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Nach einem Schritt zurück, will Jürgen Bender wieder zwei nach vorne machen

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2023 war für den Neckarsulmer GT-Piloten Jürgen Bender aus motorsportlicher Sicht ein gebrauchtes Jahr. 2024 möchte er in der Spezial Tourenwagen Trophy wieder an alte Erfolge anknüpfen.

Jürgen Bender (links) wird sich auch in diesem Jahr mit namhaften Konkurrenten wie Uwe Alzen (rechts) auseinandersetzen müssen.
Jürgen Bender (links) wird sich auch in diesem Jahr mit namhaften Konkurrenten wie Uwe Alzen (rechts) auseinandersetzen müssen.  Foto: hts

Die motorsportliche Vita von Jürgen Bender ist lang. Vieles erlebt, vieles gesehen und noch mehr gewonnen hat der 65-Jährige in verschiedenen Rennserien und auf diversen Strecken in Europa.

Und doch war das Motorsport-Jahr 2023 eines, an dass sich Bender und sein Team der Sportwagenschmiede Bayer aus Erlenbach noch lange erinnern werden - ausnahmsweise allerdings nicht wegen des besonders erfolgreichen Abschneidens.

Guter Dinge trotz wenigen Testkilometern

Statt in der Spezial Tourenwagen Trophy (STT) oder der P9-Challenge um die Titel mitzufahren, stand Benders Chevrolet Corvette C7 GT3-R länger in der Werkstatt, als es dem Fahrer des MC Heilbronn lieb gewesen war. Erst fehlten nach Getriebe- und Motorenproblemen wichtige Ersatzteile, dann landete die schwarz-blaue Corvette am Nürburgring nach etwas zu viel Übersteuern beim Herausbeschleunigen aus einer Kurve auf dem Dach und musste generalüberholt werden.

"Jetzt ist aber alles wieder picobello", sagt Jürgen Bender und reist dementsprechend optimistisch am Freitag zum Auftaktwochenende der STT nach Oschersleben. "Ein weiterer Testtag zu dem letzte Woche in Hockenheim wäre zwar nicht schlecht gewesen, aber es gab für die lauten GT3-Fahrzeuge keine weiteren", sieht es der Neckarsulmer Routinier pragmatisch.

Feinschliff am ersten Rennwochenende

Was er nach den Eindrücken aus Hockenheim jedoch bereits festgestellt hat: "Das Fahrgefühl ist etwas besser geworden und wir haben die Reifentemperaturen in den Griff bekommen." Letztere waren beim STT-Rennen am Nürburgring einer der Faktoren dafür gewesen, dass die Corvette nicht so auf der Straße lag, wie es ihr Fahrer eigentlich über Jahre gewohnt gewesen war. Möglichkeiten zu letzten Feinschliffen am Fahrwerk bieten sich Bender und seinem Renningenieur Marco Bayer dann vor dem Rennläufen noch in Oschersleben.

Jürgen Benders Chevrolet Corvette C7 wurde im Winter generalüberholt.
Jürgen Benders Chevrolet Corvette C7 wurde im Winter generalüberholt.  Foto: hts

Obwohl sich die Terminkalender von STT und P9 - den beiden GT-Serien, in denen Bender in den vergangenen Jahren regelmäßig vorne mitfuhr - 2024 kaum überschneiden, liegt der Fokus des MCH-Fahrers in diesem Jahr auf der Tourenwagen Trophy. "Wenn man um die Meisterschaft mitfahren will, dann muss man sich auf eine Serie konzentrieren. Wir werden aber bei ein oder zwei P9-Läufen mitfahren, um das Auto dort auf anderen Reifen zu testen", erklärt Jürgen Bender.

Technische Weiterentwicklung in kompliziertem Jahr

Eine lange Anlaufzeit sieht er für sich in der Saison nicht: "Wenn man in der STT nicht sofort in den Top Drei mitfährt, dann ist der Titelgewinn eigentlich nicht mehr möglich." In der Division I mit den Top-Fahrern haben zum ersten Rennen sechs Fahrzeuge genannt, darunter Benders langjähriger Konkurrent aus den Niederlanden, Henk Thuis, mit seinem Pumaxs RT.

Trotz der verschiedenen Unwägbarkeiten hat das vergangene Jahr auch etwas Gutes gehabt, schließlich habe die notwendige Generalüberholung der Corvette letztlich auch zu ihrer technischen Weiterentwicklung beigetragen. "Wir sind guter Dinge", sagt Jürgen Bender daher und hat seinen zweiten STT-Titel nach 2016 fest im Blick.


Spezial Tourenwagen Trophy (STT)
10.-12. Mai:
Motorsport-Arena Oschersleben.
28.-30. Juni: Nürburgring.
9.-11. August: Hockenheimring.
30. August-1. September: Spa-Francorchamps (Belgien).
20.-22. September: Circuit Assen (Niederlande).
11.-13. Oktober: Nürburgring.

 
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