Heilbronner Hockey-Motto: Drei Jubelfinger für drei Punkte
Hockey-Männer der TSG Heilbronn springen als Aufsteiger mit zwei Siegen auf Rang zwei in der 2. Regionalliga.

Zeigt her eure Punkte. „Das machen im Hockey gerade irgendwie alle. Drei Finger für drei Punkte“, sagt Sven Lindemann, Trainer der TSG Heilbronn, über das Siegerfoto seiner Mannschaft. Nach dem Auftaktwochenende in die Restrunde der 2. Regionalliga ließen sich sogar an beiden Händen jeweils drei Finger in die Höhe recken.„Erwartet nicht, aber erhofft“, sagt Sven Lindemann über den Traumstart und das Heilbronner Sechs-Finger-für-sechs-Punkte-Wochenende. Mit Erfolgen beim Bietigheimer HTC (2:1) und daheim gegen den TSV Grünwald (3:2) gelang der perfekte Auftakt in den zweiten Teil der von der Hallenrunde unterbrochenen Feldsaison.
Gerät Heilbronn nun in Aufstiegsgefahr?
Der Aufsteiger verbesserte sich damit auf Rang zwei. Geraten die Heilbronner in akute Aufstiegsgefahr? Gelingt dem Oberligameister gleich der Durchmarsch in die dritthöchste Spielklasse? „Als Trainer schaut man eher, dass der Abstand nach unten groß genug ist“, sagt Sven Lindemann: „Für uns geht es nur darum, die Liga zu sichern.“Da waren die zwei Siege „Riesenschritte zum Klassenerhalt“, sagt Sven Lindemann. Zwei, besser drei Teams, gilt es hinter sich zu lassen. Die Zahl der Absteiger in der zweigeteilten 2. Regionalliga hängt nämlich davon ab, wie viele Teams von oben runterkommen. „Mit zwei Absteigern kannst du immer rechnen“, sagt Lindemann über das Achterfeld. Aufsteigen wird nur der Meister. In Bietigheim dominierten die Unterländer die erste Hälfte, doch nur durch eine Strafecke von Moritz Wiesemann in der 10. Minute sprang etwas Zählbares heraus. In Durchgang zwei ließen die Gastgeber den Ausgleich liegen. Heilbronn bestrafte das Bietigheimer Überzahlspiel in Person von Daniel Kober mit dem 2:0 (58. Minute) ins leere Tor. Bietigheim verkürzte nach einer Strafecke nur noch zum 1:2. Dass gleich drei 17-jährige Eigengewächse im HC-Trikot ihr Männerdebüt feierten, zeigt, welchen Weg die Heilbronner gehen wollen. „Das ist für alle eine tolle Bestätigung“, sagt Sven Lindemann.
Neuer Unterschiedsspieler mit Bundesligaerfahrung
Doch nur mit eigenen Talenten geht es nicht. Es braucht auch Führungsspieler. Akteure, die ihre Mitspieler um fünf bis zehn Prozent besser machen. In diese Kategorie fällt Neuzugang Laurens Meurer, der reichlich Bundesligaerfahrung aus Frankfurt nach Heilbronn mitbringt. Er soll (in etwas defensiverer Rolle) den bisherigen Leistungsträger Klemens Barthle ersetzen. Den hat es kurzfristig beruflich nach München verschlagen. „Das tut weh, als Kommunikator und Zugpferd fehlt er natürlich“, sagt Lindemann über den 2. Vorsitzenden des Hockeyclubs.
Meurer glänzte am Sonntag bei seinem Heimdebüt gleich mal als Torschütze zum 1:0. Er traf per Strafecke (20.). Wie schafft man es, so einen Spieler nach Heilbronn zu lotsen? „Über unser gutes Netzwerk“, sagt Lindemann und lacht. Der Hockeyclub versucht aktuell, dem Neuzugang einen Job in der Region zu vermitteln. Die Münchner drehten die Partie, führten nach 32 Minuten mit 2:1. Doch Heilbronn ließ sich nicht entmutigen und ging per Doppelschlag, durch Tore von Fabian Kraske in der 33. und Daniel Kober in der 35. Minute, mit 3:2 in Führung. Dabei blieb es vor den mehr als 100 Zuschauern auch.
Viele davon wollten sich die Zukunft des Vereins anschauen, den neuen, zweiten Kunstrasenplatz – erfreuten sich dann aber auch an der sportlichen Gegenwart auf dem bestehenden Kunstrasen. Zwei Spiele, zwei Siege: So darf es für alle gerne weitergehen. Allerdings erst nach einem spielfreien Wochenende. Die nächste Hürde am 24. Mai heißt Wacker München, ehe zum nächsten Heimspiel am 31. Mai (17 Uhr) der Münchner SC II im Pfühl gastiert.
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