Audi bei der Rallye Dakar: Gesamtsieg fest im Blick
Audi startet im Januar 2023 mit einem neuen Fahrzeug bei der Rallye Dakar. Der RS Q E-Tron E2 ist aerodynamischer und leichter als sein Vorgänger. Der erste Einsatz ierfolgt im Oktober bei der Rallye Marokko.

Bei Audi geht es derzeit Schlag auf Schlag: Vor gerade mal etwas mehr als einer Woche hat der Autobauer seinen Einstieg in die Formel 1 verkündet. Am vergangenen Freitag hat die Marke mit den vier Ringen am Sitz des Motorsportzentrums in Neuburg an der Donau ihr neues Einsatzfahrzeug für die Rallye Dakar präsentiert. Nach ersten Achtungserfolgen in Form von Etappensiegen in diesem Jahr soll nun der Sprung nach ganz oben auf das Podium folgen. "Wenn wir etwas im Motorsport machen, dann nicht, um einfach nur mitzufahren", sagt Rolf Michl, der seit 1. September neuer Motorsportchef der Audi Sport GmbH ist und gemeinsam mit Sebastian Grams die Geschäftsführung der Tochtergesellschaft mit Sitz in Neckarsulm bildet.
80 Kilogramm weniger Gewicht
Damit die drei Fahrerteams um den Gesamtsieg fahren können, haben die Ingenieure von Audi Sport unter Hochdruck ein neues Einsatzfahrzeug entwickelt, den RS Q E-Tron E2. Beim Blick auf die Karosserie sieht man sofort, dass der Wagen deutlich aerodynamischer als der Vorgänger ist. "Wir haben außerdem das Gewicht um rund 80 Kilogramm reduziert und den Schwerpunkt des Fahrzeugs gesenkt", erklärt der technische Projektleiter Benedikt Brunninger.
Kombination aus Elektromotoren und Benziner
Das im Wettbewerbsvergleich einmalige Antriebskonzept blieb für den neuen Einsatzwagen unangetastet: zwei Elektromotoren, 800-Volt-Systemspannung, 52-kWh-Batterie und ein Verbrennungsmotor zur Stromgewinnung, der seine Wurzeln in der DTM hat. Einzig das Steuersystem wurde weiter verfeinert. "Der RS Q E-tron E2 ist deutlich agiler als sein Vorgänger", freut sich Werksfahrer Mattias Ekström.
Reifenwechsel geht jetzt schneller
Kommt es irgendwo in der Wüste zu einer Panne, sind Fahrer und Co-Pilot auf sich gestellt - zum Beispiel, wenn ein Reifen platt ist und gewechselt werden muss. Keine leichte Aufgabe bei Reifen, die inklusive Felge rund 40 Kilogramm auf die Waage bringen. Durch spezielle Radnaben können die trainierten Audi-Piloten den Wechsel jetzt in unter zwei Minuten schaffen. "Das hat vorher deutlich länger gedauert", sagt Werksfahrer Ekström. "Das kann entscheidend sein beim Kampf um den Sieg, denn jede Sekunde, die man hier verliert, muss man erst wieder reinfahren." Keine leichte Aufgabe bei der starken Konkurrenz, die auf Audi wartet.
Drei bewährte Fahrerteams
Bei den Fahrern setzt Audi auf ein eingespieltes, bewährtes Team. Mattias Ekström/Emil Bergkvist, Stéphane Peterhansel/Edouard Boulanger und Carlos Sainz/Lucas Cruz gehen an den Start. Im Juli hat Audi Sport im spanischen Saragossa ausgiebig getestet. Der erste Einsatz unter Wettbewerbsbedingungen erfolgt mit allen drei Fahrzeugen vom 1. bis 6. Oktober bei der Rallye Marokko. "Dann muss sich die neue Technik zum ersten Mal unter Konkurrenzbedingungen beweisen", sagt Motorsportchef Michl. "Dann geht es schnell bis zur Dakar im Januar."
Kommentare öffnen




Stimme.de
Kommentare