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Red Devils Heilbronn als Underdog zum Derby nach Schorndorf

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Heilbronnern droht am Sonntag beim verlustpunktfreien Bundesliga-Spitzenreiter die nächste Niederlage

Für Schwergewichtler Eduard Popp  und die Red Devils Heilbronn geht es am Sonntag zum Tabellenführer ASV Schorndorf.
Für Schwergewichtler Eduard Popp und die Red Devils Heilbronn geht es am Sonntag zum Tabellenführer ASV Schorndorf.  Foto: Seidel, Ralf

Trotz der ernüchternden 16:17-Pleite gegen das bis dahin punktlose Schlusslicht KG Baienfurt/Ravensburg grüßen die Red Devils Heilbronn in der Bundesliga Gruppe Süd weiter von Platz vier, der am Ende der Hauptrunde den Einzug in die Playoffs um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft garantieren würde. Die Ringer des SV Heilbronn am Leinbach reisen am Sonntag zum Derby nach Schorndorf. Los geht es in der Sporthalle Grauhalde um 17 Uhr. 

Red Devils Heilbronn weiter ersatzgeschwächt

Heilbronn kämpft beim ASV nicht nur gegen die eigene Personalnot, sondern trifft auch auf den Erstplatzierten und einen Kandidaten, der Wacker Burghausen als deutschen Mannschaftsmeister ablösen könnte. Im Hinkampf in der Römerhalle lieferten die Roten Teufel den so genannten Spartanern einen offenen Kampf, unterlagen aber knapp 11:15. Das zweite Aufeinandertreffen in Schorndorf steht jetzt aber unter anderen Vorzeichen. Unkalkulierbar Nach dem Wechsel in den Stilarten ist der Titelaspirant im zweiten Saisonabschnitt stärker aufgestellt. Es müsste buchstäblich mit dem Teufel zugehen, damit die Unterländer Zählbares mitnehmen können. Doch im Ringersport muss man immer mit unkalkulierbaren Umständen wie Verletzungen, fehlenden Freigaben von Verbänden oder Visa-Problemen rechnen. Die Red Devils haben diese bittere Erfahrungen selbst gemacht und mit Punktverlusten bezahlt. 

Schorndorf ist noch unbesiegt und gegen Heilbronn der Favorit

„Als ungeschlagener Spitzeneiter ist Schorndorf der absolute Favorit und wir der Underdog“, sagt Devils-Schwergewichtler Eduard Popp. Die Hausherren sind nahezu in allen Gewichtsklassen mit „ausländischen wie auch deutschen Topsportlern besetzt, haben ein sehr starkes Team und sind ambitioniert. Die ringen um die deutsche Meisterschaft mit.“ Weltmeister Unter anderem geht Akzhol Makhmudov für die Spartaner auf die Matte. Der Kirgise wurde 2022 und 2023 Weltmeister im Greco bis 77 Kilogramm. Der 25-Jährige gewann zudem Olympia-Silber 2020 in Tokio und holte 2024 in Paris Bronze. Es ist eine Option, dass am Sonntag das Duell in der Gewichtsklasse griechisch-römisch bis 80 Kilogramm Makhmudov gegen Adam Juretzko heißt. Für den 53-jährigen Chefcoach der Red Devils, der sein Karriereende als aktiver Ringer zum Saisonende angekündigt hat, wäre es nach dem Kampf gegen den japanischen Olympia-Sieger Nao Kusaka vom SV Weingarten nochmals ein echtes Highlight. 

Red Devils Heilbronn hoffen in Schorndorf auf eine Überraschung 

In der Hinrunde stand Makhmudov im Limit bis 86 Kilo gegen Yaroslav Filchakov auf der Matte. Der Heilbronner siegte beim 1:1 aufgrund der letzten Wertung und holte einen Mannschaftspunkt. Es war eine dieser Überraschungen, die im Ringen immer möglich sind und auf die das Devils-Team hofft. „Die stehen immer relativ voll mit all ihren Kräften, die sie haben, und lassen nichts anbrennen“, sieht Popp zwar wenig Überraschungspotenzial, doch die Hoffnung lebt. „Wir werden alles in die Waagschale werfen, uns wehren und sehen dann, was rauskommt.“ 

Überholt der AC Lichtenfels die Red Devils in der Tabelle?

Ob die Heilbronner nach diesem Wochenende weiterhin Vierter der Gruppe Süd bleiben, hängt nicht von der zu erwartenden Niederlage in Schorndorf ab, sondern vom Auftritt des Fünften AC Lichtenfels am Samstagabend beim Sechstplatzierten ASV Urloffen. Gewinnt der ACL und den Devils gelingt keine Sensation, dann würde Lichtenfels auf Position vier vorrücken. 

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