Das sind die Unterländer Sportler des Jahres
Die Schwimmer der Neckarsulmer Sport-Union haben die Wahl der Unterländer Sportler des Jahres 2019 dominiert, wie schon im Jahr zuvor. Die ersten Plätze in allen drei Kategorien gingen an diesen Verein.

Nein, der Saal war nicht geflutet worden. Es stand auch keiner in der Badehose auf der Bühne. Die vielen Schwimmer, die bei der Wahl der Unterländer Sportler des Jahres 2019 die ersten Plätze abgesahnt hatten, waren dem Anlass entsprechend angezogen. Es war wenig nackte Haut zu sehen. Den Preis der am schicksten gekleideten Sportler, so es ihn denn gäbe, hätten allerdings die Eishockey-Cracks der Heilbronner Falken bekommen.
Durch den Abend „unter der Pyramide“ der Kreissparkasse Heilbronn führte Uwe Ralf Heer, der Chefredakteur der Heilbronner Stimme. Er lobte die regionalen Top-Athleten. Sie hätten „fantastische Leistungen geboten im vergangenen Jahr“. Verleger Tilmann Distelbarth verwies auf die entsprechend intensive Berichterstattung. „Wir bilden ja gerade auch den regionalen Sport ab.“
Es wird nicht nur geschwommen. Aber die Schwimmer sind die Besten, was sich nun im Ergebnis der Sportlerwahl widerspiegelt. Die Stärksten der Neckarsulmer Sport-Union dürfen von Olympia 2020 in Tokio träumen. Uwe Ralf Heer hatte es kaum ausgesprochen, da bestätigte Annika Bruhn: „Die Perspektiven sind gut.“ Nicht nur für sie.
Ergebnisse Sportlerwahl 2019
mÄNNER
FRAUEN
1. Fabian Schwingenschlögl (Schwimmen)
2. Dustin Uhlig (Leichtathletik)
3. Eduard Popp (Ringen)
4. Sven Schlüsselburg (Reitsport)
5. Slawa Spomer (Boxen)
6. Jörg Bertsch (Inline-Alpin)
7. Yannik Pflugfelder (Kanu)
8. Oliver Widmann (Trial)
1. Annika Bruhn (Schwimmen)
2. Nadine Laemmler (Schwimmen)
3. Isabel Leibfried (Leichtathletik)
4. Ann-Kathrin Lindner (Reitsport)
5. Rena Keller (Handball)
6. Lena Mayer (Karate)
7. Helena Waltz (Klettern)
8. Eleonora Tissen (Rollkunstlauf)
MANNSCHAFTEN
1. Neckarsulmer Sport-Union (Schwimmen)
2. Heilbronner Falken (Eishockey)
3. Red Devils Heilbronn (Ringen)
4. SG Schozach-Bottwartal (Handball)
5. Neckarsulmer Sport-Union (Tischtennis)
6. Neckarsulmer Sport-Union (Triathlon)
7. VfB Eppingen (Futsal)
8. TSG Heilbronn (Snooker)
HSt-Grafik
Ergebnisse Sportlerwahl 2019
FRAUEN
1. Annika Bruhn (Schwimmen)
2. Nadine Laemmler (Schwimmen)
3. Isabel Leibfried (Leichtathletik)
4. Ann-Kathrin Lindner (Reitsport)
5. Rena Keller (Handball)
6. Lena Mayer (Karate)
7. Helena Waltz (Klettern)
8. Eleonora Tissen (Rollkunstlauf)
mÄNNER
1. Fabian Schwingenschlögl (Schwimmen)
2. Dustin Uhlig (Leichtathletik)
3. Eduard Popp (Ringen)
4. Sven Schlüsselburg (Reitsport)
5. Slawa Spomer (Boxen)
6. Jörg Bertsch (Inline-Alpin)
7. Yannik Pflugfelder (Kanu)
8. Oliver Widmann (Trial)
MANNSCHAFTEN
1. Neckarsulmer Sport-Union (Schwimmen)
2. Heilbronner Falken (Eishockey)
3. Red Devils Heilbronn (Ringen)
4. SG Schozach-Bottwartal (Handball)
5. Neckarsulmer Sport-Union (Tischtennis)
6. Neckarsulmer Sport-Union (Triathlon)
7. VfB Eppingen (Futsal)
8. TSG Heilbronn (Snooker)
HSt-Grafik
Das Größte
Der Traum erfordert viel Trainingsfleiß. Aber die Motivation ist enorm, gar keine Frage. Olympia, „das ist das Größte, was ein Sportler erreichen kann“. Bruhn gehört zur Unterländer Top-Mannschaft 2019 und ist zugleich die Sportlerin des Jahres.

Vor der zweitplatzierten Nadine Laemmler, ebenfalls Schwimmerin bei der NSU, sowie Leichtathletin Isabel Leibfried (TSG Heilbronn). Sie empfahl den Zuhörern im Saal: „Man muss nicht Marathon gelaufen sein.“ So wie sie, die in der Woche 130, 150 Trainingskilometer absolviert.
Der Schwimmer, der nun Unterländer Sportler des Jahres ist, heißt Fabian Schwingenschlögl. Er setzte sich vor dem Langstreckenläufer Dustin Uhlig (TSG Heilbronn) und dem Heilbronner Ringer Eduard Popp durch. Der war und ist ein Olympia-Ass. „Ich bin guter Hoffnung, mit einer Medaille aus Tokio heimzukommen.“ Schwingenschlögl würde in Japan nicht ganz so hoch greifen. Die Finalteilnahme ist als Einzelschwimmer das große Ziel. Und mehr? Wer weiß? „Einschüchtern lassen hilft nicht viel.“
Zweiter bei den Mannschaften wurden die Eishockey-Profis der Heilbronner Falken aus der DEL 2. Geschäftsführer Atilla Eren sagte: „Das ist ein sehr schöner Erfolg, Belohnung und Anerkennung zugleich.“ Der dritte Platz ging an die Ringer der Red Devils Heilbronn. Deren Ziel für 2020 ist ambitioniert: deutscher Meister werden. Und dann womöglich auch Erster bei der Unterländer Sportlerwahl.
Mehr als eine Million Euro an Sporthilfe

Seit dem vergangenen Jahr gibt es das Olympia-Perspektivteam für 2024, für die Spiele von Paris. Ein kurzer Film ermöglichte Einblicke. Uwe Ralf Heer vermittelte zusammen mit Marco Haaf, dem Leiter des Perspektivteams, verbale Ausblicke. Es gibt finanzielle Unterstützung. Es geht aber auch um ideelle Unterstützung.
Getragen wird das Projekt von der Sporthilfe Unterland e.V. Heilbronn-Hohenlohe. Deren Vorsitzender Richard Lohmiller sagte, Sponsorengelder seien unabdingbar. Und sie mussten nicht erbettelt werden. „Da haben wir offene Türen eingerannt. Wir sind in der Lage, diese Sportler richtig zu unterstützen.“
Lohmiller sagte auch: „Aber die Unterstützung in der Breite wollen wir auf jeden Fall beibehalten, das Sahnehäubchen obendrauf ist unser Perspektivteam.“ Es gab für die Sportler aus der Region aktuell sogar ein bisschen mehr Geld. Die Fördersumme für 2019: 80.630 Euro. In all den vielen Jahren der Sporthilfe-Arbeit sind weit mehr als eine Million Euro zusammengekommen, nämlich 1.239.256,80 Euro.
Junge Aufsteiger
Eine neue Kategorie in der Sporthilfe-Förderung sind die Aufsteiger des Jahres, alle unter 18 Jahren alt. „Und sie müssen außergewöhnliche Leistungen vollbracht haben“, sagte Richard Lohmiller. Drei Mädels kamen auf die Bühne. Alle deutsche Meisterinnen. Amelie Pfeil (Turnen), Soraya Ebrahimi (Schwimmen) und Laura Müller (Leichtathletik) wurden den vielen Gästen im vollbesetzten Saal vorgestellt.
Zwei Olympiasieger waren auch im Saal. Behr und Bär. Der einstige Gold-Mann im Fechten, Matthias Behr. Und die Ruder-Abräumerin Carina Bär. Der Innenminister des Landes Baden-Württemberg war auch da, der Heilbronner CDU-Politiker Thomas Strobl. Als er noch ein Kind war, durfte er helfen, die Stimmzettel auszuzählen. Denn sein Vater Lothar F. Strobl war als Sportchef der Heilbronner Stimme einst der Macher der alljährlichen Sportlerwahl.


Stimme.de
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