TSV Heinsheim: Tanislav Angelov (Körpergewicht: 101,9 kg) 128 Relativpunkte (Reißen 145 kg / Stoßen 182 kg), Dzhan Zarkov (62,4 kg) 126 KP (103 kg / 135 kg), Patrick Carvalho (70,6 kg) 80 KP (99 kg / 117 kg), Natalie Fein (51,9 kg) 77 KP (46 kg / 65 kg), Christian Martens (87,5 kg) 67 KP (107 kg / 135 kg) Janick Kahse (50,0 kg) 69 KP (63 kg / 75 kg).
Heinsheimer Gewichtheber gewinnen in Weinheim mit einem Novum
Beim 3:0 mit 547:446 Relativpunkten beim AC Weinheim fehlt erstmals in der Bundesliga-Geschichte des TSV Heinsheim Ralf Fein, das Gesicht des Gewichthebens in dem Bad Rappenauer Teilort in den vergangenen Jahrzehnten.

Unter der Woche hatte Abteilungsleiterin Martina Dosquet noch ein bisschen gebangt, dass der Tabellenletzte AC Weinheim ihrem TSV Heinsheim in der 2. Bundesliga gefährlich werden könnte. Denn bei dem Team aus dem Bad Rappenauer Teilort hatten sich Natalie Fein und Roi Tayler Pfister Anfang mit Grippe und Fieber krank abgemeldet. Erstere stand aber an der Badischen Bergstraße wieder auf der Bühne, wenn auch mit reduzierter Last. Und Zweiterer war als Ersatzmann mitgefahren.
Dagegen mussten die Weinheimer kurzfristig umdisponieren. „Uns hat in die Karten gespielt, dass ihnen eine Heberin am Morgen abgesagt hatte“, sagt Martina Dosquet, weshalb sich die Heinsheimer letztlich souverän mit 3:0 und 547,0:446,0 durchsetzten, wodurch sie sogar für einige Stunden an die Tabellenspitze kletterten.
Im Reißen müssen die Heinsheimer etwas zittern, da die Weinheimer mit ihren fünf Frauen am Start leichte Vorteile haben
Und das trotz eines Novums: Zum ersten Mal in der Heinsheimer Bundesliga-Geschichte war Ralf Fein bei einem Wettkampf nicht mit dabei. In all den Jahren bisher war der 59-Jährige selbst als Heber aktiv oder kümmerte sich als Trainer oder Betreuer um die Heber bei den Wettkämpfen. „Unsere Tochter Natalie Fein hatte ihre Viren nicht bei sich behalten“, sagt Dosquet augenzwinkernd. Aufs Wochenende hatte es ihren Mann so stark erwischt, dass er das Bett hütete.
Für Ralf Fein sprang als Betreuer für die erste Heinsheimer Gruppe mit Natalie Fein, Janick Kahse und Patrick Carvalho der verletzte Robin Künzel ein, die zweite Gruppe mit Dzhan Zarkov, Christian Martens und Tanislav Angelov betreute Ilyan Tzankov. Ohne das Gesicht des Heinsheimer Gewichthebens in den vergangenen Jahrzehnten mussten die Bad Rappenauer nur im Reißen, der ersten Teildisziplin, etwas zittern. „Für die Frauen ist es die bessere Disziplin, weil sie nicht so kraftabhängig, sondern eher eine technische ist“, sagt Dosquet. Und für den AC starteten fünf Frauen.
Im Stoßen sind die Kräfteverhältnisse bereits nach dem ersten Versuch beider Mannschaften geklärt
Nach der ersten Gruppe führten die Weinheimer mit bis zu 20 Punkten. „Das war aber in einem Ausmaß, dass wir das noch abfangen können“, sagt die TSV-Abteilungsleiterin. In der zweiten Gruppe rückten die Heinsheimer aber schnell wieder die Kräfteverhältnisse zurecht. „Als alle zweiten Versuche bei uns drin waren, war klar, dass nichts mehr anbrennt. Denn Frauen steigern für gewöhnlich geringer, sie nehmen die kleinen Schritte mit zwei oder drei Kilogramm“, berichtet Martina Dosquet.
Im Stoßen „haben wir uns dann sehr wenige Sorgen gemacht und sind entspannt in die Pause gegangen. Wenn alle Heber ihre ersten Versuche reinmachen, dann ist die Nummer durch“, fügt die Abteilungsleiterin hinzu. Und exakt das gelang den Heinsheimern.

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