Motorsportler Heiko Hammel hat erneut einen vollen Terminkalender
Der Forchtenberger geht in sein 18. Jahr im Automobilsport. Der 32-Jährige startet 2021 gleich in mehreren Serien und mit verschiedenen Fahrzeugen.

Heiko Hammel will sich nicht ausbremsen lassen. Selbst von der Corona-Pandemie nicht. Der Forchtenberger startet auch in diesem Jahr in verschiedenen Rennserien, unter anderem bei der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS, ehemals VLN) und beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring mit dem neuen KTM GTX. Seine Vielseitigkeit beweist er in der NES 500 Langstreckenserie, in der er mit einem Opel Astra TCR startet und in der Youngtimer Trophy mit einem Porsche 911 RSR. Mit allen Programmen wird der 32-Jährige in diesem Jahr wieder bei 15 Rennen starten, falls Corona dies zulässt. In seinem 18. Jahr im Automobilsport wird er in diesem Jahr das 300. Autorennen seiner Karriere bestreiten.
"Ich denke, dass ich vor jedem Rennen mindestens einen Schnelltest brauchen werde", sagt Hammel. Die Einschränkungen und Regelungen nimmt er aber klaglos in Kauf. Schließlich geht es auch um die eigene Sicherheit. "Ich nehme diese Saison so mit und hoffe, dass es wieder besser wird", sagt Hammel. "Man hat ja jetzt schon das Gefühl, dass es wieder ein verlorenes Jahr ist. Für viele wird es ums Überleben gehen."
Mit bis zu 600 PS über den Nürburgring

Das Hauptprogramm wird Hammel mit dem Team McChip-DKR auf dem Nürburgring absolvieren, mit dem er die vergangenen Jahre mit einem Lamborghini Huracan GT3 Evo und einem Renault RS01 GT3 unterwegs war. Das neue Gefährt des Teams aus Euskirchen ist der nagelneue KTM GTX, ein Auto dessen Karosserie aus Carbon besteht und von einem Audi-Fünf-Zylinder-Motor mit bis zu 600 PS angetrieben wird. Das Programm ist zuerst einmal auf die ersten drei Saisonrennen der NLS ausgelegt. Als Highlight kommt das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring hinzu. Das Auto ist von den Fahrdaten etwas langsamer als ein GT3-Auto, da es weniger aerodynamischen Abtrieb besitzt. Deshalb startet das Fahrzeug auch in einer eigenen Klasse gegen andere baugleiche KTM GTX.
Der Hersteller aus Österreich ist eigentlich für Motorräder bekannt und ist der größte Motorradhersteller Europas. Seit dem Jahr 2008 stellt KTM mit dem "X-Bow" ein eigenes Auto her und versucht auf dem Sportwagenmarkt Fuß zu fassen. Das neuste Auto ist der GTX, der vom Audi-RS3-Motor angetrieben wird.
Seit 14 Jahren Erfahrung mit dem Porsche 911

Des Weiteren startet Hammel in der DMV NES 500 mit einem Opel Astra TCR für das Caisley International Racing Team. Die DMV NES500 ist eine nationale Langstreckenserie in Deutschland, das erste Rennen findet bereits nächstes Wochenende auf dem Hockenheimring statt. Die gesamte Saison besteht aus sechs Rennen in Oschersleben, auf dem Sachsenring, Lausitzring, Nürburgring und im niederländischen Assen.
Bereits seit 14 Jahren ist Heiko Hammel mit einem Porsche 911 RSR in der Youngtimer Trophy unterwegs. Das ist die größte Rennserie für klassische Rennfahrzeuge in Europa. Beim Saisonhighlight auf dem Nürburgring, dem 24h Classic, starten weit über 200 Fahrzeuge in ein Drei-Stunden-Rennen. Nach dem Gesamtsieg beim Saisonauftakt in Hockenheim 2020, führte Heiko Hammel das zweite Rennen auf dem Nürburgring bei strömendem Regen zeitweise an und schied nach Rennhalbzeit mit einem Elektronikschaden aus. Auch in diesem Jahr wird er bei ausgewählten Rennen mit dem Porsche 911 RSR für den Rennstall von Pady O"Grady in Fellbach an den Start gehen. "Ohne ABS, Servolenkung und andere elektronische Hilfsmittel ist das Fahren mit so einem alten Rennauto auf der Nürburgring-Nordschleife eine große Herausforderung, die ich gerne annehme", sagt Hammel.
Test-Wochenende fällt dem Wetter zum Opfer
Am vergangenen Wochenende hätte die Saison auf dem Nürburgring mit den Test- und Einstellfahrten gestartet werden sollen, diese wurden aber aufgrund von Schnee in der Eifel abgesagt. Nun geht es am Wochenende direkt mit einem Doppelpack los: Samstags findet der erste Lauf der NLS auf dem Nürburgring statt und am Sonntag der erste Lauf zur DMV NES 500 auf dem Hockenheimring.
Momentan gibt es eine Freigabe für die Rennen. "Bisher ist alles auf grün", sagt Hammel. "Der Kreis Ahrweiler befindet sich zwar im harten Lockdown, aber der Profisport VLN darf stattfinden."

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