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Ungeschlagener Ali Hetemi will seine Siegesserie in Stuttgart fortsetzen

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Ali Hetemi kämpft am Samstag um den nächsten Titel – trotz unerwarteter Probleme mit seinem Gegner. Mit 200 Fans im Rücken will er in Stuttgart siegen.

Ali Hetemi (links) hat bislang alle seine neun Profikämpfe gewonnen. Hier im Training mit Coach Xhevdet Shala.
Ali Hetemi (links) hat bislang alle seine neun Profikämpfe gewonnen. Hier im Training mit Coach Xhevdet Shala.  Foto: Berger, Mario

Im eiligen Schritt gehen Ali Hetemi und sein Vater Mizan auf ihre Trainingshalle „Fighting Spirit“ in Neckarbischofsheim zu. „Sorry, wir sind etwas zu spät“, entschuldigt sich Mizan Hetemi. „Heute ist sehr viel los.“

Der gut gekleidete Mann ist der Manager seines 24-jährigen Sohnes. Andauernd klingelt sein Telefon – es geht um Trainingsausstattung bis hin zu organisatorischen Fragen. Er ist stark eingespannt, alles wegen seines Sohnes.

Ali Hetemi will zweiten Titel in seiner Karriere gewinnen

Ali Hetemi hat den Weg des Profiboxers eingeschlagen und steht am kommenden Samstag in der Scharrena-Halle im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Boxnacht Stuttgart 2“ vor seinem zweiten Titelkampf in seiner noch jungen Karriere. Bisher hat er alle seine neun Profikämpfe gewonnen.

Im November des vergangenen Jahres sicherte er sich ohne große Probleme den Intercontinental-Titel der World Boxing Federation (WBF) im Supermittelgewicht. Nun soll ein weiterer Sieg und damit ein weiterer Gürtel folgen. Doch es gibt einen Haken.

Warum ein Gewichtspatzer Hetemis Titelkampf fast verhindert hätte

Eigentlich wollte Hetemi um den IBF-Junioren-Weltmeistertitel boxen – eine angesehene Auszeichnung der International Boxing Federation. Doch sein Gegner, der 24-jährige Ghanaer Joe Lewis Owuso, erfüllte unerwartet die Voraussetzungen nicht.

Er schaffte es nicht rechtzeitig, unter das Maximalgewicht von 76 Kilogramm und fällt daher nicht mehr in die Supermittelgewichtsklasse. Dadurch darf der Kampf nicht als Junioren-WM gewertet werden, da dort strenge Regeln gelten.

„Das haben wir erst am Montag erfahren“, sagt Ali Hetemi verärgert. „Jetzt kämpfen wir wieder in der WBF-Version um den Intercontinental Titel, nur eine Gewichtsklasse höher“ – ein Nachteil für den Bad Friedrichshaller. 

200 Fans reisen für ihn an: Ali Hetemi begeistert

„Ali ist talentiert und hat einen großen Willen“, lobt Mizan Hetemi. Zusammen mit Trainer Xhevdet Shala fahren die beiden Hetemis für Übungskämpfe sogar bis in die Schweiz. Um sich optimal auf den Kampf vorzubereiten, haben sie die Schläge und Bewegungsmuster von Owuso analysiert und trainieren gezielt darauf.

Beide sind optimistisch. Mit dabei – wie schon beim vergangenen Kampf – sind rund 200 Fans von Ali Hetemi. „Er zieht die Leute an“, sagt sein Vater. Schon jetzt reisen Anhänger aus dem Kosovo und aus Österreich nach Stuttgart.

Boxen, ein teurer Sport: „Haben viel Geld investiert“

Boxen ist ein teurer Sport – das musste Vater Mizan Hetemi am eigenen Leib erfahren. Allein die Teilnahme an offiziellen Kämpfen kostet oft 20 000 Euro aufwärts.

„Wir haben viel Geld investiert und holen es uns jetzt langsam wieder zurück“, sagt Mizan Hetemi, der seinen Beruf als Busfahrer aufgegeben hat, um seinen Sohn als Manager zu unterstützen. Mittlerweile ist die Tech-Firma Mitgo aus Neckarsulm Sponsor von Hetemi.

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