Papi triumphiert in Dortmund
Erfolge für Ringer-Asse des Bundesligisten Red-Devils Heilbronn: Eduard Popp wird beim Großen Preis in Dortmund Fünfter, Doppel-Weltmeister Frank Stäbler verzichtet auf seinen Finalkampf.

Die guten Nachrichten vorneweg: Die Red-Devils-Kämpfer Eduard Popp und Frank Stäbler (TSV Musberg) haben ihre Verletzungen weitgehend auskuriert und den Belastungstest beim Großen Preis von Deutschland in Dortmund bestanden. Auch wenn Stäbler auf seinen Finalkampf gegen den Finnen Toni Ojala verzichtete. "Eine Vorsichtsmaßnahme gab Teamkollege Popp Entwarnung. Einem Start in der Bundesliga von September an sowie bei der Weltmeisterschaft Mitte Oktober in Budapest steht nichts mehr im Wege.
Mit Pascal Eisele (Platz zehn) und Abdolmohammad Papi (Erster) waren zwei weitere Griechisch-Römisch-Spezialisten des Heilbronner Erstligisten bei dem international gut besetzten Turnier vertreten.
Noch Schmerzen an der Rippe
"Ich bin sehr zufrieden, ins Finale eingezogen zu sein. Leider waren die Schmerzen an der Rippe nach dem Halbfinale doch wieder so stark, dass wir im Hinblick auf die Weltmeisterschaft nichts riskieren wollen", sagte Frank Stäbler, der sich zwei Wochen nach seinem Krankenhausaufenthalt in Litauen wegen starker Herzschmerzen - verursacht durch eine verschobene Rippe - mit vier Siegen eindrucksvoll zurückmeldete. Lediglich im Viertelfinale stand der 29-Jährige gegen Pavel Liakh aus Weißrussland bei einem 6:10-Rückstand vor einer Niederlage. Doch dann zeigte Frank Stäbler einmal mehr seine Klasse, drehte den Kampf in letzter Minute noch in einen 12:10-Erfolg.
Für Eduard Popp, der sich im Frühjahr im oberen Bereich des Rückens verletzte und längere Zeit kein Mattentraining absolvieren konnte, war Dortmund wie für Stäbler ein richtungsweisender Lei-stungstest. Nach drei Siegen unterlag der Olympia-Fünfte von Rio im Halbfinale dem Litauer Mantas Knystautas 1:3 nach Punkten, hatte dann auch in einem der beiden Kämpfe um Platz drei das Nachsehen, wurde von Olekandr Chernetskyy (Ukraine) nach einer Minute und 17 Sekunden auf die Schultern gedrückt und landete auf Rang fünf.
Popp hält nach Verletzung viele Kämpfe durch
"Das war eine blöde Situation", sagte Popp und ärgerte sich über die Aktion, die zur Schulterniederlage führte. Mit seiner Leistung war er aber dennoch zufrieden. "Aufgrund der Vorgeschichte mit meiner Verletzung war es wichtig, viele Kämpfe zu haben. Das habe ich geschafft."
Bei seinen letzten beiden Auftritten in Dortmund machte sich der Trainingsrückstand und die fehlende Fitness aber bemerkbar. "Das war so zu erwarten", meinte Popp. Für ihn kamen die Niederlagen gegen die weißrussischen Spitzenringer nicht überraschend. "Ich bin auf dem richtigen Weg. Es ist alles gut, aber noch nicht sehr gut."
Iraner Papi siegt in Dortmund
Devils-Neuzugang Papi aus dem Iran überzeugte im Limit bis 63 Kilogramm und rechtfertigte seine Verpflichtung eindrucksvoll. Nach deutlichen Siegen im Viertel- und Halbfinale am Samstag, jubelte Papi auch am Sonntag im Finale und besiegte den EM-Dritten von 2016, Dimitro Tsymbaliuk aus der Ukraine mit 3:1-Punkten.
Pascal Eisele, Europameister von 2016 und WM-Dritter 2017 (jeweils in der 80-Kilogramm-Klasse) startet in Dortmund im Limit bis 77 Kilo. Im ersten Kampf landete der Fahrenbacher nach 59 Sekunden gegen Brage Haugmo Ringheim (Norwegen) einen Schultersieg, unterlag dann aber im Achtelfinale dem späteren ungarischen Turniersieger Zoltan Levai nach Punkten mit 1:6. In der Hoffnungsrunde verlor Eisele gegen Durto Pyshkov (Ukraine) per Schulterniederlage.
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