Stimme+
Eishockey
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Falken: Glorreiche Vergangenheit, düstere Gegenwart

   | 
Lesezeit  2 Min
Erfolgreich kopiert!

Vor dem womöglich letzten Spiel in der Playdown-Serie gegen Weißwasser am Freitagabend steht es nicht gut um die Falken. Nur gut, dass am Wochenende dennoch Grund zur Freude besteht: Der Heilbronner EC feiert sein 30-jähriges Bestehen.

Von unserem Redakteur Andreas Öhlschläger
Was waren das für Zeiten: Ravil Khaidarov jubelt in einem Duell mit dem EC Bad Tölz. Im Playoff-Halbfinale der 2. Liga scheiterte der HEC damals knapp an den Bayern.
Was waren das für Zeiten: Ravil Khaidarov jubelt in einem Duell mit dem EC Bad Tölz. Im Playoff-Halbfinale der 2. Liga scheiterte der HEC damals knapp an den Bayern.

Früher war ja alles besser. Wirklich? Nun ja, alles nicht, aber vieles schon, denn die Gegenwart des Heilbronner Profi-Eishockeys ist düster. Am Freitagabend (20 Uhr, Kolbenschmidt-Arena) bestreiten die Falken ihre vierte Partie in der DEL-2-Playdownserie gegen die Lausitzer Füchse. Mit 0:3 liegen sie zurück. Sollten die Gäste aus Weißwasser erneut gewinnen, wäre die Serie vorbei.

Dann müssten die Falken darauf hoffen, in den Entscheidungsduellen um den Abstieg gegen Freiburg oder Kaufbeuren (Serienstand 1:2) irgendwie noch ein Happy End hinzubekommen. Doch es gibt kaum Gründe für eine optimistische Prognose. So mancher Eishockeyfreund in der Region sehnt sich also zurück in die Vergangenheit.

Ach, wie war das schön! Damals, als noch regelmäßig Playoff-Partien gespielt wurden. Als zum Beispiel in den letzten Jahren der alten Eishalle unter dem Trainer Lado Svozil sogar der Aufstieg in die DEL möglich schien. Mit großen Spielernamen wie Oleg Znarok, Ravil Khaidarov, Igor Dorochin, Radek Vit oder dem jungen Michael Hackert.

Vorbei. Tempi passati.

Allstar-Partie am Samstag

Aber gerade jetzt gibt es Anlass, sich an die schönen Zeiten zu erinnern, denn der Heilbronner EC, der Stammverein der Falken, feiert sein 30-jähriges Bestehen. Am 20. März ist es soweit. Bereits am Tag zuvor, an diesem Samstag also, gibt es in der Kolbenschmidt-Arena einen Jubiläums-Feiertag mit viel Programm. Der Eintritt ist frei.


Bereits um 10 Uhr geht es los mit einem Schüler-Eishockeyspiel, ab 13.30 Uhr gibt es Eislaufzeit für die ganze Familie, um 16 Uhr beginnt die Autogrammstunde mit den Allstar-Spielern, die ab 18 Uhr eine unterhaltsame Legenden-Begegnung aufs Eis zaubern werden. Zahlreiche beliebte Cracks von einst sind angekündigt, etwa Peter Stankovic, Barney Koepf, Gerhard Schaaf, James Muench, Johan Lindh, Milan Maruschka, Nikolai Narimanov, Cory Holden, Ken Filbey, Ken Filgis, Radek Vit, Jason Dunham, die drei Hackert-Brüder, Pascal Appel, Torsten Fendt und Luigi Calce.

Noch kein HEC-Sieg im Duell Falken gegen Füchse.
Fotos: Veigel, Schmerbeck
Noch kein HEC-Sieg im Duell Falken gegen Füchse. Fotos: Veigel, Schmerbeck  Foto: Schmerbeck

Luigi Calce, der langjährige Mannschaftskapitän in der Trainer-Ära von Rico Rossi, ist im vergangenen Jahr als Trainer-Nothelfer bei den Falken am Projekt Klassenerhalt gescheitert. Zusammen mit dem ewigen Feuerwehrmann Gerd Wittmann, der am Samstag ebenfalls erwartet wird, schaffte Calce es nicht, die Mannschaft im Schlussspurt ligatauglich zu machen.

Nun sieht es so aus, als werde der sportliche Klassenerhalt erneut verpasst. Zu schwach sind die Falken in der Offensive.

Nur zwei Tore gelangen in den bislang drei Partien gegen die Lausitzer Füchse (1:2 n.V., 0:4, 1:3). Wer mag da auf das Wunder wetten, dass die Falken vier Siege in Folge hinbekommen, um die Best-of-seven-Serie zu drehen?

Es wird mit ganz großer Wahrscheinlichkeit auf den finalen Überlebenskampf gegen Kaufbeuren (wie im vergangenen Jahr, damals erfolglos bis zum Landshuter Lizenzentzug) oder gegen den Aufsteiger aus Freiburg hinauslaufen. Für die Moral wäre es wichtig, jetzt gegen die Lausitzer Füchse nicht ganz ohne Sieg zu bleiben.

 
Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben