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Karl Löbe holt DM-Bronze über 1500 Meter

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Überraschende Medaille für die TSG Heilbronn bei den deutschen U23-Meisterschaften in Mönchengladbach.

Von Peter Schramm
Dank einer starken Schlussrunde sicherte sich Karl Löbe (Vierter von rechts) in einem taktischen 1500-Meter-Rennen die Bronzemedaille.
Foto: Iris Hensel
Dank einer starken Schlussrunde sicherte sich Karl Löbe (Vierter von rechts) in einem taktischen 1500-Meter-Rennen die Bronzemedaille. Foto: Iris Hensel  Foto: Iris Hensel

Mit einem regelrechten Paukenschlag imponierte 1500-Meter-Läufer Karl Löbe (TSG Heilbronn) bei den deutschen U23-Juniorenmeisterschaften in Mönchengladbach. Als Sechzehnter angereist, holte er sich nach zwei 1500-Meter-Rennen am Ende überraschend die Bronzemedaille.

Ein Zufall war die Leistung nicht. Denn zusammen mit seinem Landestrainer Jens Boyde (Obersulm) hatte Löbe schon Wochen zuvor die Vorbereitung voll auf Mönchengladbach abgestimmt. So lief Löbe einen Tag vor den süddeutschen Titelkämpfen in Tübingen bei einem sehr schnellen Rennen abends um 21 Uhr seine Bestmarke von 3:49,09 Minuten, um gleich am nächsten Morgen um 10.50 Uhr bei den süddeutschen Titelkämpfen in Walldorf die Silbermedaille zu gewinnen. Dies war die Probe für die deutschen U23-Junioren-Titelkämpfe.

Starke Schlussrunde von Karl Löbe

So lief es dann zwei Wochen später in Mönchengladbach noch besser als geplant. Löbe gewann am Samstag den ersten Vorlauf in 3:52,75 Minuten. Im 1500-Meter-Finale am Sonntag wurden - wie so oft - die ersten 1100 Meter taktisch gelaufen. Auf den letzten 400 Metern ging dann die Post ab und Karl Löbe, der konsequent in der Spitzengruppe lief, holte sich in einer schnellen 56-Sekunden-Runde sensationell Bronze.

"Das ist ganz toll und Karl ist 2025 immer noch U23-Junior", freute sich Trainer Boyde. Löbe, der in Stuttgart ein duales Studium in Elektrotechnik absolviert, kommt ursprünglich vom SC Rönnau in der Nähe von Kiel. Inzwischen fühlt er sich bei der TSG sehr wohl.

Marian Wieland verpasst zwei Mal den Endlauf

Starke Leistungen brachte auch Sprinter Marian Wieland (Sport-Union Neckarsulm), der es bei den starken 100- und 200-Meter-Feldern besonders schwer hatte. Über 100 m lief er im Vorlauf ausgezeichnete 10,76 Sekunden, kam sicher ins Halbfinale, wo er trotz 10,81 Sekunden als 14. das Finale verpasste. Im 200-Meter-Halbfinale lief Wieland noch stärker, denn mit 21,73 Sekunden verpasste er nur um zwei Hundertstel seine Bestmarke und wurde 14. unter 35 Teilnehmern.

Wesentlich leichter hatten es die Hochspringerinnen im Sechserfeld. Die lange verletzte Amelie Essig (ULG/TV Flein) zeigte über 1,70 Meter einen sehr hohen Sprung, scheiterte aber an 1,74 Meter und wurde Sechste.

Riesenandrang herrschte über 4 x 100 Meter der männlichen U 18. Ingesamt waren 22 Staffeln am Start. Das junge Neckarsulmer Quartett mit Moritz Lang, Julian Wefel, Mathys Vermeiden und dem überragenden Schlussläufer Cedric Riecker steigerte seine Bestmarke von 44,32 Sekunden auf beachtliche 44,05 Sekunden und wurde damit 15. Mathys Vermeiden (Sport-Union) lief im ersten Vorlauf über 800 Meter gute 2:01,13 Minuten und erzielte damit Platz elf.

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