Neckarsulmer Schwimmer räumen bei Unterländer Sportlerwahl ab
Alle drei Titel bei der Wahl der Sportler des Jahres gehen an Schwimmer der Neckarsulmer Sport-Union. Gewonnen haben die Staffel, Henning Mühlleitner und Annika Bruhn.
Prasselnder Beifall, johlende Fans im Veranstaltungssaal "Unter der Pyramide" der Kreissparkasse Heilbronn. Henning Mühlleitner, Top-Schwimmer von der Neckarsulmer Sport-Union, steht als Unterländer Sportler des Jahres 2018 im Rampenlicht. Und erzählt im Gespräch mit Uwe Ralf Heer, dem moderierenden Chefredakteur der Heilbronner Stimme, ganz entspannt von seinem Hobby, dem Kochen. "Meine Spezialität sind Schweinlendchen mit Spätzle und Rahmsoße."
60 Jahre zuvor war erstmals ein Unterländer Sportler des Jahres geehrt worden, am 5. Januar 1959 in der Heilbronner Mönchseehalle. Lang ist der Reigen der Namen von damals bis heute.
Die Qual der Wahl der Juroren
Das aktuelle Klassement ist eine Mixtur aus der traditionsreichen Leserwahl und einem Juryentscheid, der mit einfließt. "Wir hatten wirklich keine leichte Wahl", sagte Klaus Ranger, der Vorsitzende des Sportkreises Heilbronn.
Auf Platz eins bei den Frauen: Annika Bruhn, ebenfalls von der Neckarsulmer Sport-Union, mit Medaillen dekoriert bei EM und DM. Sehr viel Training ist dafür nötig. "So wie jeder in seinen Beruf geht, gehen wir halt ins Schwimmbad", sagte sie lapidar.
Ohne Fleiß kein Preis

Starke Sportler standen am Donnerstagabend im Mittelpunkt - in der absoluten Spitze, aber auch breit gestreut auf viele Sportarten. Traditionell werden beim Fest des Sports die Schecks an die Athleten übergeben. Die Fördersumme: stolze 72.613 Euro. "Die Unterländer Sporthilfe hat über viele Jahre einen tollen Job gemacht", sagte der neue Vorsitzende, Richard Lohmiller.
Er stellte das neue Perspektivteam für Olympia 2024 in Paris vor. Gefördert werden sollen darin "junge Leute, die sich zeigen, die nach vorne gehen". Man habe schnell "gemerkt, dass diese Idee bei Sponsoren auf offene Ohren gestoßen ist". Marco Haaf ist als sportlicher Koordinator des Perspektivteams für 2024 dabei. Er hat die Ruderin Carina Bär einst als Entdecker und langjähriger Heimtrainer auf den Weg zum Olympiasieg gebracht. "Eine Region braucht Leuchttürme", sagte Stimme-Chefredakteur Uwe Ralf Heer. "Mindestens fünf Sportler wollen wir für 2024 entwickeln."
Zu viert zum Rekord
Auch in der Mannschaftswertung der Unterländer Sportlerwahl gab es einen Schwimmer-Triumph. Wieder Platz eins für die Neckarsulmer Sport-Union. Diesmal die Mixed-Staffel über 4x100 Meter.
Rang zwei ging an die Ringer der Red Devils Heilbronn. Der an die nationale Spitze vorgestoßene Bundesligist erschien mit großem Aufgebot. Macher Jens Petzold freute sich: "Wir haben abgeliefert." Noch fehlt die absolute Krönung, der deutsche Titel. "Aber wir brauchen ja noch Ziele." Auf Platz drei bei den Mannschaften: die Handballer des TSB Horkheim. Sie trainierten am Donnerstagabend fleißig. Manager Michael Löbich wurde allein auf die Bühne geschickt. "Ich bin der Einzige, auf den sie verzichten können."
Vision 2024: Die Sporthilfe Unterland/Hohenlohe will Talente aus der Region zu Olympia in Paris schicken und gründet dafür mit Premiumsponsoren ein Perspektivteam #festdessports2019
— Stimme.de (@stimmeonline) 7. Februar 2019
Unverzichtbar war Peter Schramm stets fürs Weltklasse-Hochsprungmeeting in Eberstadt. Es könnte nach dem Aus dort einen Neubeginn 2020 andernorts geben, nämlich in der Heilbronner Innenstadt, wie Uwe Ralf Heer andeutete. Peter Schramm kennt die entscheidende Hürde: "Man muss das Geld zusammenbekommen." Er wurde für sein jahrzehntelanges Engagement geehrt.
Besonders im Auge des Leichtathletik-Kenners Schramm: Isabel Leibfried von der TSG Heilbronn, deutsche Vizemeisterin im Marathon, Dritte bei der Unterländer Sportlerwahl. "Außer Laufen und Arbeiten mach ich nicht mehr viel."
Ringer Eduard Popp ist gerade im Trainingslager

Zweite wurde Selina Kalmbach, Bundesliga-Handballerin bei der Neckarsulmer Sport-Union. Ziel: erneuter Klassenerhalt. "Wir werden alles dafür geben."
Zweiter bei den Männern wurde Daniel Wörz, der Turner von der TG Böckingen, Reck-Dritter bei der Junioren-EM, derzeit beim Nationalmannschafts-Lehrgang.
Dritter wurde Ringer Eduard Popp von den Red Devils Heilbronn. Er konnte auch nicht kommen, aus nachvollziehbaren Gründen. Mit dem Nationalteam ist er auf russische Einladung ganz weit weg, um zu trainieren, in Sotschi. Da kann man nicht mal schnell in Heilbronn vorbeikommen.
Mehr zum Thema: Der kreative Taktiker, die Leaderin und eine Rekord-Staffel - Das sind die Sieger der Unterländer Sportlerwahl
Die Gewinner
Frauen
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Annika Bruhn, Schwimmen
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Selina Kalmbach, Handball
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Isabel Leibfried, Leichtathletik
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Amelie Kühne, Klettern
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Carina Bär, Rudern
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Katharina Rumpus, Inline-Speedskating
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Celine Rieder, Schwimmen
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Katharina Wolff, Triathlon
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Lena Mayer, Karate
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Eleonora Tissen, Rollkunstlaufen
Männer
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Henning Mühlleitner, Schwimmen
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Daniel Wörz, Turnen
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Eduard Popp, Ringen
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Jörg Bertsch, Inline-Alpin
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Felix Landes, Kanu
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Felix Mairhofer, Leichtathletik
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Markus Pommer, Motorsport
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Slawa Spomer, Boxen
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Edwin Baitinger, Karate
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Richard Wienold, Snooker
Mannschaft
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Neckarsulmer Sport-Union, Schwimmen (4x100 Meter Mixed)
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Red Devils Heilbronn, Ringen (Männer)
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TSB Horkheim, Handball (Männer)
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VfB Eppingen, Futsal (A-Junioren)
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SG Schozach/Bottwartal, Handball (Frauen)
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Neckarsulmer Sport-Union, Tischtennis (Frauen)
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RV Nordheim, Voltigieren (Juniorinnen)
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TSG Heilbronn, Snooker (Männer)
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Neckarsulmer Sport-Union, Tischtennis (Männer)
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SV Leingarten, Tennis (Männer)
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