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Hockey-Fakten auf dem Feld schaffen

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Obwohl die Meisterfrage der Saison 2023/24 juristisch noch nicht final geklärt ist, legt der Heilbronner HC in Liga vier los.

Rauf in Liga vier: Die Heilbronner Hockeymänner jubeln.
Rauf in Liga vier: Die Heilbronner Hockeymänner jubeln.  Foto: privat

So wirklich zugehörig zur vierthöchsten Spielklasse im deutschen Feldhockey fühlen sie sich beim Hockeyclub Heilbronn wohl erst, wenn der Anpfiff beim Saisonauftakt an diesem Samstag auch ertönt. Der Weg in die 2. Regionalliga war für die Heilbronner Männer kein leichter, er war steinig und schwer.

Kurz vorm sportlichen Aufstieg kam ein Punktabzug des Landesverbandes dazwischen, weil die Heilbronner nicht wie vereinbart Spiele auf Verbandsebene mit Schiedsrichtern besetzten. Weit nach Saisonende kassierte das Schiedsgericht das Urteil ein, machte den Weg frei für Heilbronn. „Alle Strafen wurden für null und nichtig erklärt“, betont Klemens Barthle, der bisherige Spielertrainer.

Der Meisterwimpel ist schon mal da

Der Landesverband HBW hingegen hat wiederum beim Bundesoberschiedsgericht Revision eingelegt, besteht auf den Punktabzug und damit Ulm als Aufsteiger. Nun liegt der Vorgang beim Deutschen Hockeybund, ein zeitnahes Urteil ist nicht zu erwarten.

Gut für Heilbronn: Eine aufschiebende Wirkung hat die Revision nicht. So werden zunächst sportliche Fakten geschaffen, wenn die Männer der TSG Heilbronn am Samstag (17.30 Uhr) im Hockeypark am Pfühl auf Wacker München treffen und damit ihr erstes Spiel in solch einer hohen Spielklasse absolvieren. Der Oberliga-Meisterwimpel ist immerhin schon einmal in Heilbronn, eine Glückwunschkarte gab es auch.

Aus der Zentrale des Landesverbandes ist zu hören, dass die Aufstiegsinsignien eigentlich noch gar nicht nach Heilbronn geschickt werden sollten. Sportjuristisch ist der Ausgang ja noch offen. Ein etwas übereifriger Mitarbeiter adressierte das gute Stücke aber bereits an die Clubadresse, wie zu hören ist. „Wir haben ihn noch nicht in der Hand gehabt“, sagt Klemens Barthle vor dem Saisonauftakt über den Meisterwimpel. Auch die ganz große Meistersause fehlt noch nach dem ganzen Hin und Her. Es war halt kein normaler Aufstieg. Ob es in der neuen Liga Erfolgserlebnisse geben wird? Dafür ist ein neuer Trainer verantwortlich, der Sven Lindemann heißt. Noch sind Trainer und Mannschaft in der Kennenlernphase. Die Vorbereitung auf das Abenteuer vierte Liga war seit Ende August kurz und intensiv. Es gibt Rückkehrer wie den ehemaligen Jugend-Nationalspieler Tim Bamberg, aber auch studienbedingte Abgänge.

Lindemanns erstes Ziel lautet natürlich Klassenerhalt. „Das ist absolut realistisch“, sagt er. Das zweite Ziel? Entwicklung. „Ich mache mir keine Sorgen, dass die Jungs das nicht können“, sagt Lindemann über die neue Liga. Der größte Unterschied besteht für ihn darin, dass man nun auf ausgeglichenere Teams treffe.

Drei Fahrten nach München stehen an 

Der Heilbronner Kader könnte ein bisschen größer sein. Gegen Ludwighafen aus der anderen Regionalligastaffel gelang zuletzt ein 1:1, am Mittwoch endete ein Test gegen Drittligist SV Böblingen 2:3.

Da Heilbronn gewissermaßen die letzten Lücken im Regionalliga-Spielplan füllen darf, kommt dieser alles andere als maßgeschneidert daher. Gleich drei Mal fahren die Heilbronner nach München. „Wir hätten gerne zumindest einen Doppelspieltag absolviert“, sagt Klemens Barthle.

Die Feldsaison wird wie jedes Jahr durch die Hallenrunde unterbrochen. Gerade einmal vier von 14 Partien steigen noch 2024. Die Saison wird erst ab dem Frühjahr 2025 entschieden. Ein Vorteil dabei: „Wir sehen, ob wir am Kader noch etwas nachjustieren müssen, ob die Qualität des Kaders ausreicht“, sagt Klemens Barthle über die ersten Saisonspiele. Aufs Heimspiel am Samstag folgen die Auswärtspartien beim TSV Mannheim II, Münchner SC II und Heidelberger HC.

Hauptsache, es gibt von Verbandsseite keinerlei Nachjustierung bei der Ligenzugehörigkeit mehr.

So sehen Aufsteiger aus. Die Männer des Hockeyclubs Heilbronn spielen erstmals in der vierthöchsten Spielklasse.
So sehen Aufsteiger aus. Die Männer des Hockeyclubs Heilbronn spielen erstmals in der vierthöchsten Spielklasse.  Foto: privat
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