettbewerb in der Wandelhalle in Bad Wildungen an.
Die „Zentralen Deutschen Meisterschaften“ finden immer in Bad Wildungen statt
Die rund 18 000 Einwohner zählende nordhessische Kleinstadt ist traditionell Austragungsort der zentralen Deutschen Meisterschaften sämtlicher Altersklassen in allen Disziplinen des Billardsports, die bereits am 8. November begonnen haben und an diesem Sonntag enden.
Unter anderem wurde bereits der Meister im 15-Reds Snooker der Senioren ermittelt. Auch hier war in Suphi Yalmann, Thomas Ruppel und Engin Dogan ein TSG-Trio vertreten. Yalmann und Ruppel trafen im Achtelfinale aufeinander, Yalmann setzte sich durch, schied dann aber im Viertelfinale aus. Für Engin Dogan, der als Nachrücker zu seiner ersten DM reiste, war bereits nach der Gruppenphase Schluss.
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