Heinsheimer sind chancenlos in Chemnitz
Ohne ihre Ausnahmeheber Karlos Nasar und Tanislav Angelov erreicht der TSV Heinsheim beim Chemnitzer AC noch nicht einmal das selbst gesteckte Ziel von 600 Punkten.

Nicht nur bei der Vorstellung spielte die Musik nur für die Athleten des Chemnitzer Athletenclubs. Auch im Heimwettkampf selbst unterstrichen die Sachsen, die in Bestbesetzung an die Hantel gingen, dass sie zu den Bundesliga-Spitzenclubs in Deutschland gehören, und untermauerten ihren Anspruch, am diesjährigen Finalkampf um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft teilzunehmen. Der TSV Heinsheim war chancenlos und verlor in der Kulturhauptstadt 2025 klar mit 0:3 (590,4:796,7 Relativpunkte). Bereits im Reißen lagen die Gäste mit 232,2:311,6 Relativpunkten klar zurück. Und auch im Stoßen dominierte der AC Chemnitz das Geschehen und gewann auch diese Teildisziplin mit 485,1:367,2 Relativpunkten souverän.
Nach einer Pause nach der WM ist Vorbereitungszeit für Neuverpflichtungen zu kurz
Die Heinsheimer Verletztenmisere war eine zu große Hypothek – der Olympiasieger von Paris und Weltmeister Karlos Nasar laboriert an Schulterproblemen, Tanislav Angelovs Meniskusverletzung erwies sich doch als schwerwiegender als zunächst vermutet. So gingen für die Heinsheimer die beiden jungen Neuverpflichtungen Dzhan Zarkov (18) und Deniz Danev (21) an die Hantel. Angeführt von den beiden Bulgaren – beide benötigen noch Zeit, zeigten allerdings, dass sie in der Zukunft noch einige Punkte mehr für den TSV Heinsheim erreichen können als 143 (Danev) sowie 137 (Zarkov) – bemühten sich die Heinsheimer zwar redlich, scheiterten dann aber auch sogar am selbst gesteckten Ziel, der 600-Relativpunkte-Marke. Zu kurz war die Vorbereitungszeit für den 18-jährigen Zarkov und den 21-jährigen Danev. Schließlich hatten beide die WM gehoben und danach pausiert. Erst kurz vor Weihnachten erfuhren sie, dass sie für Nasar und Angelov in der Bundesliga an den Start gehen können.
Auch die lange Anreise von rund 400 Kilometern dürfte den einen oder anderen Athleten gehandicapt haben. So war es dann in der Besetzung Natalie Fein, Roi Tayler Pfister, Patrick Carvalho und Christian Martens sowie den beiden bulgarischen Hebern zwar mit insgesamt acht ungültigen Versuchen kein schlechter, sondern ein solider Wettkampf, aber eben auch nicht das, was es gebraucht hätte, um mit der Aufstellung die Zielmarke zu überbieten.
In 14 Tagen steht in Heinsheim das Derby gegen Germania Obrigheim an
„Natürlich ist der Ausnahmeheber wie Karlos Nasar nicht zu ersetzen. Bitter daher für uns ist, dass er der Mannschaft noch länger fehlen wird“, sagt TSV-Abteilungsleiterin Martina Dosquet. Wenn der Heilungsprozess gut verläuft, sollte er zum Saisonfinale noch mal für Heinsheim an die Hantel gehen können. Definitiv fehlen wird der bulgarische Olympiasieger von Paris 2024 und mehrfache Weltmeister dem TSV im Derby. Denn bereits in 14 Tagen gibt der SV Germania Obrigheim seine Visitenkarte in der Josef-Müller-Halle in Heinsheim ab. Bis dahin bleibt wohl dem Duo Danev und Zarkov keine Zeit, am einen oder anderen Relativpunkt zu feilen. red
TSV Heinsheim: Deniz Danev (Körpergewicht: 59,5 kg) 143,0 Relativpunkte (Reißen 108 kg/Stoßen 135 kg), Dzhan Zarkov (57,3 kg) 137,0 KP (99 kg/130 kg), Patrick Carvalho (70,8 kg) 100 KP (108 kg/128 kg), Natalie Fein (53,4 kg) 73 KP (47 kg/63 kg), Christian Martens (92,8 kg) 70,4 KP (111 kg/145 kg), Roi Tayler Pfister (65,4 kg) 67,0 KP (86 kg/102 kg).
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