Stimme+
Basketball

Positives Ende einer schweren Saison der Heilbronn Reds

   | 
Lesezeit  2 Min
Erfolgreich kopiert!

Heilbronn Reds gewinnen zum Saisonabschluss gegen die BG Viernheim/Weinheim 86:73.

Marques Charlton wurde zum Spieler des Spiels gewählt und gönnte sich ein Schlückchen. Die Heilbronn Reds schlossen die Saison auf Platz fünf ab.
Foto: Lina Bihr
Marques Charlton wurde zum Spieler des Spiels gewählt und gönnte sich ein Schlückchen. Die Heilbronn Reds schlossen die Saison auf Platz fünf ab. Foto: Lina Bihr  Foto: Lina Bihr

Es war der versöhnliche, der positive Abschluss einer Saison mit „viel Stress“, wie sie Goran Mijic, Trainer der TSG Heilbronn Reds, bezeichnete. Am Ende schloss der Regionalligist am Samstagabend durch einen 86:73 (46:33)-Sieg gegen die BG Viernheim/Weinheim auf Rang fünf ab.

„Ich denke, es wäre sogar etwas mehr drin gewesen“, sagte Mijic. Aber es gab einige Faktoren, die die Saison erschwerten. Lange schwebten die Reds gar in Abstiegsgefahr. Erst am vorletzten Spieltag war der Klassenerhalt fix. So eng ging es in der Tabelle zu.

Mannschaft zeigt Charakter

Aber es entwickelte sich etwas im Umfeld. Nicht nur am letzten Spieltag war die Halle voll besetzt. So genossen die Spieler nach der Schlusssirene den Gang zu den Fans, gönnten sich noch eine wohlverdiente kleine Abschlussfeier. „Wir spielen auch für die Fans“, sagte Mijic. „Sie waren in jedem Spiel da, egal auf welchem Platz wir gestanden sind. Darüber können wir froh sein und das müssen die Jungs im Kopf haben.“

Und die Mannschaft wollte den Zuschauern unbedingt noch einmal einen Sieg zeigen. Das war klar zu sehen. Denn nach einem schwachen ersten Viertel zeigte das Team Moral und Charakter.

Heilbronn hat Startschwierigkeiten

„Solche Startschwierigkeiten waren für uns in dieser Saison fast normal“, sagte Kapitän Simon Schmitz lachend. Auf beiden Seiten des Feldes hatten die Reds zehn Minuten lang so ihre Probleme. Vor allem in der Rückwärtsbewegung stimmte es nicht. Die BG Viernheim/Weinheim hatte zu viel Platz. Bei den Gästen klappte beinahe alles und mit 26:19 entschieden sie das erste Viertel für sich.

Doch Mijic fand die richtigen Worte. „Wir sind nicht konsequent genug zurückgelaufen. Das haben wir dann besser gemacht“, sagte er. Die BG hatte auf einmal kaum noch freie Würfe, war so verunsichert, dass selbst Freiwürfe reihenweise vergeben wurden. Durch einen 12:2-Lauf drehte Heilbronn das Spiel und führte danach mit 31:28. Die Gäste holten im zweiten Viertel nur sieben Punkte – und schon führten die Reds zur Pause mit 46:33.

Der Trainer verteilt Spielzeit

Daran knüpften die Gastgeber in der zweiten Halbzeit nahtlos an. Zwar trafen sie selbst nicht mehr ganz so sicher, doch in der Defensive blieben sie aufmerksam. 67:34 hieß es somit vor dem Schlussabschnitt. Mijic verteilte nun die Spielzeit. So kam auch Vassili Gatzoris zu seinen ersten Punkten aus dem Feld – mit einem Dreier. „Davor habe ich nur mit Freiwürfen getroffen“, sagte der mit einer Doppellizenz für die Neckarsulmer Lions und Heilbronn ausgestattete 19-Jährige, der nach einer langen Verletzungspause erstmals wieder auf dem Feld stand.

TSG Heilbronn Reds: Klein, López (6), Blank (5), Schmitz (14), Charlton (30), Maisel (11), Cibula, Gatzoris (3), Çamdal, Milicevic (17).

Zuschauer: 400.

„Es war schön, dass ich im letzten Spiel noch einmal mitmachen konnte und dann auch noch meine ersten ‚richtigen‘ Punkte gemacht habe. Aber es war auch ziemlich aufregend.“ Normalerweise bekam Gatzoris bei den Reds rund zwei Minuten Spielzeit pro Partie. Am Samstag durfte er schon sieben Minuten vor dem Ende ran. „Wir hatten auch einen gewissen Druck, weil wir gewinnen mussten, um besser abzuschneiden als in der vergangenen Saison. Aber letztlich haben wir es geschafft“, sagte er nach dem 86:73.

Spieler können in der Sommerpause nun den Kopf frei bekommen

Doch nun bekommen die Spieler erst einmal Zeit zur Erholung. Im Sommer wolle er Beachvolleyball spielen, sagte Kapitän Simon Schmitz. „Ich brauche einfach etwas Abstand zum Basketball, um wieder den Kopf frei zu bekommen. Es hat in dieser Saison aber trotzdem richtig Spaß gemacht.“ Auch weil Marques Charlton und Arnau López neue Komponenten mit in die Mannschaft brachten. Die Chancen stehen gut, dass beide auch nächste Saison in Heilbronn spielen.

Am Mittwoch soll es ein erstes Gespräch mit den Spielern geben, wie es weitergeht. „Ich denke aber, der Großteil der Mannschaft bleibt zusammen“, sagte Mijic. „Für uns beginnt jetzt die Planung für nächste Saison.“ Er und die anderen Verantwortlichen werden weniger Zeit zur Erholung haben als die Spieler.

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben