Carina Harnisch gewinnt Heim-Turnier in Öhringen-Cappel
Neben der Reiterin des RFV Öhringen gewinnen auch Bernd Knorr und Pascal Lindner S*-Prüfungen beim Reit- und Springturnier in Öhringen-Cappel. Die Wetterverhältnisse sind Fluch und Segen zugleich.

Ein spontaner Sektempfang im kleinen Kreis neben dem Pferdeanhänger durfte dann schon sein. Schließlich gewinnt man nicht immer beim Heim-Turnier. Noch dazu mit dem jüngsten Pferd im Feld.
Gehofft habe sie schon darauf, gerechnet damit aber nicht, meinte Carina Harnisch vom RFV Öhringen am späten Sonntagnachmittag. Auf dem erst siebenjährigen Francis gewann sie zusammen mit Andrea Dlugos (RSG Ostalb) exakt punktgleich (882 Punkte/70,000 Prozent) die S*-Dressur der 59. Auflage des Reit- und Springturniers in Öhringen-Cappel. Auf dem nur ein Jahr älteren Karthago (873,5/69,325) wurde Harnisch auch noch Dritte und Dlugos auf Fuchs Peter Vierte.
Erfolgreiches Wochenende für Carina Harnisch
"Er war einhunderttausendprozentig bei der Sache", lobte sie Francis, der auch für das Bundeschampionat qualifiziert ist. "Es gibt natürlich immer noch Dinge, die zu verbessern sind. Aber ich bin sehr zufrieden", sagte Harnisch. "Es ist schließlich sein erstes Jahr, in dem Francis solche Prüfungen gehen darf. Er darf ruhig noch mehr Selbstvertrauen bekommen."
Überhaupt war es ein sehr erfolgreiches Wochenende für Harnisch, die noch bei der M**-Dressur am Samstag mit Karthago auf Rang zwei hinter Lukas Maier (RFV Forst) landete und die L-Prüfung am Freitag auf Like Chocolate gewann.
Witterungsbedingungen schrecken Reiter ab
Ebenfalls ein starkes Wochenende hat Bernd Knorr (RC Forchheim) hinter sich. Auf Haysome gewann er am Samstag des S*-Springen vor Anastasia Wetzstein (TV RG Gültstein) und Barbara Steurer-Collee (TV Alpirsbach-Rötenbach). Beim Großen Preis am Sonntag landete er auf Rang drei. Geschlagen von Sieger Pascal Lindner (RV Ilsfeld) auf Uljanka und Thomas Wiedemann (PF Saurach).

Allerdings hatten die Witterungsbedingungen viele Reiter am Sonntag abgeschreckt. Am Ende wagten nur fünf Reiter einen Start. Viele hatten befürchtet, dass die Bedingungen nach dem Dauerregen unter der Woche zu schwierig, zu riskant seien. Deshalb wurde kurzerhand auch nur ein Durchgang geritten und die geplante Siegerrunde gestrichen.
Lindner attestiert dem Platz "sehr gute Bedingungen"
Doch der Springplatz war auch nach drei Turniertagen hervorragend in Schuss. "Die Bedingungen waren sehr gut. Der Rasenplatz hat gut gehalten", sagte Lindner, der schon vor zwei Jahren in Öhringen gewann. "Die geben sich hier immer sehr viel Mühe. Es ist immer herzlich."
Sein Ziel für den Rest der Saison ist nun die Qualifikation für das German Masters in der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyerhalle. "Ich lasse es aber auf mich zukommen. Es ist mein erstes Jahr, dass ich die Qualifikation überhaupt reiten darf", meinte er nach seinem Sieg auf dem selektiven Parcours.
Parcoursbau mit Augenmaß und Weitsicht
Nur er und Wiedemann waren fehlerfrei geblieben. Aber Pascal Lindner und Uljanka, die als erste Starter vorgelegt hatten, meisterten die Hindernisse rund eineinhalb Sekunden schneller.
Parcourschefin Christa Jung hatte die Bahnen mit Augenmaß bestückt, bei jeder Prüfung an den drei Tagen versucht, so gut es geht zu wechseln, damit der Platz lange intakt bleibt. Es klappte hervorragend. "Wir haben versucht, es dem Wetter anzupassen und die zu belohnen, die auch am Sonntag noch reiten, so zu stellen, dass es schöne Bilder aber keine Unfälle gibt", meinte sie.
Zufriedenstellender Zuschauerzuspruch über drei Tage
Und so konnte auch der Vereinsvorsitzende Steffen Weippert ein positives Fazit nach drei Tagen ziehen - auch wenn das Turnier am Sonntag zwar gut besucht war, Zuschauermassen aber ausblieben. "Wir sind froh, dass wir zwei gute Tage hatten", sagte er. "Die Bedingungen am Freitag und Samstag waren optimal. Der Regen hat den Plätzen sogar eher gut getan. Auch der Zuschauerzuspruch war für das Wetter am Sonntag in Ordnung. Leider sind einige Reiter nicht gekommen, weil sie Zweifel hatten, ob der Boden hält."
Im Prinzip habe der Rasen aber fast nicht besser sein können. "Wir haben das Gras etwas länger stehen lassen, dann ist es nicht ganz so rutschig", meinte der Vorsitzende. "Und zum Abschluss waren immerhin fünf Top-Reiter am Start."

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