Stimme+
Ingolstadt/Neckarsulm

Audi bei der Rallye Dakar: Gesamtsieg fest im Blick

   | 
Lesezeit  2 Min
Erfolgreich kopiert!

Audi startet im Januar 2023 mit einem neuen Fahrzeug bei der Rallye Dakar. Der RS Q E-Tron E2 ist aerodynamischer und leichter als sein Vorgänger. Der erste Einsatz ierfolgt im Oktober bei der Rallye Marokko.

Im Juli hat Audi den neuen RS Q E-Tron E2 im spanischen Saragossa bereits ausgiebig getestet. Weitere Erprobungen folgen, im Januar steht die Rallye Dakar an.
Foto: Audi
Im Juli hat Audi den neuen RS Q E-Tron E2 im spanischen Saragossa bereits ausgiebig getestet. Weitere Erprobungen folgen, im Januar steht die Rallye Dakar an. Foto: Audi  Foto: Audi Communications Motorsport

Bei Audi geht es derzeit Schlag auf Schlag: Vor gerade mal etwas mehr als einer Woche hat der Autobauer seinen Einstieg in die Formel 1 verkündet. Am vergangenen Freitag hat die Marke mit den vier Ringen am Sitz des Motorsportzentrums in Neuburg an der Donau ihr neues Einsatzfahrzeug für die Rallye Dakar präsentiert. Nach ersten Achtungserfolgen in Form von Etappensiegen in diesem Jahr soll nun der Sprung nach ganz oben auf das Podium folgen. "Wenn wir etwas im Motorsport machen, dann nicht, um einfach nur mitzufahren", sagt Rolf Michl, der seit 1. September neuer Motorsportchef der Audi Sport GmbH ist und gemeinsam mit Sebastian Grams die Geschäftsführung der Tochtergesellschaft mit Sitz in Neckarsulm bildet.

80 Kilogramm weniger Gewicht

Damit die drei Fahrerteams um den Gesamtsieg fahren können, haben die Ingenieure von Audi Sport unter Hochdruck ein neues Einsatzfahrzeug entwickelt, den RS Q E-Tron E2. Beim Blick auf die Karosserie sieht man sofort, dass der Wagen deutlich aerodynamischer als der Vorgänger ist. "Wir haben außerdem das Gewicht um rund 80 Kilogramm reduziert und den Schwerpunkt des Fahrzeugs gesenkt", erklärt der technische Projektleiter Benedikt Brunninger.

Kombination aus Elektromotoren und Benziner

Das im Wettbewerbsvergleich einmalige Antriebskonzept blieb für den neuen Einsatzwagen unangetastet: zwei Elektromotoren, 800-Volt-Systemspannung, 52-kWh-Batterie und ein Verbrennungsmotor zur Stromgewinnung, der seine Wurzeln in der DTM hat. Einzig das Steuersystem wurde weiter verfeinert. "Der RS Q E-tron E2 ist deutlich agiler als sein Vorgänger", freut sich Werksfahrer Mattias Ekström.

 


Mehr zum Thema

Audi wird zur Saison 2026 in die Formel 1 einsteigen.
Stimme+
Ingolstadt/Neckarsulm 
Hinzugefügt. Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Jetzt offiziell: Audi startet ab 2026 in der Formel 1


Reifenwechsel geht jetzt schneller

Kommt es irgendwo in der Wüste zu einer Panne, sind Fahrer und Co-Pilot auf sich gestellt - zum Beispiel, wenn ein Reifen platt ist und gewechselt werden muss. Keine leichte Aufgabe bei Reifen, die inklusive Felge rund 40 Kilogramm auf die Waage bringen. Durch spezielle Radnaben können die trainierten Audi-Piloten den Wechsel jetzt in unter zwei Minuten schaffen. "Das hat vorher deutlich länger gedauert", sagt Werksfahrer Ekström. "Das kann entscheidend sein beim Kampf um den Sieg, denn jede Sekunde, die man hier verliert, muss man erst wieder reinfahren." Keine leichte Aufgabe bei der starken Konkurrenz, die auf Audi wartet.

Drei bewährte Fahrerteams

Bei den Fahrern setzt Audi auf ein eingespieltes, bewährtes Team. Mattias Ekström/Emil Bergkvist, Stéphane Peterhansel/Edouard Boulanger und Carlos Sainz/Lucas Cruz gehen an den Start. Im Juli hat Audi Sport im spanischen Saragossa ausgiebig getestet. Der erste Einsatz unter Wettbewerbsbedingungen erfolgt mit allen drei Fahrzeugen vom 1. bis 6. Oktober bei der Rallye Marokko. "Dann muss sich die neue Technik zum ersten Mal unter Konkurrenzbedingungen beweisen", sagt Motorsportchef Michl. "Dann geht es schnell bis zur Dakar im Januar."

 


Mehr zum Thema

Der Umbau bei laufenden Bändern ist nicht einfach. Michael Häffner (rechts) und Ivan Jukic erläutern die Strategie von Audi und die Hindernisse auf dem Weg zur Digitalisierung.
Foto: Matthias Stark
Stimme+
Region
Hinzugefügt. Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Welche Rolle das Audi-Werk Neckarsulm im VW-Konzern spielt



Mehr zum Thema

Audi Sport-Geschäftsführer Sebastian Grams mit allen Generationen des RS 6, der seit seinem Start vor 20 Jahren am Standort Neckarsulm produziert wird.
Fotos: Audi
Stimme+
Neckarsulm
Hinzugefügt. Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Der Audi RS6 wird 20 Jahre alt


Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben